Daumen drücken bitte

Morgen werde ich meinen alten Trompetenlehrer treffen und habe schon heute Bammel:

Aus mir unerklärlichen Gründen hatte ich zu ihm zu grosses Vertrauen. Mit den Jahren sprachen wir ab und zu über all den Wahnsinn, den ich erlebe. In einem Mail hat er sich abgegrenzt und seine Bedingungen für weiteren Unterricht aufgelistet. Allein wenn ich sie lese, verschlägt es mir den Atem und es ist klar, dass ich Lehrkraft wechseln muss.

Morgen möchte ich Haltung bewahren können, obwohl ich traurig bin. Das ist eine meiner Schwierigkeiten, wenn ich ihn sehe, dann drückt mein Körper meine Gefühle aus, was mir sonst ausserhalb meiner Wohnung nie passiert.

Also bitte Daumen drücken, dass ich diesen schwierigen Termin möglichst tränenlos über die Bühne bringen kann.

Ein Gedanke zu „Daumen drücken bitte

  1. Nein, Du Liebe, nein! Verstelle Dich nicht, sei Du selbst und wenn die Tränen laufen, schäme Dich ihrer nicht! Sag ihm doch, wie wichtig Dir der Unterricht ist und wie es Dir mit seinen Bedingungen geht. Der Unterricht ist eine geradezu intime Kommunikation, wenn er Dich nicht so annehmen kann, wie Du eben jetzt bist, dann wird diese künftige Kommunikation eine reine Qual. Du wirst Dich nicht lange verstellen können, dann wird das Lügengebäude zusammenkrachen und Dein Schmerz wird größer sein als morgen, sollte er Dich ablehnen.

    Du kannst nur gewinnen, wenn Du authentisch bleibst, glaube mir das, bitte!

    Ich drücke Dir die Daumen, daß es Dir gelingt, sein Herz zu berühren mit Deiner Offenheit!

    Herzlichst,
    Eliane

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