Psychiatrische Zwangsbehandlung

Der Name meiner Behinderung, Cerebrale Bewegungsstörung oder kurz CP, hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl: Genauso wurde ich in den 60er Jahren behandelt: Es galt, die fehlenden oder falschen Bewegungen zu lernen. In der Physiotherapie lernte ich, was mir fehlte. Aus heutiger Sicht betrachtet, ist dieses Modell sehr einfach. Natürlich waren die 60er Jahre eine Zeit des Aufbruchs und alles schien machbar. Sie ist der heutigen Zeit sehr ähnlich: Hirnforscher, NeurologInnen bestätigen, dass diese Sichtweise zu kurz greift.

CH Psychiatrie, Stand heute, reagiert mit Zwangsmassnahmen und damit für mich gesundschädigend. Mit fast 60 Jahren bin ich solches überleid.

5 Gedanken zu „Psychiatrische Zwangsbehandlung

  1. Liebe wieort,

    Zwangsbehandlung ist ein erschreckendes Wort und mehr noch eine erschreckende Tat.
    Mehr kann ich dazu nicht sagen, ich kenne die näheren Umstände nicht und auch nicht die rechtlichen Grundlagen in CH.
    Alles, was ich Dir im Augenblick geben kann ist mein ehrliches Mitgefühl! Ich denke an Dich und wünschte so sehr, Du könntest Dich an schönen Ereignissen erfreuen, so wie Du in Deinem letzten Beitrag berichtet hast. Erfreuliche Ereignisse braucht übrigens jeder Mensch, nicht nur ein Hirnverletzter! Das ist bei allen Menschen gleich, da macht die Natur keine Unterschiede.

    Was siehst Du, wenn Du aus dem Fenster blickst? Scheint die Sonne? Kommt Dich ein Vöglein besuchen? Schauen die Schneeglöckchen schon aus der Wiese?

    Ich wünsche Dir einen schönen, erhellenden Augenblick, liebe wieort!
    Verzage nicht, alles wird gut …

    Herzlich, Eliane

  2. Ich kommuniziere gerade mit dir, wenn ich in meinen Laptop schaue. Zwang = falsche Mrdis und Gewaltanwendungen plus Isolationshaft wie ein politischer Gefangener, OHNE die politische Anerkennung von Fans.

    Skype funktioniernt nicht mehr und ein Dubbelispiel noch nicht und mit soviel Valium intus habe ich kein Spastizität mehr, komme natürlich NICHT zur Ruhe und meine fehlenden Hirnzellen wachsen logischerweise nicht nach.

    Wetter: Winterlich und PZM Gebäude als Aussicht.

  3. Hallo wieort,

    Hast Du wenigstens Radio und Fernsehen im Zimmer? Du könntest auch am Laptop einen Film anschauen aus irgendeiner Mediathek. Das mache ich manchmal, wenn bei mir am Land der Senderempfang nicht funktioniert und statt eines Bildes nur Pixelhaufen über die Mattscheibe tanzen. Dazu brauchst Du nur die Internetverbindung, und die hast Du ja zum Glück! Ich kann mir aber gut vorstellen, daß Du bei so viel Valium ganz lahm und müde bist, die innere Ruhe aber trotzdem nicht einkehren will. Kannst Du lesen? Hast Du Bücher in Deiner „Zelle“?

    Wenn da gar nichts ist, das Dich erfreuen könnte, dann bleiben immer noch die Gedanken, sie sind frei und niemand kann sie Dir nehmen oder sie in Fesseln legen. Laß die Gedanken fliegen, schicke sie zu den Tulpen nach Holland oder ans Nordkap, oder hinauf in die Wolken, laß sie tanzen mit den Schneeflocken!

    Ich male Dir ein buntes Bild für Deine Fenster … lila Tulpen, weiße Hyazinthen, dottergelbe und dunkelrote Ranunkeln, dazwischen sattgrüne Blätter vom Buchs, und in die Mitte hinein eine rosarote Rose.

    Herzlich, Eliane
    ❤️

  4. Ich habeoft kalt und dusche warm und habe einemedizinische Fettungscreme mit der möglichkeit das Wasser aus meinen Beinen Richtung Herz zu streifen. Noch hat mich kein männlicher „Pfleger“nackt erwischt, was mir unendlich peinlich wäre. Valium entspricht fast 20 mg. – Die spinnen, die Römer!
    Ja, die Tulpen sind ein Traum von mir in Holland, Mondschau als Wohnort und in Zollbrück, CH eine 120m Quadrat Wohnung, mit der Möglichkeit meine Katze und meine Mobiblien mitzunehmen. Den WoWa in der Lenk, Warenwert ca. 120*000.SFr. habe ich momentan auf Null abgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft soll sich darum kümmern.

    Ich will frei haben und mein restliches leben echt geniessen können. – Wer mir in meinen ersten 60 Jahren geschadet hat, kanndas mit der Staatsanwalt klären. Die ewig gleichen dummen Ausreden langweilen mich endlos.

    Herzlich

    Wie

  5. Hallo Wie,

    Da bin ich wieder, erfreut, daß Du mir geschrieben hast! Wozu sich Deine wunderschöne Blogseite auch bestens eignet.

    Ich mußte lachen über die peinliche Vorstellung, von einem männlichen Pfleger nackt erwischt zu werden! Darf der denn ohne Anklopfen und Abwarten Deines „Herein“ überhaupt eintreten? Ich nehme an, daß Du keinen Schlüssel hast zum Absperren. Kannst Du Dein Zimmer fallweise auch verlassen?

    Mir geht es heute auch so, als hätte ich 20mg Valium geschluckt. Habe ich aber nicht, auch nicht 0,2 mg. Ich hatte bloß eine ziemlich schlaflose Nacht und mein Kopf mag das gar nicht, wie Du weißt. Morgen ist bestimmt alles wieder in Ordnung.

    Sag mir bitte, wo ist denn Deine Katze jetzt? Hast Du sie bei Dir? Eine dumme Frage, nicht wahr? Wie kann ich so etwas überhaupt annehmen, daß Du sie bei Dir haben könntest … aber – warum eigentlich nicht?

    Genug für heute, was Gescheiteres fällt mir nicht mehr ein, bin zu müde. Es hat mich aber gefreut, ein wenig mit Dir zu plaudern. Ich wünsche Dir eine gute Nacht, und morgen einen Tag, der besser ist als der heutige, und übermorgen dasselbe, und so weiter und so fort, damit wird jeder Tag besser als der vorige!

    Herzlich,
    Eliane
    ❤️

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