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Irgendwas ist mühsam, bloss was?

Naive Menschen pflegen zu raten, Fachpersonen zu fragen. Leider taugt dieser Rat nichts, weil zumindest in meinem Fall bin ich die Fachperson. Ich habe alle wichtigen Diagnosen selbst gestellt. Sämtliche Fachpersonen haben versagt.

Also überlege ich, warum ich in keiner Depression bin, mich aber nicht wohl fühle:

  • An der Rauchfront kaufe ich seit gut einer Woche keine Zigaretten mehr. Das ist für einen Körper eine nicht zu unterschätzende Umstellung.
  • Bei meinen Medikamenten habe ich das erste auf Null zurückgefahren und bin am zweiten sehr vorsichtig am Zurückfahren. Leider findet sich keine Fachperson, die sowas begleitet, weil Fachpersonen nebst Fehldiagnosen auch maximale Medikation verschreiben. Das Zurückfahren ist heikel, insbesondere am Schluss, wenn es darum geht die letzten Reste eines Psychopharmakas aus dem Körper zu entfernen. Je weniger hoch die vorhandene Dosierung desto kleiner die Ausschleichungsschritte. Natürlich würde ich mich besser fühlen, wenn ich fachspezifische Begleitung hätte. Kriegen tu ich sie nicht und auch meine Hausärztin streikt. Sie kann ich heute Abend nochmals darauf ansprechen. – Wer Humor hat: Innerhalb von 6 Tagen ist frau auf der Dosierung, die ich gegenwärtig habe.  – Fürs Ausschleichen rechne ich mit Kleinstschritten von 14 Tagen fürs Zurückfahren zuerst in 6tel Schritten. Das kann ich hoffentlich über die 4 ersten 6tel. Dann werde ich das Tempo verlangsamen müssen. Wie genau muss ich mir überlegen. Ich habe in meiner Erfahrung, dass ich von jetzt auf gleich von einer wöchentlichen Dosierung von 6/6tel auf Null gefahren bin und die merkwürdigsten Erlebnisse eingestellt haben. Also was ich bis vor einer Woche täglich eingeworfen habe, war damals über eine ganze Woche verteilt, eine relativ geringe Dosierung und trotzdem kam die Katastrophe.

Wie geschrieben, es dauert 6 Tage um das Medikament hochzufahren, das PZM machte daraus eine Staatsaffäre von 3-4 Monaten plus anschliessender Inhaftierung in einem Altersheim. Es ist unvorstellbar, was sich die Medizin alles leisten kann, völlig ungestraft.

  • Mein Anwalt macht nicht vorwärts. Es ist mühsam zu entscheiden, wann ich warten und wann ich mich melden soll. Kein einziges Thema ist zum Abschluss gebracht worden. Ich finde es extrem langfädig.