Peter A. Levine

Ein Buch von ihm steht seit Jahren in meinem Büchergestell. Thema Trauma. Nun ist es eine unbefriedigende Sache über ein Thema nur zu lesen oder eine Sache tun zu können. Wenn ich über etwas lese, kann ich es noch lange nicht tun. Als Schweizerin kommt mir das Skifahren in den Sinn. Da kann ich beliebig viele Bücher darüber lesen und ich kann keinen Meter weit fahren. So ist es mit einem Traumabuch, das mich nie enttraumatisiert. Peter A. Levine vertritt eine Methode, die interessant, originell ist, aber nicht die, nach der ich arbeite.

Gemeinhin wird die Meinung vertreten, dass Haustiere, Hunde und Katzen sehr empfindlich sind auf ungerechte Behandlung. Mit Levine im Kopf beobachte ich meine Katze. Jedesmal, wenn es ihr zuviel wird, schüttelt sie sich, dann weiss ich, das war zuviel. Übrigens will Spix noch immer nicht ins Treppenhaus, auch wenn die Wohnungstür offen ist. Ich warte und dränge sie nicht. Aber verstehen tu ich ihre Scheu nicht. Ich denke immer das arme Wohnungskätzchen hätte etwas mehr Auslauf.

Ja, ja Traumatas,es gibt sie aber kaum einer will was darüber wissen und noch weniger wollen Traumatas heilen. Das ist sehr grausam, wenn man bedenkt, dass sich hinter jeder Depression ein Trauma verbergen kann. Und was macht die Ärzteschaft? Sie behandelt falsch und chronifiziert die Depressionen und andere Traumasymptome.

3 Gedanken zu „Peter A. Levine

  1. Vielleicht habe ich das zu knapp beschrieben: Wenn Tiere sich schütteln, dann schütteln sie das Trauma ab. Wenn Spix etwas nicht in den Kram passt, dann schüttelt sie sich. Also ich kann genau sehen, wann sie nicht wohl ist. Das finde ich praktisch, weil ich möglichst möchte, dass Spix wohl ist. So lautet das Traumaverständnis von Levine. Von den Beobachtungen an Tieren hat er ein Traumaverständnis für Menschen entwickelt und daraus wiederum eine Traumatherapie.

    • Hallo, WieOrt,
      ich finde den Ansatz von Levine sehr plausibel. Kannte ihn nicht. Tiere sind halt näher an ihrem Empfinden und können sich wohl noch instinktiv der Mittel bedienen, die ihnen angeboren sind. In einer Welt des Fressens und Gefressenwerdens geraten sie oft in tödliche Gefahr, die sie ja dann verarbeiten müssen. Und etwas abschütteln leuchtet mir ein.
      Wird heute oft empfohlen, um etwas Unangenehmes abzuschließen, abzuschütteln.
      Ich mache es rituell, sobald ich meinen Platz am Notfalltelefon einnehme: alles Persönliche abschütteln, um ganz für den Anrufer dazusein.
      Lg Filippa

      Falls die Musik bei dir an den Feiertagen nicht ausreicht: Ab Mittagszeit 1. Weihnachtstag schau ich ab und zu hier rein. Habe nämlich „frei“, Sohn und Schwiegertochter sind nur an Heiligabend da, bis ich zum Dienst fahre.
      Gesegnetes Fest…schon jetzt für dich!

      • Danke für dein Angebot Filippa. Ich schaue ganz bestimmt auch ab und zu rein. 25. Dez. bin ich alleine. 26. Dez. kommt der Assistent für zwei Std. und dann wieder am Freitag. Er ist am Mo, Mi, Fr da, muss auch an Feiertagen arbeiten. Am Fr sind wir in der Kletterhalle, ein Desaster punkto meiner Kletterfähigkeit. Niemand spricht mir zu, dass ich je wieder 5a vorklettern kann. Im Moment kann ich gar nichts klettern, nicht einmal ein 4a. Die Halle ist mir zu hoch, ich klettre nur bis in die Mitte querbeet durch alle Farben, dann kriege ich wider alle Vernunft „Höhenangst“. Meine junge, liebevolle Physio hat mich umarmt als sie mich zum erstenmal sah. Ich hatte sie vorgewarnt.

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