Vor der eigenen Türe wischen

Für die lieben MitleserInnen aus dem grosssen Kanton und jenseits der östlichen oder westlichen Grenze – Geographie ist meine Stärke nicht – wischen heisst auf Althochdeutsch kehren.

Heute war ich zu Fuss einkaufen. Das ist geographisch ideal, praktisch leider nicht, weil ich keine Ahnung habe, wieviel Gewicht ich zu Fuss schleppen kann. Also fasste ich einen genauen Plan, wie wenig ich einkaufen wolle. Im ersten Geschäft traf ich den Hauswart meines Blocks, einen älteren Herrn, und bot ihm das Duzis an. Ich ging weiter in ein zweites Geschäft. Als ich zurück bei meinem Block war, versperrten drei Rollstühle den Weg zum Eingang, einer davon der Hausmeister. Scheinbar waren die drei in ein längeres Gespräch verwickelt. Sofort machten sie mir höfllich Platz, ein kleiner Scherz und ich konnte die Eingangsschiebetür mit dem Schlüssel öffnen. Das ist was vom Bequemsten an meinem Behindertenblock, die selbstöffnenden Türen.

Nach dieser angenehmen Begegnung habe ich an meine frühere Wohnsituation gedacht. NachbarInnen, die darauf aus waren, dass es mir schlecht ging, die neidisch und schadenfreudig waren. Warum bloss habe ich mir das 10 Jahre lang angetan. Das war unaushaltbar. Hier kehrt jedeR vor seiner Türe und für alle ist es angenehm.

2 Gedanken zu „Vor der eigenen Türe wischen

  1. Hallo du Violettmonster

    Ist Weihnachten was zum Essen? Was für eine doofe Erfindung. Indiskret deine Frage, wenn ich gerade mit meinem Assistenten telefoniere und mich über Gott und die Welt unterhalte.
    Jetzt wo ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich seit dem Jahr 88 weihnachtstraumatisiert bin. Ich sah damals meinen Vater zum allerletzten Mal und die Atmosphäre war beklemmend oberflächlich. Ich habe es kaum ausgehalten und bin früh gegangen mit meiner damals kleinen Tochter. Seitdem läuft immer der gleiche grässliche Weihnachtsfilm ab in meinem Kopf.

    • Früher, viel früher habe ich am 24. am Abend auch gearbeitet. Das hat das Problem gelöst. Seit 2004 arbeite ich nicht mehr. Ich habe immer geschaut, dass ich irgendwo unterkomme. Unter anderem bei einer lieben Person, die wir Monsterchens kennen. Sie kam zu mir in einem Jahr und wir haben zusammen gefeiert. Dieses Jahr bin ich erstmalig alleine. Ich bin zu müde um auf andere Menschen einzugehen. Mo, Mi, Fr muss mein Assistent arbeiten. Also denke ich, kann es nicht zu grässlich werden. Wenn wir an diesen Tagen zwei Std. Party machen und am 23. haben wir Geschäftsweihnachtsessen mit Konzert(!), dann sollte es gehen. Hoffentlich trägt mich die Konzertmusik, mein ehemaliger Trompetenlehrer, über die Weihnachtsfesttage.

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