Gegendarstellung zu PZM

Wir erinnern uns, ich hatte mich bei der Ombudsstelle für Spitalwesen gemeldet, um kostenlos meine Reklamation im PZM zu deponieren. Wurde gemacht und seit einigen Tagen liegt die überhebliche Antwort der Oberärzte vor. Eine Steilvorlage um das Messer reinzurammen und dazu habe ich alle Lust.

Faktisch habe ich in der CH das Recht zu einem Arztbericht meine Gegendarstellung zu verfassen und die MUSS den Akten beigelegt werden. Huuurrrrraaaahhhhh ich komme, formulieren, das kann ich.

PZM: „Unklar sind die Differenzen bezüglich der Gehunfähigkeit, die wir nie als derart drastisch gesehen haben, dass wir einen Rollstuhl zur Verfügung stellen müssen.“

Meine Antwort:

2. Gehunfähigkeit

Die Einweisung ins PZM 2017 erfolgte nach einem Cerebralparetischen Schub. Die Patientin war weitgehend gehunfähig, konnte nicht stehen. Oberarzt blablabla… verlangte von ihr auf einen Rollstuhl zu verzichten. Sie musste am Boden rumkriechen, welcher schmutzig und völlig ungepflegt ist. Um an Essen zu kommen, musste die Patientin ein zu schweres Tablett aus einem Wärmeschrank würgen und immer die Heizelemente weglegen. Die Oberärzte nennen das die eigenen Ressourcen mobilisieren. Die Patientin verlangt Menschenwürde und Inklusion.

 

Für unsereins, b. hatte mich besucht und die Zustände dort gesehen. Sie wies und weist mich darauf hin, dass die Nahrungsaufnahme für mich unzumutbar war. Sie hat mich ermuntert, ein Tablett fallen zu lassen, um permanente Hilfe zu bekommen bei der Essensausgabe. Die Pflegeleute pflegten sich in die Sofas hinzuflätzen während wir assen. Also die personelle Kapazität wäre absolut vorhanden gewesen, mir stets das Tablett auf den Tisch zu stellen. Ihre Faulheit pflegten sie mit diesem Ressourcensatz zu begründen. Voll ätzend.

Das ist nur ein Bsp. der ganze Text ist länger. Auf Englisch heisst dieser Prozess: „Eat your own words.“ Tja, wer Disteln sät, kann keine Sonnenblumen ernten!

Ich habe meine Gegendarstellung in dieser Nacht verfasst, weil ich armes Kerlchen nicht schlafen konnte. So wie sich mein Körper anfühlt, kriege ich kein Mittagsschläfchen. Wer hat ein Schlafhämmerchen?


 

Ich stelle bei diesem Thema fest, wie schlimm Traumatisierung und Retraumatisierung sind: All diese Zwangsmassnahmen sind traumatisierend und retraumatisierend, weil ich in meiner Kindheit schlecht behandelt wurde.

Sex: Natürlich hat es mich genau einmal erwischt. An dem Tag war ich leider nicht bei drei auf den Bäumen, sondern in einer kompromittierenden Situation. Auch wenn mir rational absolut nichts Schlimmes passiert ist, bin ich von der Situation, aus der ich mich befreien und retten konnte, ich kam nicht unter die Räder, traumatisiert.

Der ständige Druck zu wissen und zu spüren, da will mann etwas, egal von welcher frau, auch eine wieort kommt in die engste Auswahl, das war nur grässlich. Einerseits verstehe ich die zu lange weggesperrten Männer und andererseits verstehe ich mich, die sowas partout nicht will.

Mit dem einen Mann, dem ich lehrte mich als Mutter anzuschauen, hatte ich sehr guten Kontakt. Er war in einem gewissen Bereich der Schwächste und ich im körperlichen. Wir waren viel beisammen und streiften durch die Gegend, in dem engsten Rahmen, der uns gesetzt war. Gern hätte ich ihm geholfen, wenn ich gekonnt hätte. Aber in der Situation kann sich frau nicht einmal selbst helfen.

Was ich nicht weiss, ob ich meine gesamte Gegendarstellung anonymisiert hier einstellen will. Ich wäge pro und contra ab, bin grundsätzlich stolz über meine Formulierungen, weil ich mich wehre und nicht unterbuttern lasse.

2 Gedanken zu „Gegendarstellung zu PZM

  1. Hallo, meine Liebe!

    Da hast Du eine große Menge an Aufgaben berichtet, das kann in Stress ausarten, bitte sei vorsichtig! Umzugsfirma, Wohnwagen, Skischuhe, PZM, Kontakt zur ehem. Strassen-Frau, Anwalt, Tochter-Enterbung, … was sonst noch alles?

    Weißt Du was, Du bekommst sehr bald Dein Schlafhämmerchen – ich hab es schon gekauft, am Montag geht es zur Post! Es ist ein Zirbenkiefer-Öl fürs Schlafpölsterchen, 1 Tropfen genügt und Deine Nase streichelt Dich in den Schlaf.

    Für heute kann ich Dir nur empfehlen, Dinge zu tun, die Dir Spaß machen. Wenn Du schon keinen Schlaf findest, dann wenigstes oder unbedingt eine gut verbrachte Wachzeit.

    Ich überlege auch schon, welche Karten und Fotos ich ins Päckchen legen soll für Deinen Notfall-Rucksack! Hoffentlich greif ich nicht daneben ….

    Alles Liebe für Dich,
    Eliane

  2. Ich überlege ständig, ob ich ein Valium nehmen soll. Ich versuche mich mit CBD und Alkohol runterzufahren. Vermutlich beides zu niedrig dosiert. Noch kann ich nicht schlafen. Hoffentlich heute Abend.

    Ich habe den Blogartikel noch bearbeitet und erweitert, während du kommentiert hast. Sorry, ich entschuldige mich für diese, meine Unsitte.

    Der Übergang von Depression zu Nichtdepression ist punkto Schlaf und allg. körperlich immer hart, was die Freude darüber, aus der Depression zu sein, nicht schmälert. Aber der Übergang ist immer sehr plötzlich und anstrengend und wie du richtig schreibst, warten dann all die lästigen Aufgaben auf mich, die während einer Depression liegen bleiben.
    In den letzten Jahren waren die nichtdepressiven Phasen so kurz, dass ich meinem Leben hinterher gehechelt bin und nicht mehr zur Ruhe kam. Bei einer solchen Konstellation kommt frau aus der Krankheit nicht mehr raus.

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