Demnächst in anderem Theater…

….freue ich mich anzukündigen, dass ich in den Vorbereitungen meines nächsten Blogs bin, der heisst:

Running-heaven

Schreiben gehört zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen. Ich habe mir nochmals ein gleiches WordPresspaket gekauft und habe fälschlicherweise gedacht, dass diese zweite Webseite wie ein zweites Vorratsglas neben dem ersten stehen wird.

Das ist falsch: Die Webseiten sind verbandelt, mein altes Aviatarbildchen ist weggekickt und wie immer in meinem Leben, lebe ich mit dem, was ich kann und nicht nur mit dem, was ich will.

Besonderen Spass habe ich, dass ich einige meiner eigenen, statischen Webseitenbausteine verwenden, wiederbeleben kann. Bevor die Webseiten flippen konnten ( vor 2012),  wollte ich mir eine Statische selbst programmieren, lernte CSS4 und html5. Dann wurde ich von den dynamischen Webseiten überrollt und ging glugg, glugg unter.

Und jetzt komme ich zurück zu damals und freue mich bzw. hoffe, für mich interessante Texte zu lesen und darüber nachzudenken. Ziel: Ich möchte die Konzentration wiedererlangen, ganze Bücher lesen zu können:

Leben ich umarme dich.

Euch allen, die ihr hier gelesen habt, ein herzliches Dankeschön. Wer sich interessiert für meinen Denk- und Schreibstil, für andere Themen, herzlich willkommen auf

Running heaven.

Frau sieht sich.

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Es ist vorbei!

Die Quintessenz meiner Traumatherapie ist nach der Verarbeitung eines Trauma: Es ist vorbei.

Ein herzliches Winke, Winke an alle Süchtigen in meinem Leben, es war hart euch kennengelernt zu haben, hart, weil ihr fast alle so unendlich reich beschenkt und begabt seid und ich so unendlich gerne die Entfaltung eurer Potentiale miterlebt hätte.

Ich schliesse diesen Blog und meine Arbeit, für mich hat sich der Kreis geschlossen.

 

Es ist vorbei!

 

ENDE

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Sie schauen alle weg, einfach alle!

Mir ist voll klar, welches meiner früheren Traumatas durch die gegenwärtige Situation voll Kanne, noch unverarbeitet aktiv wurde, ich sah mich im gegenwärtigen und früheren Albtraum:

Mein zweiter Ex und ich waren in dieses Dorf gekommen, beide als PfarrerIn, ich 10%, er 90%. Den Kehricht hatten wir am alten Ort weggeworfen und nach drei kurzen Monaten am neuen Ort, waren im Keller einfach zu viele leere Wein- und andere Flaschen. Ich hatte ein Riesenproblem. Alles, wirklich alles hatte ich getan, was mein tendenziell unzufriedener Ehemann gewollt hatte. Wenn dies bzw. jenes erfüllt wäre, wäre er zufrieden. Am letzten Samstag habe ich ihn mir angeguckt, zufrieden sieht in meinem Vokabular anders aus.

Damals wischte ich vor meiner eigenen Tür, ich ging zur Selbsthilfegruppe Al-Anon und erst nach 23 Monaten bin ich mit meinen beiden Kindern geflohen und diese Flucht war erfolgreich, während alles, was ich vorher versucht hatte, erfolglos blieb, ich lächerlich gemacht wurde, weil ich jünger war als der KGR, insbesondere der Präsident hat mich damals vorgeführt.

Kaputt ging damit zuerst einmal ein ganzes Menschenleben, kaputt ging unsere Ehe, die zweite Tochter, Kind dieser Ehe ist voll IV. Eine wirklich reife Leistung unseres damaligen Arbeitsgebers, der von mir offen informiert wurde, an Zivilcourage hat es mir nie gefehlt.

Genau diese, für mich ausweglose Situation, ist wieder hochgekommen, ich war wieder eingeklemmt, ausgeliefert und nie, nie, wäre der geringste Klagelaut über meine Lippen gekommen. Um in den Augen der sog. Profis ein gesundheitliches Problem zu haben, muss zuerst schon alles verloren sein. Das nennt sich Prävention, das Problem nicht angehen, wer eine Frühintervention wagt, könnte sich täuschen, weil er nur aus Verhaltensweisen auf ein evtl. vorhandenes Problem schliessen kann, eine genaue Diagnostik ist das wahrlich nicht. Täuscht man sich, dann wird man ausgelacht und das Problem besteht voll logisch weiter.

Diese menschliche Einstellung hat mich vor über zwei Jahrzehnten nicht überzeugt und tut es noch heute nicht.

Ja, ich habe eine Meinung und ja, ich habe sehr viel beobachtet und auch wenn es mich nichts mehr angeht, nähme es mich wunder, was nun wirklich dahinter steckt. Früher, damals hatte ich zu 100% Recht und heute?

Noch eine Frage: Was ist der Gewinn, wenn ich hinschaue und zum Dank dafür zur Schnecke gemacht werde, mein Leben ist wahrlich kein Schleck? Es kommt nicht von ungefähr, dass ich Gott vertraue, ihn liebe und anbete und auf fast alle Menschen verlasse ich mich nicht mehr, echt nicht. Kein Wunder bei meiner Lebensgeschichte, finde ich.

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Danke und tschüss

Diesen triumphierenden Blick des ersten Oberarztes des PZMs – hinter seinem Rücken tuschelten die PatientInnen immer, was er einwerfe – werde ich nie vergessen: Er hatte mir die bKESB an den Hals gejagt. Das Gesetz hatte geändert, wie hätte ich wissen können, wie grässlich und wider jedes Rechtsempfinden die CH LandvögtInnen agieren?

Jetzt 25 Monate später bin ich sie definitiv los und habe ihnen ein wirkliches Problem hinterlassen, einen jungen, sehr begabten Mann, leider, leider mit Schlagseite und jetzt kommt der Irrwitz: Er war Massstab für mein Wohlverhalten. „Gring abe und seckle….“ das hatte ich längst gelernt.

Natürlich mache ich Fehler, ganz klar und sehr Traumatisierte. Wenn ich schreie, ist es das Resultat einer unendlich langen und unendlich oft wiederholten multiplen Traumatisierung.

Aber andere sind auch nicht perfekt. Vom never ending Arschloch befreit, – ich fühle mich regelmässig als A. und umschmeichle das nicht mehr – freue ich mich auf meine Zukunft, endlich gesünder und endlich frei. – Bereits von schwachen 78 kg, auf 75,5 kg befreit! –

Nicht mit geringstem Bedauern entlasse ich sämtliche freiwillige und groteske FolterknechtInnen samt ihren gedämpfteren NachfahrInnen und meine Wohnung ist schon jetzt aufgeräumter denn je und besser wird es von Tag zu Tag.

Gemäss erstem PZM Oberarzt sind meine sämtlichen Wünsche manisch bis psychotisch, z. B. aufgeräumte Wohnung. – Echt nicht ich, aber die CH Zwangspsychiatrie hat ein riesengrosses Problem und alle schauen weg, so ist z.B. der II WK entstanden und gross geworden durch gezieltes Wegschauen.

It was nice meeting you, bye, bye! Irgendwann verdufte ich in ein klimatisch warmes Ausland. Meine Vaterlandliebe ist seit Jahren perdu, kein Wunder finde ich die CH bäh…

Ich brauche meinen Diagnosen angepasste Medizin und daneben nur noch Freizeit, gelitten habe ich für zwei lange Leben.

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Wie immer…

… werde zuerst ich auf Herz und Nieren geprüft.

…werden reale Probleme gezielt nicht gelöst: Die unfertigen Arbeiten von Jonathan, sämtliche Schlüssel, die er von mir hat: Nein, nicht nur Wohnung, auch zum Detleffs, meinem WoWa, wo ich das Samsung vermutlich liegen gelassen habe und er NACH mir von dort wegging. Diesen Schlüssel will ich auch zurück.

Wie nie bisher bei mir, soll er den SozialarbeiterIn Auskunft geben, was er alles noch erledigen muss, bevor er mit seiner Anstellung bei mir definitiv fertig ist, welche Infos ich längst haben sollte und mich wundert es nicht, nicht habe. Das ist lästig mühsam und schlechte Arbeitsleistung, wenn ich ihn regelmässig ermahnen muss und er macht die Arbeit trotzdem nicht.

Wie nie bisher soll Jonathan selbst denken und beweisen, dass er arbeiten könnte, wenn er denn wöllte, Resultat nach meiner Erfahrung mit ihm höchst ungewiss.

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Löcher in den Socken

In memoriam Jonathan:

Du hast im Der Burgerspittel gearbeitet, logisch in violett-grauer Uniform. Nicht nur ist deine Kleidung regelmässig verfleckt, sondern deine Socken haben immer Löcher.

Dialog WieOrt-Jonathan: Du hast Löcher in den Socken (In meiner Wohnung werden keine Strassenschuhe getragen, behindert wie Jonathan wohl ist, läuft er in Socken rum, wie ich.).

Logische Antwort Jonathan: Das sind meine Lieblingssocken, die mag ich nicht wegwerfen. ( Es scheint keine Nichtlieblingssocken zu geben.)

Um es kurz zu machen: Mit den Socken, die ich Jonathan und seiner Freundin geschenkt habe in Hamburg, ist er voll logisch mit ihr in den Ausgang. Löchersocken trägt er unbedarft weiter bei mir.

Da muss in der Kindererziehung irgendwas falsch gelaufen sein, ich war es nicht und es geht mir definitiv auf den Wecker.

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Ich klage an zum Zweitenmal

  • Ich klage an, in der CH so leben zu müssen, wie ich nicht leben will.
  • Ich klage die CH an, die mir jedes Recht nimmt, zu Recht anzuklagen, wer nur ein bisschen aufmukt bekommt PZM = Folter.
  • Ich klage mich an, dass ich Folter nicht will.

 

= zusammengenommen eine klassische, griechische Tragödie, munter zum Lesen, zum Kot… zum Erleben.

  • Ich klage an, dass ich zu oft finanziell über den Tisch gezogen werde: Vielleicht hat Jonathan mein Samsung gefunden, dann hat er Zugriff auf alle meine Bankkonten. Für mich ein erschreckender Gedanke. Der Verlust des Samsung wirft bei mir Fragen auf, eindringliche und sehr beunruhigende Fragen.
  • Ich habe immer geschrieben, die KESB lässt foltern, auffällig am heutigen Morgen, die KESB-Sozialarbeiterin ruft mich nicht an, um mir allenfalls zu helfen, falls meine Befürchtungen Substanz hätten. Die Interpretation ist beliebig, unangenehm ist es nur für mich. – Immer hübsch lächeln, der geringste Ausrutscher und PZM-Folter in neuem Gewändchen folgt subito.
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Verpasste Abmahnungen

Neu ist für mich die Rolle der Arbeitgeberin. In meiner Kürzestausbildung ist mir nach meinem Wissen nicht beigebracht worden, wie ich einen schlecht arbeitenden IV-Assistent loswerden kann. Es ging um den Lohn, es ging um meine Pflichten als Arbeitsgeberin und immer und ausschliesslich um die Rechte des IV-Assistenten.

Immer zu spät? Muss ich als alte Frau stets auf einen jungen Burschen warten? – Nein. – = Abmahnungsgrund

Muss ich farbverkleckste Kleider angucken? Wie wäre ein Kehrichtssack als künstlerisch adäquate Kleidung? He, junger Bursche, ich muss teilweise mit dir in die Öffentlichkeit und fremdschämen gurkt mich an. = Grund zur Abmahnung.

Es müssen, um Lohn ziehen zu können, minimalste Standards erfüllt sein. Körperpflege und einfache, sicher saubere und geflickte Kleidung gehören dazu. Angeblich soll Jonathan im Verlauf seiner Lehre einen Kniggecrashkurs gehabt haben. – Nein, wie süss und dann läufst du bei mir wie ein Malerlehrling rum? Hol dir ne neue Brille: Ich bin nicht Malermeisterin! = Auf solch primitivstem Niveau argumentiere ich nicht einmal mit irgendwem. Als ehemalige Pfarrerin konnte ich über 16 Jahre lang beobachten und mehr als mir lieb war daran teilnehmen, wie uns die folgenden Jahrgänge auf der Nase rumtanzen werden. Ich war vorgewarnt, trotzdem war das Ausmass der Katastrophe grösser als erwartet.

Endlich hast du Zeit, deine farbverkleckste Kleidung von dir zu weisen, da du unbedingt was von dir weisen willst. = Geniales Wort für maximale Uneinsichtigkeit. = Grund für mein Schweigen. Actio, reactio heisst das Naturgesetz dahinter.

Und ich kann endlich meinem Hypochondertum frönen: Ich kann meine KK Prämie nicht einzahlen, du hast diesen Dauerauftrag gelöscht und wehleidig wie ich bin, brauche ich eine funktionierende KK.

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Nur Arbeiten, die dir maximal liegen? – Eine solche Arbeit hätte ich auch gern gehabt. In meinem Leben hat zu jeder Arbeit auch Langeweile punkto Thema gehört. Ach, in der Spassgeneration ist das ganz anders? Echt nun? Den Spass habe ich verpasst und es ist kein Spass, dir meine Drecksarbeit abzunehmen.

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Ave filia dei. Ave!

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Ave filia dei

Ave habe ich in der Tat gesagt, als mir so langsam dämmerte, das filia dei, die Tochter Gottes, mir in Zukunft IV-Assistentin sein würde. Mangels klarer, rechtlicher Grundlage und weil sie mich verschupftes Kücken nicht alleine lassen wollte, ermutigte sie mich zu ihrem göttlichen Häuschen zu fliehen, rein zufällig, völlig unauffällig, in meinem Skoda kann ich bestens nächtigen.

So behielt ich meine Würde, konnte je situativ meine Hilfsbedürftigkeit anmelden oder abmelden, also im Fünfminutentakt wird abgerechnet, weil die Arbeitswege minimal kurz gehalten werden können und weil ich noch so viel, völlig selbständig, kann und bei ihr nur echte und wirkliche Assistenzarbeit verrechnet wird. Bspe?

Wir gehen zu dritt baden, sie, ihr Hund und ich. Ich kann mich selbst ins Badekleid stürzen, könnte wenigstens, wenn ich nicht zu fett wäre, was wir durch zwei neue, grössere Badeanzüge wettmachen. Beim Einkauf erledige ich meine Einkäufe und sie die Ihren= wertneutrale Zeit. Beim Baden ebenso: Ich helfe ihr, ihrem Hund das Schwimmen beizubringen, sie stellt mir ihre Luftmatratze zur Verfügung, zeigt mir die Technik raufzuhüpfen, schenkt mir ihr unvergleichliches Lächeln, um abzudrehen, ganz alleine ihre Kreise zu ziehen, schwimmenderweise. So, einander gegenseitig helfend, brauche ich nie 5 Std. pro Tag Hilfe, fühle mich ernst genommen, frei und erhalte meine Würde zurück: Ich bin behindert, aber nicht mehr, als dass ich bin.

Obwohl ich nachts weinte, sie mit mir stundenlang am Tisch sass, wird sie mein Portemonnaie nie so ausschütteln, wie es in Hamburg ausgepresst wurde: Ein Dreisternhotel? Wäre ihr eine grosse Ehre. Joh hinziehen? Mit Freuden würde sie nachfliegen und mich auf dem Campingplatz treffen. Ich könnte mir 10 Tage Zeit nehmen, um Joh nach Hamburg zu schleppen. Das werden wir irgendwann tun: Ich wollte in Hamburg eigentlich ins Musical „König der Löwen“ (vgl. Titel und Hauptperson meines Buches!) Jonathan hat das schon gesehen, wie er näschenrümpfend feststellte, worauf ich bewiesenermassen einging.

Genau da liegt die Krux: Wie weit komme ich den Wünschen meiner Angestellten entgegen, um dann diese Komedie zu erleben, die ich erlebt habe: Er wollte nie mehr auf eine Kürzestreise mit mir? Ich vermute, er muss zu Hause seinem Haustierchen evtl. Futter geben. Weder bin ich Zoodirektorin noch der liebe Gott, bzw. die liebe Göttin, noch sonstwas. Im übrigen empfehle ich Katzen als Haustiere und habe null Ahnung, warum sein Haustier delikater als meine Katze sein soll.

Sich übergeben kann viele Ursachen haben, Stress ebenso. „Du bist schuld“, haut bei mir überhaupt nicht: Ich bin NICHT schuld, dass meine Mutter magersüchtig ist und mich deshalb behindert geboren hat. Meine Geburt sei total normal verlaufen. Ab meine Erzeugerin in die Reihe all der Pontii Pilati, die mir schaden wollen, die mir ein Leben lang mit diesem Schuldspruch Schuld und Scham eingejagt hat, genau die uralte Masche, die Jonathan wie einen Tütenkasper hervorzauberte:

Die illustre AhnInnenreihe für ihn:

  • Meine Mutter
  • Meine Schwester
  • Spielkameraden
  • .
  • .
  • .
  • Jonathan

Das Leben ist Ansichtssache, die Arbeit ebenso und so erstmalig auf der Luftmatratze, plantschend auf dem Thunersee, verliere ich an einem WE ein kg Körpergewicht und ertrage meinen schmerzhaften Muskelkater, leicht hinkend desto tapferer, wie eine grosse Jagdtrophäe.

Es könnte sein, dass ich in Zukunft weniger Festtage alleine verbringen muss, bzw. will. Der Himmel öffnet sich und schliesst sich, ich vermute, der Chor der Engel übt noch ein bisschen, beim fünften und fünfundzwanzigsten Takt fiel das Trompetenputenenglein mit einem Höchstton auf.

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Suchtkranke brauchen ihre Co-Abhängigen

Gott sei Dank bin ich nicht mehr Co-abhängig:

Meine Mutter war so lange ich sie kenne, magersüchtig. Der Preis für mich war und ist hoch, gmäss CH-IV habe ich ein sog. Geburtsgebrechen, ich habe eine Cerebrale Parese.

Mit 20 war ich damit durch im Grossen und Ganzen, unglücklich, unzufrieden. Verliebt, naiv und total co-abhängig heiratete ich, was in den Augen der Welt ehrenhaft ist, einen zukünftigen Multimillionären und ebenso zukünftigen Professoren, in meinen Augen ist und bleibt er suchtkrank, workoholic.

Immer noch naiv und völlig co-abhängig heiratete ich meinen zweiten Suchtkranken, einen Alkoholiker. Meine Menschwerdung gelang mir in einem ersten Schritt, ich ging zur Selbsthilfegruppe für die Angehörigen der Anonymen Alkoholiker. Was mir nicht klar war ist, dass ich längst ein kPTBS hatte, welches von der gesamten Ärzteschaft inklusive Fachrichtung Psychiatrie standhaft ignoriert wurde.

Einen Zacken zugelegt habe ich durch meine eigene Suche nach hilfreicher Traumabehandlung und die Schrecken der Vergangenheit lassen sich in meinem Leben vertreiben, von Woche zu Woche mehr.

Wenn ich heute Sucht wittere, weiss ich, dass ich sowieso ds Dubbeli bin und je eher ich MEINE Haut retten kann, desto besser. Als Nichtpsychiaterin bin ich für Suchtdiagnosen nicht zuständig und lehne jede, jegliche Haftung ab.

Zu meinem grossen Glück habe ich eine sehr versierte, erfahrene, schnellstens rechtlich unter Vertrag zu nehmende, neue IV-Assistentin.

Ich löse fortlaufend die Probleme, die mir mein Schicksal stellt mit grosser Bescheidenheit, Fachkompetenz, sozialer(!) Kompetenz und Bravour. Weil ich nicht co-abhängig bin, kenne ich meine Grenzen heutzutage mit schlafwandlerischer menschlicher und göttlicher Sicherheit. Das ist für mich gut genug.

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