Sich selbst durchschauen

Es macht keine Freude, sich selbst kaum etwas vorlügen zu können. Ich wollte mit dem Rauchen aufhören. Soweit, so gut, so nett. Bloss wie habe ich das getan? Völlig stümperhaft und die Quittung habe ich längst und keine Ahnung, wie ich aus der Nummer einigermassen clever rauskomme.

Blenden wir zurück. Ich war in all diesen Institutionen total unfreiwillig und ganz klar gestresst. Dann kam ich endlich in meine Wohnung und zuerst wollte ich Gewicht zulegen, weil ich ein Notpolster für eine nächste Depression haben möchte. Sobald ich aus dem Altersheim raus war, klappte das und war anfänglich gewollt.

Nun hat sich an der Front die Lage völlig verändert dadurch, dass mein Traumatologe mich innerhalb einer Therapiestunde aus einer Depression herausholen kann. Das konnte ich natürlich weder wissen noch vorhersehen, dass Traumatherapie bei mir so gut anschlägt.

Mit dem Rauchstopp wachse ich nun munter und ungebremst in die Breite und das ist für mich körperlich absolut nicht von Vorteil. Ich sollte dringend in die Liga „Möhrchenknabberer“ wechseln.

Den zweiten Fehler, den ich beim Rauchstopp gemacht habe, ist so klassisch, dass er zum Schreien ist. Nach all den Institutionen in denen Alkohol verboten war oder im Altersheim viel zu teuer, habe ich in meiner Wohnung nachgeholt. Logisch kann ich nicht 1 1/2 Jahre oder wie lange es war Alkohol nachholen. Aber Alkohol hat den Platz der Belohnung(!) eingenommen. So muss ich weiterfahren und dann habe ich irgendwann ein Riesenproblem. Andere saufen sich um Kopf und Kragen und ich schaue mir wenige Monate zu und durchschaue mich.

Jetzt muss ich mir gut zureden, dass ich zuerst den Alkohol weglasse und dann die Kalorien bei der Nahrungsaufnahme reduziere. Ich denke, ich frage meinen Assistenten, der graphisch arbeitet, ob er mir Belohnungsplakate gestaltet für Gewichtsverlust, so alle zwei Kilos oder so.

Ein Gedanke zu „Sich selbst durchschauen

  1. Liebes Blaumonsterchen

    Beim Alkohol gibt es nur eines, keinen einkaufen. Ich suche nicht die Wirkung von Alkohol, dafür trinke ich viel zu langsam und viel zu wenig. Gerade wie ich schreibe, kommt mir in den Sinn, dass ich einen Fruchtsaft der Firma Michel besonders liebe. Ich kann mit Jonathan gucken gehen, ob ich den in meiner Umgebung finde oder ob wir in ein grösseres Geschäft gehen müssen. Es ist mit Kokosmilch und Ananassaft.

    Schockolade habe ich ausgehen lassen, jetzt sind noch die Erdnüsschen an der Reihe. Und Möhrchen knabbern ist nicht so dumm, wie es sich liest. Einfach ohne Dipp. Ob das geht?

    Meditation habe ich in verschiedenen Varianten geübt. Manchmal geht es und manchmal werde ich kribbelig.

    Liebe Grüsse

    Wie

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