Vollpfosten mit Meute

Gut, ich habs getan. Ich bin in die Stadt mit dem Tram auf den Weihnachtsmarkt, um ein Glas Glühwein zu trinken. Das habe ich alles getan beim Münster. Alles ist schön und gut, ich habe mir sogar gedörrte Tomaten und Pesto auf einem Samstagstrassenmarkt erstanden. Dann gehe ich am Zytgloggen vorbei Richtung Käfigturm und da ist es passiert, auf der Höhe des Marktgassmigros. Ein Mann rammt mich mit seinem Einkaufswägeli, das so lang ist, dass ich mehrere Schritte lang gerammt werde und fast hingefallen bin. Der Mann entschuldigt sich flüchtig, ich gebe zurück, ich sei behindert, er fragt nicht einmal, ob ich einen Schaden von seinem Verhalten davongetragen habe. Ich denke total verängstigt und konsterniert an den Oberschenkelhalsbruch, dem ich knäppstens entronnen bin, beeile mich und tippe den Mann an der Schulter, um ihm die Gefährlichkeit seines Tuns vor Augen zu führen.

Da kommt die Meute ins Spiel. Sie beobachtet mich und greift mit übeschäumender Einbildung für ihre Selbstgerechtigkeit ein: Der Mann habe sich entschuldigt und ich hätte kein Recht…… Ich wiederhole nochmals schreiend, wie gefährlich das gewesen sei und wie knapp ich einem Oberschenkelhalsbruch entronnen sei.

Und mit raschem Schritt entferne ich mich. Vermutlich kommt da der liebe Gott ins Spiel.

Es ist kurz vor Mittag und ich gehe in ein Restaurant essen. Leider sehe ich von meinem Sitzplatz aus zwei Polizisten. Was leide ich vor Angst, dass ich abgeführt werde. Mein Kopf ist ausser sich und durch keine Intelligenz der Welt zu beruhigen.

Jetzt bin ich zuhause und hier fühle ich mich zu meinem Glück sicher und hier will ich jetzt ganz langsam zur Ruhe kommen.

Ein Gedanke zu „Vollpfosten mit Meute

  1. Ich habe ein Beschwerdemail an die Polizei verfasst. Ich bin in solch einem Ausmass traumatisiert, dass ich wissen will und muss, ob ich alleine die Stadt Bern betreten kann oder ob das für mich zu gefährlich ist, ich beim geringsten Problem von der Polizei in die öffentliche Psychiatrie verfrachtet werde für mindestens drei Monate, nur weil ich behindert und spastisch bin und an einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung leide.

    Die CH soll angeblich ein Rechtsstaat und eine Demokratie sein. Ich fühle mich wie ein politisch verfolgter Flüchtling. Um nicht in der Psychiatrie inhaftiert zu werden, muss ich……….. beachten. In der öffentlichen Psychiatrie herrscht medikamentöse Zwangsbehandlung, herrscht Gewalt. Ich hatte nie soviele blaue Flecken wie im Frühjahr 2017 als mir die Pflege und die PatientInnen Gewalt antaten. Damals konnte ich nicht laufen, weil ich vom Cerebralparetischen Schub so geschwächt war. Ich musste in der Psychiatrie auf dem Boden rumkriechen und bekam KEINEN Rollstuhl. Diesen Skandal werde ich mit der Ombudsstelle dem betreffenden Oberarzt ins Gesicht sagen. Oft muss ich darüber nachdenken und frage mich, wie mir jmd. das antun konnte: Eckelhaft, demütigend, schweinedreckig insbesondere die Bodendecke zum Garten, stehend vor Dreck, Drittweltland. Der Terrassenboden nach der Schmutzschleuse war bedeckt von Kaffeeresten, frischer oder eingetrockneter Spucke, kurz dort landete alles auf dem Boden, was frau sich vorstellen kann. Abstossend, ecklerregend. Ich wäre bestimmt krank geworden, wenn mein Immunsystem nicht so stark wäre, wie es ist.

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