Gesellschaft für Spix

Als Katzenmama überlege ich mir, ob Spix Katzengesellschaft in meiner Wohnung haben sollte. Durch extensive Katzenheimaufenthale ist sie Gesellschaft gewöhnt. Bei mir ist sie allein.

In meinem Katzenflüsterinnenbuch lese ich, wie gut ich als Katzenmama bin. Spix ist völlig problemlos, ist selbständig, ist lieb, ist verschmust, zeigt mir die Grenzen auf. Nur für sie würde ich die Mehrarbeit einer Zweitkatze auf mich nehmen. Nicht jedes Katzenkind ist so problemlos wie Spix. Ich verwöhne sie und sie verwöhnt mich.

Eine Zweitkatze müsste ich wochenlang hier in einem Separee halten, um sie kunstgerecht und laaaaaaangsam an Spix zu gewöhnen. Spix ist nachts Freigängerin. Sie kann Kontakt zu ArtgenossInnen aufnehmen. Wenn ich wieder lange krank wäre, ist eine Katze halb so teuer wie zwei. Katzen sind Territorialwesen. Spix ist vermutlich nicht unglücklich ihr eigenes Reich zu haben.

Vorläufig lass ich es mit der Zweitkatze. Ich gucke und beobachte weiterhin Spix. Meine menschlichen Gefühle muss ich nicht auf sie projizieren. Das ist nicht artgerecht.