„Schlag“ juristisch/humorvoll

Ich bin nicht Juristin.

Ein Schlag auf die Brust einer amtierenden Amtsperson, eines Polizisten, wird logischerweise in einem sog. Rechtsstaat CH sanktioniert.

Unterhalten wir uns über den Begriff Schlag: Wie schlagig war der Schlag? Hart? Erlitt der Polizist eine gesundheitliche Beeinträchtigung? Wurde er durch diesen Schlag berufsuntauglich, evtl. lebenslang invalid? Nein, nicht so fest?

War es ein harter Schlag, der zu einem blauen Fleck führte? Musste er seine Brust an dem Ort medizinisch pflegen, mit schmerzstillender Salbe eincremen? Nein, nicht?

Hat es sich um einen von mir ungewollt inizierten Körperkontakt gehandelt auf Grund meiner Spastizität, die NICHT zu kontrollieren ist? Ist Spastizität juristisch strafbar, obwohl es sich um einen Körperdefekt handelt? Die Polizei sieht das anders?

Okay, wie hoch fällt die Busse aus? Wie teuer ist dieses, mein ungewolltes und teures Hobby? Was ich sehe das völlig falsch? Vier Monate Psychiatriehaft ist dieser Schlag allemal wert? Grundsätzlich, in jedem Fall, so sieht es das CH Gesetz vor?

Echt, ich wundere mich, dass die CH so wenige psychiatrische Anstalten hat und diese so leer sind.

Juristisch ist dieser Fall nie und nimmer zu halten, klar bin ich im Recht, zu dem ich ebenso klar nicht komme: Ein Rechtsverfahren ist für mich als Einzelperson viel zu teuer, ich kann es finanziell nicht stemmen und der Gegner, die Polizei ist Staatsmacht.

Was mir niemand nehmen kann, ist das schallende Lachen der königlichen Hofnärrin. Die Gedanken sind frei, singt Milva. Das gilt auch für die CH, eine sich selbst als demokratischen Rechtsstaat verstehende Demokratie.

Spätestens jetzt verstehen wir alle, waurm ich lieber blogge als schlage: Bloggen ist  vergnüglich, die CH Sanktion für einen Schlag definitiv unverhältnismässig viel zu hoch.


Rein juristisch, muss ein Schlag unabhängig von der Situation, in der er entstanden ist, immer gleich abgeurteilt werden. = Rechtsgleichheit, ein Gesetz, das für alle gilt, sämtliche BürgerInnen und BewohnerInnen in diesem Fall der CH.

Wenn ich zufällig am falschen Tag, zur falschen Zeit in der Altstadt von Bern bin, sehe ich diese grauen Polizeikleinstlaster, vorne mit dickem Gitter geschützt. Überall ist Polizei in Vollmontur aufgestellt mit durchsichtigen Schutzschildern und Helmen. Eine bewilligte oder unbewilligte Demo muss unmittelbar bevorstehen. Stets bin ich ahnungslos, eile zur erstbesten Polizei und erkundige mich über den Zeitplan. Viel zu gefährlich wäre es für meine körperlichen Fähigkeiten in oder zwischen die Fronten zu geraten. Oft werden Menschen, die umgefallen sind in einer Volksmasse zu Tode getrampelt. In aller Bescheidenheit meinen Abgang von dieser Welt stelle ich mir irgendwie anders vor.


Knapp 15% der CH Bevölkerung ist behindert. Zumindest die Polizei, die mir begegnet ist, ist damit überfordert und dazu nicht genügend ausgebildet. Statistisch betrachtet ist mehr als jeder 10. PolizeiklientIn, – kundIn, wie auch immer von einer Behinderung betroffen. Ich mit meiner Phantasie kann mir mühelos x unhaltbare und unmögliche Situationen ausmalen: Tourettesyndrom = megateuer, Amtsbeleidigungen am Laufmeter. Gehörlos wird angeschrien, weil nicht reagierend auf akustische Signale. Sehbehindert oder blind fällt um, weil die Polizei evtl. Null Ahnung hat, wie eine sehbehinderte Person abzuführen ist. Geistig beeinträchtigt, unsichtbar, klassisches Beispiel Aspergersyndrom, der/die Betroffene gerät ausser Kontrolle und die Polizei mit ihren Schrotflintenschüssen interpretiert miss. Das kann dann dauern, Tage und Wochen, bis dieses Knäuel entwirrt ist. Ein psychotischer Patient hat mir von seinen Gefängnishafterfahrungen berichtet. Polizeiliche Triage ist ganz bestimmt nicht einfach und polizeiliches Versagen liegt förmlich offen auf der Hand.


Um die Bernerpolizei nicht nur in die Pfanne zu hauen: Mein zweiter Polizeieinsatz verlief ohne ungewollten Körperkontakt. Medizinisch war ich unansprechbar, weil medikamentös auf dem Aff. Genau das Medikament, das ich jetzt suksessive, äusserst vorsichtig zurückfahre, hatte mein Köpfchen in ein reversibles Nirvana katapultiert. Laut Polizeibericht fanden Gespräche zwischen mir und der Polizei statt. Nicht ersichtlich wird für mich, ob die Polizei erkannt hat, dass ich Filmriss hatte. Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf, Haus P rechts, PZM, war Endstation.

Die medikamentöse Wiedereinstellung dauert genau 5 bis 10 Tage. Inhaftiert wurde ich für über dreiviertel Jahre, Der Burgerspittel miteingerechtnet. Mein finanzieller Verlust über 50`000.- SFr. allein durch diese Aktion. Auf der Steuererklärung ist er ausgewiesen und meine Steuerbelastung sollte in diesem Jahr deshalb etwas kleiner ausfallen.

Medizinische Indikation: Medikamentöse Wiedereinstellung auf vorhandenes Medikament. Schlucken musste ich per Zwangsmedikamentation alles andere. = Ein Skandal, allein mein finanzieller Verlust 50´000.- SFr.. Eine Weltreise wäre unterhaltsamer, wesentlich vergnüglicher gewesen. Mein Geld ist unwiederbringbar verloren. Wäre ich weniger solvent, müsste ich heute, hier, jetzt Schulden abstottern für diesen Irrwitz.