Rache zum III. und IV.

Okay, ich habe viel erlitten, unsäglich viel und dann waren die lieben Mitmenschen, die meine Situation ausgenutzt haben:

Über ein Jahrzehnt habe ich zusammen mit meinem ehemaligen Versicherungsberater zusammengearbeitet. So langsam veränderte sich unsere Geschäftsbeziehung von nur geschäftlich zu privat. Er war ganz klar ein ungebildeter Landjunge, Erstausbildung Koch, sehr jung verheiratet mit einer verständnis- und liebevollen Frau, fast im Kindesalter zweifacher Vater, sportlich ziemlich fit. Er sah meiner gesundheitlichen Entwicklung zu, ich schwieg, wenn es mir schlecht ging und alberte mit ihm rum, wenn es mir gut ging. Im Frühjahr 2017 wurde ich zwangshospitalisiert. Post, Rechnungen bezahlen sind in der Zeit ein Riesenproblem, er bot an, dies für mich zu machen. Irgendwann hatte die KESB ihren Starauftritt und wiederum war der Versicherungsfachmann zur Stelle und versicherte, dass er meine Administration im Griff habe.

Als meine alte Wohnung geräumt werden sollte, bat ich ihn, mir eine Umzugsfirma zu empfehlen. DAS TAT ER. Ich war bei miserabler Gesundheit und schwieg.

Im Januar 18 wurde ich wieder zwangshospitalisiert. Ich denke es war bei diesem zweiten Aufenthalt, dass er mich um 15`000.- SFr. Bürgschaft bat. Ich war im Spital, ich war krank, ich war allein und abhängig, es ist etwas vom Schäbigsten, was mir von letzt passiert ist. Heute habe ich die Vollmacht für meinen Anwalt unterschrieben, damit er in dieser Sache aktiv werden kann.

Und die geneigte Leserin ahnt es schon, erste Schritte sind eingeleitet, dass die Umzugsfirma zumindest für einen Teil des von ihr verursachten Schadens gerade stehen muss. Den entsprechend unfreundlichen Mailverkehr sollte ich hier veröffentlichen: Die Geschäftsinhaberin kann nicht einen Satz fehlerlos formulieren, hat natürlich keine Schreibkraft und macht sich damit echt zum Deppen. Auch der Versicherungsfachmann kann als Versicherungsfachmann(!) nicht buchstabieren. Er schreibt z.B. meinen Vornamen ewig und immer falsch. Und diese beiden erwarten für sich selbst ein besonders hohes Lohnniveau!

 

2 Gedanken zu „Rache zum III. und IV.

  1. Mein Wohnungsinhalt wurde damals eingepackt und in ein Lager gebracht. Erst diesen Herbst holte eine andere Umzugsfirma, empfohlen von zwei Sozialdiensten, die eingelagerte Ware und richteten damit meine neue Wohnung ein. Sie half beim Kistenausspacken. Gegenüber dem Einpacken und Einlagern ist der einzige Unterschied das Putzen meiner alten Wohnung, 3 1/2 Zimmer und die Übergabe dieser Wohnung. – Bitte alle sich hinsetzen. – Die alte Umzugsfirma hat 7`000.- Franken für Reinigung und Umzugsmaterial berechnet. Natürlich stand das nicht so auf der damaligen Offerte, aber das ist die Preisdifferenz vom Jahr 2017, Einpacken, Einlagern und Putzen, zum Jahr 2018 im Lager holen, Auspacken, Aufstellen.

    Echt, diese beiden haben mich genossen. Unnötig zu erwähnen, dass das sog. Lager kein Lager war, sondern die Halle einer Speditionsfirma, viel zu feucht und im Winter viel zu kalt. Meine Stilmöbel haben logischerweise allein durch die unsachgemässe Lagerung Schaden erlitten. Mein ehemaliger Versicherungsfachmann weiss haargenau, wie hoch mein Hausrat versichert ist. Als ich das „Lager“ sah, bin ich fast in Tränen ausgebrochen.

    • Fehlüberlegung. Um fair zu sein, muss ich mitberücksichtigen, dass die alte Wohnung im ersten Stock lag ohne Lift. Das Umzugsgut musste die Treppen runtergetragen werden. Ich erinnere mich nicht, dass ein Balkonlift zum Einsatz gekommen wäre.
      Bleiben dann 6000.- SFr. Differenz?

      Hier wohne ich im 5. Stock mit Lift. Da ist der Aufwand wohl geringer, obwohl die Ware rauf und nicht runter musste und der Lift Wartezeiten macht. Der ist nicht ständig am richtigen Ort.

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