frau kauft Ausstellungswein

Gestern hatte ich einen meiner wieotrschen Spontianfälle. Im Treppenhaus begegnete ich meinem Stockwerknachbarn über den Gang. Er wolle an die BEA. Ich sponti: Nimmst du mich mit? – Klar.

Wir hatten noch Aufgaben zu erfüllen und zur abgemachten Zeit holte er mich mit Swisstrack ab. Tramfahrt, Umsteigen, Tramfahrt, Tatort: Stadt Bern. Ticket kaufen, IVs sind GsD gratis. Rollstuhlzugang in die bekanntesten Ausstellungshallen Berns. Vorerst problemlos. Auffällig, PassantInnen weichen einem Rollstuhlgespann von zwei Metern in der Regel Null aus. Umwege, fluchen, schimpfen, Lust mit der Zugmaschine uneinsichtige Gegenmenschen umzufahren. Völlig eingeschränkt sowohl punkto Tempo, Swisstracks haben 14 kmh und sind wesentlich schneller als FussgängerInnen, Rücksicht nehmen und nochmals sich andauernd entschuldigen.

Irgendwann haben wir es geschafft und sitzen gemütlich am Weinstand seiner Wahl. Ich habe Null Weinvorrat und grosse Lust, mir solchen zu verschaffen. Ausstellungswein wird nach hause geliefert, die Schlepperei entfällt. Höchstes Interesse meinerseits, einzukaufen.

Ausstellungswein hat einen Riesenvorteil: Ich degustiere und dann kaufe ich genau den Wein, der mir schmeckt. Null Risiko Kochwein a 50.-  SFr. einzusammeln. Wir haben es gemütlich, lachen, degustieren und weden langsam lustig.

Ich melde mich hier, wenn mein Weinvorrat eingetroffen ist. Auf Voranmeldung ist jedeR willkommen. Wenn ich richtig rechne, zieren demnächst 30 Weinflaschen meinen Keller. Das reicht für den Anfang. Ein vernünftig gefüllter Weinkeller ist es noch lange nicht!