Folter verzeihen können?!

Es gibt Menschen, die schreiben zumindest in Büchern, dass sie den Folternden verzeihen können. Das kann ich nicht, das habe ich nie gekonnt und strebe es nicht mehr an. Wozu soll ich mich mit einem Ziel unglücklich machen, das ich vermutlich nie erreichen kann?

Die Definition von Folter kann jedeR selbst googeln. Zufügung von wiederholtem Schmerz, dem das Follteropfer nicht entrinnen kann, gehört dazu. Ich war damals zwei Jahre alt, als meine tägliche Folter begann. Ob ich am WE frei hatte, weiss ich nicht mehr, zu klein war ich.

Oft realisiere ich an meinen Reaktionen, an meinem Verhalten, dass mich dieses Erleben geprägt hat und zwar nicht zu meinem Vorteil. Ich kann jederzeit perfekt dissozieren. Ich habe mich jahrzehntelang gefragt, wo ich das bloss gelernt habe. Logisch, dass ein Kind in eine Fantasiewelt abtaucht,wenn es unerträglichem Schmerz ausgesetzt ist.

Für die Täterinnen habe ich im besten Fall teilweise Verständnis: In den 60er Jahren war diese Art der ärztlichen Behandlung üblich. Warum die Erwachsenen gegenüber kindlichem Schreien immun waren, verstehe ich nicht. Verständnis ja. Verzeihen nein. Vergessen nie.

Logisch ist Thema Folter in der CH tabuisiert, was dazu führt, dass zumindest ich jahrzehntelang stumm war. Das ist in der CH üblich. Wem Unrecht geschieht, der wird zusätzlich klein gehalten, damit ja kein Unrecht an die Oberfläche kommt.

Bspe.: Verdingkinder, ledige Mütter, KESB und ihre Vorläuferorganisationen….

Ein Gedanke zu „Folter verzeihen können?!

  1. Gerade suche ich nach fundierter Traumatherapie in meinem Wohnort. Depression kann eine mögliche Antwort auf Trauma/Traumatas sein.
    Weiterer Kommentar überflüssig!

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