Bluff

Mein Haupthobby ist Töpfern seit ich 20 Jahre alt bin. Ich besitze eine kleine Töpferei, bestehend aus elektrischer Drehscheibe mit Drehtellern, einem Pult mit Gipsplatten um geschlämmten Ton zu trocknen zwecks Wiederverwendung, einem fahrbaren Trockengestell, einigen Büchergestellen, etlichen Glasurzutatenpulversäcken und natürlich einem kleinen Töpferofen.

In der Vergangenheit habe ich für mich getöpfert, für Geschenke, wenig auf Bestellungen und zwei Kirchgemeinden haben von meiner Töpferei ihre Abendmahleinzelkelche. Darauf bin ich ein bisschen stolz.

Ich denke es sind mindestens 2 bis 4 Jahre, dass ich nicht mehr getöpfert habe. Ich konnte einfach nicht mehr, obwohl ich es gern getan hätte und es finden sich immer Menschen, die an den Töpfereien Freude haben. Vor dem Umzug war es ein seriös diskutiertes Thema, ob ich die Töpferei liquidieren solle, weil ich sie eben nie mehr gebraucht habe. Es ist eines, krank sein zu müssen oder behindert oder fehlbehandelt. Es ist dann etwas ganz anderes die Töpferei liquidieren zu müssen, obwohl ich altersmässig überhaupt nicht soweit bin. Solches hätte mich zusätzlich kaputt und krank gemacht. Also habe ich die Töpferei bei mir belassen.

In meiner neuen Wohnung steht sie ganz unschuldig im grössten Zimmer. Mein Assistent hat alles gewaschen und ich habe sie bis heute nicht beachtet.

Aber heute, heute Bluff sei Dank habe ich zwei kurze Töpfersessionen gehabt, habe zwei Tassen gedreht und das ging auf Anhieb. Echt, manchmal ist das Leben freundlich zu mir. Bitte morgen nochmals.

 

 

4 Gedanken zu „Bluff

  1. Hallo Grünmonsterchen,

    Das sind ja wirklich gute Nachrichten, Du töpferst wieder! Herrlich! Weißt Du noch, was Du mir damals mitgebracht hast bei Deinem Besuch auf dem Land? Eine wunderschöne von Dir getöpferte Vase. Ich freue mich noch immer sehr darüber.

    Ich habe ja auch einmal getöpfert in meinen jüngeren Jahren, da war ich aber schon verheiratet. Mein Mann hat mir die schönsten Stücke immer „abgeluchst“, sodaß ich heute kaum noch was bei mir habe. Ich verwendete aber keine Töpferscheibe, hatte auch keinen Ofen zum Brennen, ich war bloß in einem Kurs, wo wir die Stücke aus Tonwürstchen mit den Fingern formten. Glasiert haben wir auch, aber gebrannt wurde alles im Brennofen des Kursleiters. O ja, ich hätte mir damals auch eine eigene kleine Werkstatt gewünscht, es war so beglückend, die Vasen, Schalen, Schüsseln, und sogar Figuren herzustellen. Deshalb finde ich es großartig, daß Du Deine Töpferei „gerettet“ hast. Und Dank sei Bluff! (Jetzt weiß ich, wie Dein Assistent heißt.)

    Herzliche Grüße an die Töpfermeisterin!
    Eliane

  2. @ Eliane

    Ich schmunzle: Bluffen heisst in der CH gross angeben. Das ist kein Männername. Ich bin wie ein Westernheld aus dem Kino in die Töpferei gegangen und habs denen mal gezeigt. Zu erwarten gewesen wäre, wenn ich drei, fünf neun Monate hätte üben müssen, bis ich ein Gefäss wieder hochziehen kann. GsD konnte ich es auf Anhieb.

    Mein Assistent heisst Jonathan.

    • Ha ha, jetzt lache ich laut!
      Bei uns in Österreich heißt Bluff dasselbe wie bei Euch in CH. Da Du geschrieben hast, Bluff sei Dank, kam ich auf Deinen Assisenten … Na sowas, bin ich doch tatsächlich hereingefallen …. Das war der Bluff!
      Alles Liebe,
      Eliane, die so gar kein Talent zum Bluffen hat! 😊😊😊

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