Rauchstopp

Da ich wieder Trompete spielen will. steht ein Rauchstopp an. Ich habe den Glimmstengelvorrat ausgehen lassen, hätte zur Not noch anderes Rauchmaterial und bin seit heute Morgen früh, trotz Nikotinersatz am Leiden. Ich beobachte mich, ob meine Gedanken normal sind für einen Rauchstopp. Ich will nicht in einen unkontrollierbaren Entzug geraten. Das es unangenehm ist, ist klar. Da muss ich durch, aber bitte schön geordnet.

Es ist nicht mein erster Rauchstopp. Immer, wenn ich so richtig angeödet bin mit meinem Leben, beginne ich zu Rauchen. Die Belohnung im Gehirn, die durch das Rauchen ausgeschüttet wird, ist gerade in miesen Lebensphasen angenehm und obwohl NichtraucherInnen das Gegenteil behaupten, kenne ich keine einfachere Belohnung als eine Zigarette.

Nur wenn frau ins Altersheimm kommt, darf sie nicht mehr Raucherin sein. Es wäre sehr mühsam, abhängig vom Pflegepersonal zu sein, das einem zum Rauchen an die frische Luft setzt. – Hier ist es garstig kalt, vor einigen Tagen sogar mit Niederschlägen.

2 Gedanken zu „Rauchstopp

  1. Guten Abend, liebes Grünmonsterchen!

    Das klingt gut, was ich hier lese! Wenn Du Lust auf andere Belohnung hast als jene vom Gehirn, die von der Zigarette kommt, dann scheinen sich die miesen Lebensphasen verabschieden zu wollen! Du schaffst das, die Trompete winkt! Wunderbar.

    • Schöne Musik, ich liebe die Trompete.
      Vom Entzug sind die ersten 24 Std. geschafft. Wenn ich davon keine Depri kriege, ist das Schlimmste überstanden. Ich drück mir die Daumen, dasss ich nicht vom Rauchstopp in eine Depri rassle.

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