Flüsterkatze

Mein Katzenflüsterbuch kommt aus den USA. Die dringende Empfehlung, eine Katze nur in der Wohnung zu halten. Ein Katzenrevier ist wesentlich grösser als eine Wohnung, trotzdem soll Katze drin bleiben. Die Zimmer sind für Kätzchen dreidimensional zu gestalten, so dass es nach Lust und Laune klettern kann. Das muss echt putzig aussehen, Stilmöbel und dazwischen Katzenbaum und der Wand entlang Katzentreppchen. Wie kann ich es wagen, meine Töpferteller und ein Bild an die Wand zu hängen? Völlig daneben, total falsch. Dafür soll ich mit einer Katzenangel mit Spix die Zeit vertreiben. Einfacher ist ein Scubidouschläuchlein und das Katzenspielzeug ist weg von meiner Hand und die blutigen Anfängerinnenfehler überwunden.

Spix kommt nach ihren Nachtausflügen zufrieden und müde nach Hause.  Klar ist die Gefahr durch den Verkehr und andere Tiere. Das finde ich, ist mein Problem und berechtigt mich nicht dazu, Spix einzusperren. Es geht mir darum, dass Spix ein erfülltes Katzenleben hat und nicht ich meine Bedürfnisse auf sie proijziere.

Ich denke, dass das Buch die eine oder andere Idee bringt, aber in seiner Gesamthaltung extrem ist. Eine Katze hat noch nie mit einem Menschen gesprochen. Also ist das Wissen Beobachtung und Mutmassungen. Das erinnert mich stark ans Töpfern. Wie frau eine nasse Töpferei von der Töpferscheibe nimmt, ist sehr unterschiedlich. Teilweise funktioniert für TöpferInnen, was der Schwerkraft spottet. So ist wohl Katze und Halterin im Idealfall ein Team ud die Katze grinst: Die hab ich gut erzogen!