Bekehrte Stille

Heute ist auf unserer Station ein Wunder geschehen: Stille ist eingekehrt. Da sitzen wir nun zusammen, wir vereinzelten Schäfchen, total überrumpelt, verhalten begeistert und verstehen die Welt nicht.

Könnte es sein, dass die Menschen, die illegale Substanzen konsumieren, etwas verteilt wurden? Und weil höchstwahrscheinlich „ja“ rase ich gleich in unser Wohnzimmer und flüstere mit MitpatientInnen eine kleine Runde. Solange die Ruhe anhält, will ich sie nicht verpassen.

5 Gedanken zu „Bekehrte Stille

  1. Das Gegröhle eines ungepflegten Menschen, der stiehlt und ständig illegale Drogen zu sich nimmt und sie verteilt ist nicht so poetisch, liebes Mitmonsterchen. Manchmal gelingt mir die mentale Flucht nicht, weil ich mich über die Dreistigkeit der TäterInnen und Faulheit der Institution aufrege und die Diagnosen lauten reihenweise Psychose. Nie wollte ich lernen weder was eine Psychose ist noch wie Angegörige damit am konfliktfreisten damit umgehen,
    Ich schreibe hier lustig, um meiner elendiglichen Gegenwart zu entfliehen. – So, nach der Ziggi bitte weiterschlafen.

    • Ja, das weiß ich doch, liebe WieOrt!
      Du hast das wunderbar formuliert im Eingangstext! Und es ist gar nicht lustig …

      Bewahre Dir den Humor, solange es Dir möglich ist. Ich meine, das ist gerade das Wunder, daß Du so damit umgehen kannst. Ich begleite Dich ein wenig dabei, der elendiglichen Gegenwart zu entfliehen, und hoffe mit Dir, daß sich die Tür bald öffnet!

      Herzlichst,
      Hannelore

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