Warum Sucht?

Wer arbeitet geht nach der Arbeit in die Kneipe und deshalb entsteht Sucht.

Immer nach der Schule werden die Kinder zusammengestaucht.

Die Morgenzigarette samt Kaffee ist ein tägliches Ritual.

Was behauptet info-rauchfrei? Klar, Verhalten ändern.

Der neue Arbeitsweg führt nicht mehr an der bekannten Kneipe vorbei. Mit Zielformulierungen und sonstigen Gedanken, die jederzeit verfügbar sind und im Notfall, also wenn der Suchtdruck steigt, zur Hand sind, wird geholfen.

Im zweiten Fall werden wohl die Kinder oder die Eltern abgeschafft. 🙂

Im dritten Fall weder Zigarette noch Kaffee, neues Morgenritual mit Tee.

Neurologisch betrachtet ist der dritte Fall für viele, v.a. WenigraucherInnen ein Unsinn. Sowohl Zigarette wie Kaffee senden muntermachende Botenstoffe an das erwachende Gehirn. Das tut der biologische Kräutertee wohl weniger. Also empfiehlt es sich dieses neurologische Bedürfnisse durch gesunde Nahrungsmittel, die Muntermacher sind, zu erfüllen. — Die Vielraucher tun gut daran Entspannungsrituale einzuüben. Immer gut Atem, warmes Bad, Spaziergang etc.

Punkt zwei erübrigt sich, aber vielleicht hat die Familie eine Chance, wenn die Eltern sich ändern und nicht bloss Rituale ändern und schwierigen Situationen ausweichen.

Wer alkoholkrank ist tut auch gut daran, sich selbst zu ändern.

 

Hinter der Sucht kann der verzweifelte Versuch der Selbstheilung stecken, z. B. Depression,Trauma…..

Ein Suchtentzugsprogramm wie AA und Al-Anon, das im Vorbeigang solche Tatsachen mitberücksichtigt, würde ich empfehlen.

Wer Tabak konsumiert ist klar süchtig und es geht um die neurologischen Botenstoffe, die können einfach ersetzt werden durch die passenden Nahrungsmittel. Wenn nur das Verhalten verändert wird, ohne die Neurologie mitzuberücksichtigen, sehe ich schwarz für den gewünschten Erfolg.

Ich bin automatisch gewohnt auf meinen Körper zu hören.


Zwischenbemerkung:

Rauchtechnisch bin ich im Rückfallmodus. Die Benzos versuche  ich abzusetzen mit einem – wo ist das Blaumonsterchen? – wunderbar riechenden Schlaftröpfchen, zu tropfen auf ein selbstgenähtes kleines Duftölkissen. Ich habe 50% mehr geschlafen, drei Std. statt zwei. Ich finde das einen wunderbaren Fortschritt. Heute war bei mir um 01 Uhr Morgen. Meine Morgenzigi ist mir für eine halbe Std, entgangen. Cool nicht? Es besteht noch Hoffnung.

Zudem gibt es nicht mehr Fertigzigis, ich muss sie drehen, was bei meiner Feinmotorik dauert.


 

Im info-rauchfrei Forum haben die Adminnicks und LotsInnen fast überbissen, wie wir sagen, wenn ich schrieb: Wenn ich rauchen will, rauche ich, wenn ich nicht will, rauche ich nicht. – Habe ich das Sagen oder die Sucht? Aber wer die Sucht künstlich aufbläst, kann dann logisch und genüsslich ein Riesenproblem lösen. Das muss immer ganz, ganz gross und gefährlich bleiben.

Einen Suchtentzug habe ich gewöhnlich dreimal pro Jahr, weil ich Benzoschlafmedikamente am besten vertrage. Unangenehm aber seit 14 Jahren machbar und nicht berücksichtigt die Versuche, die scheitern, weil meine Gesundheit nicht da ist, wo ich denke.

Ich sehe, ich muss dafür viel mehr Staub aufwirbeln!!!