Gustav mit der Hupe

Einfach so unter uns, von nicht NT zu nicht NT: NTs sind sowas von unlogisch: Ich habe seit Jahren als behinderungsgerechtes Fortbewegungsmittel logischerweise fürs Troittoire ein Trottinett. NTs bezeichnen es mit NT-logischer Regelmässigkeit als Fahrrad. In der Bibel steht: Sie haben Augen und sehen nicht…..Also dieses Nichtsehenkönnen hat biblische Ausmasse.

Weil ich die Klingel des Trottinetts nicht bedienen konnte, linkshändig, habe ich mir ursprünglich eine Gustav-mit-der-Hupe Hupe zugelegt. NTs reagieren darauf nicht, überhaupt nicht. Damals als ich über 30 km/h auf die Trottoirs legte, insbesondere bergabwärts, war das gefährlich und lästig.

Darum habe ich mir eine kleinkinderquietschendes Hühnchen zugelegt als Hupe und oh Wunder: NTs hüpfen regelmässig aus dem Weg, wenn sie vermuten, dass ein unberechenbares Kleinkind unterwegs ist.

Muss irgendwas mit der ach so beneidenswerten, umwerfenden NT-Logik zu tun haben. Wenn ich mich im Spiegel betrachte, bin ich gefältelt und gealtert und überhaupt kein Kleinkind!

Die Eidechse und ihr Schwanz

Im vorderen Post von mir angekündigte Erzählung aus meinem Kinderbuch: Lioness lernt kämpfen. Das Copyright gehört ausschliesslich mir!

Ich bin das kleine Mädchen Lioness und Frau Gut ist erfunden. Ich habe für ein Kinderbuch meine Kindheit schöner gemacht, als sie war. Ziel dieses Buches ist es, beide Seiten, mich und NTs ernst zu nehmen in ihren jeweiligen Bedürfnissen und hoffentlich Brücken zu bauen, wie eine Verständigung denn möglich wäre, unter den gegebenen, schwierigen Voraussetzungen. Noch NT-konformer kann ich nicht werden. Das Maximum meiner Kompensationsleistung ist längst erreicht. Mit fortschreitendem Alter wird meine Kompensationsleistung laufend bescheidener und kleiner, der Zenit ist längst überschritten.

Es ist Mittwochnachmittag. Lioness ist auf den Kastanienbaum geklettert. Er ist ein sicherer Ort. Der erste Ast befindet sich weit oben am Stamm. Erwachsene gehen deshalb unachtsam darunter vorbei und vermuten nicht, dass ein Kind in seiner Krone sitzen könnte. Die grossen Kastanienblätter lassen ein Kind verschwinden. Der Baum steht zu nahe am Haus und hat sich nicht ausladend entwickeln können. Selbst wenn jemand darunter stehen bleibt und hinaufschaut, muss er sich anstrengen, um den Fluchtort zu entdecken.

Lioness versteht nicht, warum es beim Mittagessen Ärger gegeben hat. Sie schwatze zu viel, wurde ihr in ärgerlichem Tonfall vorgeworfen. Eine Nachbarin habe erzählt, dass Lioness sage, in ihrem Kopf stimme etwas nicht, darum hinke sie. „Was sollen die Leute denken, wenn du solchen Mist erzählst?“

Lioness begreift die Aufregung nicht. Was sie erzählt hat, stimmt. Bei ihrer Geburt hatte sie zu wenig Luft oder Sauerstoff, wie die Erwachsenen sagen. Deshalb fehlen in ihrem Kopf Befehle für Bewegungen. Interessant findet Lioness, dass ihre rechte Kopfseite fehlerhaft sein soll. Es verwundert sie insgeheim, weil für sie die rechte Körperhälfte die starke, die brauchbare, die verlässliche ist. Auch das Gesicht gibt das Geheimnis nicht preis. Lioness kann sich nicht vorstellen, dass in ihrer linken Körperhälfte etwas besser funktioniert als in ihrer rechten. Die Worte versteht sie, sie entwickelt dafür aber kein Gefühl, dass ihre linke Kopfhälfte gesunde Signale aussendet, ihre rechte Kopfhälfte aber lückenhaft ist.

Was sollen die Leute denken“, ereifert sich die Familie am Esstisch. Alle scheinen der gleichen Meinung zu sein. Das fällt Lioness öfters auf. Ihre Eltern und Frank denken gleich. Lioness denkt anders. Es ist ihr egal, was die Nachbarin über sie denkt. Nach ihrer Erfahrung können Menschen mit dem Wort „Behinderung“ nicht umgehen. Sie wollen nur hören, dass Lioness den Fuss verstaucht hat und sich bald wieder gesund bewegt. Dass ihr linker Arm nicht in Ordnung ist, fällt keinem auf, der es nicht weiss.

Im Übrigen ist es eine ausweglose Verwirrung, wenn jemand sie fragt, was mit ihrem Fuss los sei. Verstaucht ist er nicht. Wenn sie zu viel sagt, dann spürt sie, wie die Leute in ein Loch fallen. Lioness stellt es sich als endlos langes Rohr vor, in das die Leute kopfüber stürzen, und je mehr Worte gewechselt werden, desto tiefer fallen sie. Lioness kann ihre Behinderung als Behinderung stehen lassen. Sie hat keine Mühe damit. Sie findet es lustig, wenn die Leute versuchen, etwas Aufmunterndes zu sagen oder zu finden. Menschen, die unerwartet hören, dass dieses quirlige Mädchen behindert ist, wollen diese Tatsachen unbedingt wegschieben. Sie können sie nicht stehen lassen.

Lioness findet es nicht schlimm, dass sie so ist, wie sie ist. Im Gegenteil, sie findet es normal. Und wenn sie zuschaut und zuhört, was andere Kinder oder Erwachsene sagen, möchte sie nicht tauschen. Insgeheim denkt sie, dass sie dann andere Gedanken und Gefühle haben müsste. Ein schrecklicher und erschreckender Gedanke. Um keinen Preis möchte Lioness mit irgendjemandem tauschen. Wenn sie sich umschaut, hat jeder Mensch, den sie kennt, einen Nachteil, den sie nicht in Kauf nehmen wollte: Einer ist zu dumm, ein anderer zu dünn und hat eine zu grosse Nase, dieser hat keine Beharrlichkeit, jener ist zu faul. Lioness ist Lioness, und das ist gut so. Aber das verstehen nicht behinderte Menschen nicht. Manchmal fragt sich Lioness, ob sie keinen Spiegel haben und nicht sehen können, dass ihr Leben um keine Haaresbreite besser ist als ihr eigenes.

Wie immer, wenn sie von ihrer Familie zur Rechenschaft gezogen wird, bleibt Lioness schweigsam. Die vielen Erklärungen und Erläuterungen, warum man so etwas nicht tut, prallen an ihr ab. Sie weiss, dass Widerstand zwecklos ist. Am schnellsten ist die Angelegenheit ausgestanden, wenn sie schweigt. Es ist so, dass sie kein Geheimnis für sich behalten kann. Sie erzählt alles jedem. Sie ist quirlig und schwatzhaft, und jeder meint, er kenne sie.

Lioness in ihrer Baumkrone lächelt vergnügt. Mich kennt keiner. Sie erinnert sich, wie sie in einem warmen Land auf einer Steinmauer Eidechsen beobachtet haben. Gut versteckt sind diese kleinen, flinken Tiere, kaum zu unterscheiden von der Farbe der Mauer, auf der sie herumflitzen. Am meisten hat Lioness die Erzählung zu diesen Tieren gefallen, dass sie in Gefahr den Schwanz abwerfen können, der dann noch zucke und den Angreifer ablenke, während sich die Eidechse schleunigst aus dem Staub mache. Ich verhalte mich wie die Eidechse, denkt Lioness. Ich werfe meinen Schwanz ab, indem ich viel erzähle. Und während sich meine Feinde mit diesem Schwanz, nämlich meinen vielen Worten, abmühen und mir lange Reden halten, bin ich mit meinem Innersten längst über alle Berge davon.

Wozu sollte ich so denken wie der Rest meiner Familie? Einiges von dem, was für sie wichtig ist, ist mir egal. Was mir wichtig ist, weiss nur ich.

Weil Lioness viel schwatzt, was ihr hilft, die Spannung in ihrem ständig verspannten Körper abzubauen, hinterlässt sie einen riesigen Eidechsenschwanz zur allgemeinen Ablenkung. Sie als Person unterscheidet sich von ihren Worten. Ruhig ist sie nur, wenn sie in einem Spiel oder Buch versunken ist. Fürs Leben gern bastelt sie und vergisst darüber die Zeit. Sonst ist sie dauernd in Bewegung und plappert ununterbrochen daher. Weil sie viel denkt, wird sie von den Erwachsenen „altklug“ genannt. Lioness spürt, dass dieses Wort nicht freundlich gemeint ist.

So hat sie sich in die Krone des Kastanienbaumes zurückgezogen und denkt und träumt vor sich hin. Sie ist auf der Höhe von Frau Guts Wohnung. Wenn die Zeit des Mittagsschlafs vorbei ist, denkt Lioness, kommt Frau Gut vielleicht auf ihren Balkon und sonnt sich, wie oft an einem schönen Tag. Immer hat sie ein Buch dabei, in dem sie gerade liest, und Lioness darf die Bücher bewundern. Sie liebt die ganz alten mit allerlei farbigen Zeichnungen von Blumen. Solch ein Buch ist eine Kostbarkeit und eine gute Beschäftigung für einen Regentag.

Die Balkontüre öffnet sich, und Lioness schaut, was passiert. Wie erwartet, kommt Frau Gut mit einem Buch und setzt sich in die Sonne. Lioness lächelt.

Zu erziehen, trotz 60 Jahren?

Wenn mein nicht NT-typisches Verhalten NTs nervt, dann wollen sie mich rasch mal erziehen.

Dagegen steht:

  • Ich bin erzogen und zwar bis zum Exzess. Mit Siegelringschlägen sollte mir eingebläut werden, was ich behinderungsbedingt schlicht nicht lernen kann.
  • In meinem Kinderbuch gibt es eine harrmlose, kleine Geschichte der Eidechse und ihres Schwanzes. Da es mein Copyright ist, kann ich die hier einfügen, wenn ich es technisch schaffe.
  • Damit ist bewiesen, dass ich spätestens als Schulkind unter zehn Jahren über diese Umstände reflektiert habe, mit meinem damaligen Wissensstand nicht wissen konnte und noch heute diesem zuverlässigen Fehlverhalten von NTs unterworfen bin. Ich bin 100.000 Male auf dieser trügerischen Bananenschale ausgerutscht, hingefallen und habe mich traumatisieren lassen.
  • Ich kann mit dem besten Willen nicht dieses kleine Bisschen anders sein, eben NT konformer.
  • Aus meiner Sicht sind NTs ungehemmt agressiv. Sie verletzen mich ständig. Sie dürfen das, weil sie die Mehrheit bilden. Ich fühle mich einsam und bin traurig, sehr, sehr traurig: Hier in einem Post beschrieben, dass meine Maximalleistung nie reicht, einfach nie.
  • Aus Sicht der NTs ist mein Sprachverhalten daneben, sie tun so als sei ich aggressiv, wenn ich nachfrage, sind es ihre eigenen durch und durch negativen Gedanken, die sie mit meinen Worten verbinden. Stets bin ich hell entsetzt, dass Menschen so negativ denken können und scheinbar denken müssen.

Damit sind wir bei dem uralten, unüberwindlich grossen NT Missverständnis: Nein, bei all meinem Leiden, so wie ihr möchte ich NIE sein müssen. Ich mag alles Schreckliche sein, aber bösartig bin ich nicht, bösartig sind eure eigenen Gedanken. Die spielen euch alle die bösen Streiche, die ihr mir unterstellt.

Kröten schlucken bzw. erwachsen werden

Alle Menschen machen früher oder später die Erfahrung, dass sie an ihre natürlichen Grenzen stossen. Es ist normal, dass nicht alles auf Anhieb klappt, Bewegungen, Fähigkeiten allg. müssen eingeübt werden. Später im Teeniealter oder Kindergarten tut sich das weite Feld der Liebe auf und der entsprechenden freudigen Erfahrungen bzw. Enttäuschungen. Beruf, Heirat oder Partnerschaft, Kinder, es gibt viele Gründe Freud und Leid zu erleiden.

Es ist normal, dass Menschen mit Behinderungen sehr viel schneller an irgendwelche Grenzen stossen. Es ist normal, dass sie dadurch zu DauerkämpferInnen geformt werden. Wer ewig Wiiderstand erlebt und sich nicht behindern lassen will, wird Profi darin, stets das Rad neu zu erfinden. Das Unmöglichste wird möglich gemacht, Ziel Selbständigkeit, eigenes Geld verdienen können, die Gesundheit verbessern bzw. stabilisieren, im schlechteren Fall den Niedergang verlangsamen.

Kröten schlucken gehört zum Menschsein. Neulich war ich mit Meinesgleichen am Apero. Unser Konsens: Menschen mit Behinderungen in der CH und ihrer gegenwärtigen Gesellschaft sind in der Regel traumatisiert. Früher oder später in der Kindheit kommt dieses einschneidende Erlebnis: Das Hundewelpe jault auf, weil die Bewegungen nicht stimmen, der Weg zu einer höheren Schulausbildung bleibt trotz vorhandener Begabung versperrt und was helfen soll, die Physio, ist so schmerzvoll, dass sie medizinische FOLTER darstellt. Wenn das noch nicht gereicht hat, gibt es das Gipsbett oder in meinem Fall den nächtlich zu montierenden Halbgips, der mich so schreien liess, dass die Nachbarschaft zusammenlief. All das ist traumatisch und deshalb traumatisierend. In den 60er Jahren war ich mir selbst überlassen mit solchen Traumatas.

Beleidigt sein dürfen…..

…..soll ich zu meinem Problem machen. Dieser Tage eine Mailauseinandersetzung vermutlich mit einer Juristin, Mediatorin oder Germanistin.

NTs sind für mich total langweilig. Im Vorschulalter wurde mir insbesondere von meiner magersüchtigen Erzeugerin ständig um die Ohren gehauen, dass mein hirnverletztes Sprachverhalten NT-untauglich ist. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits traumatisiert war, könnte es eine Mischung aus hirnverletzt und traumatisiert sein. Das wurde meinerseits nicht entschlüsselt und ist wohl schwierig auseinanderzudividieren.

Also der uralte Wein in neuen Schläuchen. Mein Gegenüber sollte einen Text von mir in eine sprachlich juristisch korrekte Passform umformulieren. Beim Erstenmal hat das prima geklappt. Per Mimikri, wie ich heute weiss, bekam ich das Gefühl verstanden worden zu sein und ein Individuum gefunden zu haben, das hirnverletztisch in NT-Sprache umgiessen kann. Das wäre eine absolute Rarität. Eine klassische Fehleinschätzung meinerseits. Zu meiner Verteidigung ist festzuhalten, dass es dafür keine formale Ausbildung gibt. Aus meiner Wahrnehmung ist es reiner Zufall, Geschenk Gottes, wenn ein Gegenüber diese ungewöhnliche Leistung erbringen kann, normal ist, dass nicht. Zu meiner Verteidigung ist des weitern festzuhalten, dass Menschen mit Behinderungen auch nur Menschen sind, nämlich ihrer Behinderung unterworfen. Normal wäre, wenn NTs auf mich zugehen würden, wir allenfalls uns in der Mitte des zu überwindenden Weges treffen könnten und ich nicht ausgerechnet wegen meiner durchaus vorhandenen Intelligenz in die Pfanne gehauen würde. Meistens wird von mir verlangt, dass ich den GANZEN Weg zurücklege und das Gegenüber verlangt, dass ich durch meine Intelligenz NT-konform funktioniere.

Auf den zweiten Text, den Endgültigen und für mich wichtigen musste ich monatelang warten. Ich riss mich am Riemen und wartete höflichst. Dann kam dieser für mich völlig unbrauchbare Text. Als ich mich darüber heftigst beklagte, die Aufforderung, die Arbeit SELBST zu erledigen. Natürlich schaff ich das nicht, ich kann meine Defizite nicht rasch mal ausschalten, weil ich gerade einen juristisch korrekten Text bräuchte.

Das Gegenüber fühlt sich total im Recht, wenn es beleidigt ist, weil ich so lächerlich doof und provokativ behindert sein muss. Mich überkommt ein Riesengähnen: Die NTs bieten immer dieselben uralten Gamellen, um faul sein zu können, Innovation ist ihre Sache nicht.

Immer frage ich mich, was diese Selbstgerechten tun würden, wenn jmd. mit einem Tourettesyndrom ihren Weg kreuzen würde. Da wären sie noch totaler überfordert und ihr Beledigtsein dürfen könnte in einem akuten Herzinfarkt enden.

Wir sind beleidigt, weil du behindert sein musst. Gibt es ein dümmeres Argument um beleidigt zu sein?

Weil das Texprodukt für mich unbrauchbar war, war ich logisch kritisch und nicht mehr kooperativ. Eine Ombudsstelle sollte unmotivierte Menschen motivieren, kooperativ zu werden. Solange die Ärmsten beleidigt sein müssen, schaffen sie das nicht.

Ins Geschichtsbuch sämtlicher so Beleidigter: WEDER MEINE HIRNVERLETZUNGEN NOCH MEINE TRAUMATAS GEHEN DURCH EUER BELEIDIGTSEIN WEG.

Im übrigen könnt ihr eure Probleme für euch behalten und selbst lösen. Danke der Nichtnachfrage, ich habe gerade genügend eigene Probleme und kann mich nicht um euren Stuss kümmern, denn das ist es, Stuss, Stuss, Stuss der Unterpraktikantin der Unterpraktikantin.

Für Interessierte hier  der Link von Fragile Suisse, Titel „Leben mit einer Hirnverletzung“. Angehörige werden in der Bröschüre u. a.  informiert, welchen Veränderungen Menschen mit einer Hirnverletzungen unterworfen sind. Logisch können sie diese Defizite nicht kompensieren. Ein kompensierbares Defizit ist kein Defizit mehr, weil es durch Umwege ausgeglichen werden kann. Mühsam zwar für die Betroffenen, aber in einem gewissen Ausmass durchaus machbar. – So gehe ich z.B. mühsam zwar und nur noch Kürzeststrecken, aber ich gehe und kann zum Voraus berechnen, wie weit ich gehen kann.

Verteidigte Unschuld

Die vermutlich kantonale Stelle, Ombudsstelle Spitalwesen, weigert sich, mir meine Stellungnahme in juristisch korrekte Sprache zu übersetzen. Zu brisant ist wohl der Inhalt meiner Stellungnahme in der dritten Person. In der Stellungnahme musste ich mich von mir etwas distanzieren, weil erlebte Folter, körperliche, Isolationshaft und Zwangschemie sehr schwer auszuhalten ist.

Was ich als Papier bekam, war ein Wischiwaschi nach meinem Verständnis, das damit begann, dass ich im Jahr xy als traumatisiert von einer Fachperson diagnostiziert worden sei.

Das ist eine unfromme Lüge. KeineR niemand, weder Fachperson noch Laie hat mir empfohlen mich gegen Traumatas behandeln zu lassen. Ich habe viel zu lange allen andern geglaubt und vertraut, dass sie besser als ich, die betroffene Person, wissen würden, was mir fehle.

Tja, dann wurde meine Gesamtsituation unerträglich, ich und meine Wohnung waren zum Schluss verwahrlost. Noch heute, zwei Jahre später ermüde ich extrem rasch, mein Gedächtnis ist unanständig lückenhaft und ich kämpfe, um die einfachsten Alltäglichkeiten: Ernährung und Körperpflege. Für mich der ganz normale Irrsinn meines Lebens.

Die Ombudsstelle verwickelt mich nun in einen Mailaustausch, in dem sie nicht zugeben will, dass meine Stellungnahme verwässert wurde, dafür werden mir hirnverletzte Eigenschaften als neurotypisch korrigierbar untergejubelt. Diesen Irrwitz haben sämtliche von mir betroffenen Psychiatrien, PsychologInnen und PsychiaterInnen gemacht, dazu gibt es neurlogische Stellungnahmen, die sich genau mit dem Phänomen befassen: Meine Hirnverletzung wird nicht akzeptiert, dafür werden von meinem Kopf neurotypische Verhaltensweisen, also 100% der normalen Leistung verlangt. Fehlanzeige, einfach nur Fehlanzeige, dafür davon viel.

 

Nicht DIS

Ohne Medizin studiert zu haben, muss ich bekanntlich meine eigene Ärztin sein. Wegen einem an sich läppischen Flashback habe ich mich in Traumabehandlung begeben. Offensichtlich wusste ich unterbewusst genau, dass Traumatas mein eigentliches Problem sind und waren.

In der Privatpsychiatrie Wyss, Münchenbuchsee, CH, sprach ich vor über einem Jahrzehnt erstmalig von meinen Foltererfahrungen als Kleinkind, ab zwei Jahren alt, in der täglichen Physiotherapie, aktive Person meine Erzeugerin. – Sorry, dieses andere, übliche Wort kann ich schon längst nicht mehr denken noch schreiben.

Eine Mutter, eine Mama, ist nach meinem Verständnis dem Wohl ihres Kindes verpflichtet und nicht ihrem eigenen Ehrgeiz verhaftet, dieses Mädchen sozial gewinnbringend und millionenschwer zu verheiraten.

Okay, die Physiotherapeutin damals in der Klinik Wyss tat, was alle Menschen bisher in meinem Leben getan hatten, sie stopfte mir den Mund für über ein Jahrzehnt. Ich tat etwas für mich Ungewöhnliches, ich behielt meine Meinung über mich klammheimlich bei und distanzierte mich innerlich von ihrem Problem, dass Physio IMMER gut ist. Physio ist meine Folter, ich wurde auf meine beiden Füsse gepeitscht, Rollstuhl war keine Option und hinter all meinen wunderhübschen Bewegungen fehlt die Kraft, die Kraft und nochmals die Kraft.

Als Fussgängerin werde ich voll logisch nicht als behindert wahrgenommen, was sogar RollstuhlfahrerInnen ebenso geschehen kann: Intelligenz und die Möglichkeit sich zu formulieren und weg ist jede körperliche Behinderung oder war da noch was?

Ich spalte mich, wenn es mir zuviel wird oder wurde, ich bin dann dieser Stein im Flussbett und das Wasser zieht über mich hinweg. Diese Möglichkeit habe ich zu passender und unpassender Gelegenheit. Aber ich bin nie „WIR“.

Dafür habe ich weitläufige Gedächtnislücken, so riesig, dass ich inzwischen Termine regelmässig verpasse. Das kostet mich ein Schweinegeld und natürlich fehlen mir dann die schmerzlindernden Therapien oder ich war nicht beim Coiffeur. Nutzlose Termine, wie bei Banken, weigere ich mich einzugehen. Wenn ich ein Konto eröffnen will, dann will ich keinen Vortrag über die Funktionsweise der betroffenen Bank, ich will ein Konto und eine Karte oder mehrere, um Geld, mein Geld abheben zu können, meine Haushaltung finanzieren zu können.

In der CH gibt es einen irren Bankentrend: Die Bankschalter werden aufgehoben, die KundInnen müssen alles selbst am Bankomaten erledigen, der gefühlt alle paar Monate seine Geldspuckgepflogenheiten ändert. Neulich stand ich mit 20er Noten für 800.-SFr. da, ich konnte das Notenbündel kaum aus dem Ausgabenschlitz entfernen, ein andermal mit einer 1000er Note, die ist gut, um gerahmt zu werden, ein Zahlungsmittel für den Alltag stellt sie schon lange nicht mehr dar. Ich schätze etwa seit 20-30 Jahren nicht mehr. Früher konnte frau damit einen Kaugummi kaufen. Tempi passati.

Ich gehe davon aus, dass sich die betroffenen Banken damit über kurz oder lang an die Wand fahren: In der CH gibt es eine zu grosse, unmittelbar bevorstehend zu alte Genaration, die Babyboomer der 50er Jahren und etwas früher. Da macht sich das Alter bemerkbar und bald einmal auch Alterdemenz und je aussschliessender sich Banken gebärden, desto weniger Kundschaft werden sie haben und die ist in dem Fall nicht nur arm. Die CH hat eine grosse Bankentradition, die Banker haben kaum noch weisse Westen und Banken werden mit zuverlässiger Regelmässigkeit aus reiner Tollerei an die Wand gefahren. Gut beraten ist, wer da im falschen Moment nicht auf der falschen Bank seine Konten hat. Weil das Geld, das ist dann futsch. Die Reglementierung schreitet voran, die Banker bleiben sich selbst treu, zu oft verantwortungslos.

Also, viele bin ich nicht, aber zu DIS gehören am Rande auch Gedächtnisfehlleistungen und die kenne ich aus dem ff. DIS ist komplizierter, aber an irgendeinem Punkt der Heilung kann es um Traumatas gehen und die Heilmethode kann EMDR sein. EMDR habe ich seit Ende Oktober 2018 als Behandlung für meine Traumatas. EMDR und PITT helfen mir sehr, mein lebenswertes Leben wiederzufinden.

Rituelle Gewalt……

Ich habe mir vier Blogs, WORDPRESS, zum Thema Trauma abonniert. Heute lese ich diesen Post des einen. Für mich genial formuliert. Okay, ich wäre nicht von der Gewalt Kapuzenmänner ausgegangen, ich gehöre einer anderen Generation an. Die Scheinheiligkeit hat in meinem Leben andere Namen, bei Splittern, Ungereimtheiten, habe ich oft gedacht bürgerliche Doppelmoral: Diese hübsche grosse oder kleine Fassade, die der Öffentlichkeit präsentiert wird und dahinter herrscht das absolute Chaos, die Verwahrlosung. In meinem Fall war meine Mutter magersüchtig, deshalb bin ich von Geburt an behindert, als ich 10 Jahre alt war, bekam mein Vater Leukämie, das bestgehütete Geheimnis auf Gottes Erdboden. Diese beiden Tatsachen waren die Spitze des Eisberges, den zu tragen ich zu stark oder zu schwach war je nach Blickwinkel.

Ich empfehle den verlinkten Artikel dringend zur Lektüre und allen PsychiaterInnen und PsychologInnen zu Sparablanc über den Mund oder die Finger, je nachdem wo es gerade juckt. TraumatologInnen werden verstehen, uns trösten und unsere Selbstheilung anleiten. DANKE.

Brille bitte kommen!

Da habe ich mir ein Nestei gelegt, meine Brille ist heute Morgen unauffindbar seit Stunden. Gestern Abend war ich so müde und erschöpft, dass ich meine Brille vor mir selbst versteckt habe. Sie muss irgendwo in den 6 Quadratmetern sein, in denen ich gegenwärtig wohne. Einzige Aussenmöglichkeit, dass sie aus unerfindlichen Gründen in meinem Auto liegt. Gestern bin ich damit gefahren. Gestern hatte ich wie üblich meine Brille den ganzen Tag auf meinem Näschen.

Seit Stunden suche ich nun und ärgere mich, wie bedeppert kann frau mit 60 Jahren eigentlich sein? Alterdemenz wurde bei mir bisher nicht diagnostiziert. Da es regnet, kann ich in aller Ruhe den ganzen Tag suchen, ich habe ein Dach über dem Kopf, ich habe zu essen, alle irdischen Bedürfnisse für mich kann ich brillenlos erledigen. Autofahren fällt nun weg, was gerade noch wurscht ist. Meine Gehfähigkeit schätze ich heute auf maximal 15 bis 30 Min., mit dem Trottinett komme ich nicht weiter, das war früher anders.

Wer etwas suchen will, muss zuerst seinen Ärger wegstecken können, sonst wird das nix. Da ich die Runde meiner üblichen Fehlleistungen schon abgearbeitet habe, bin ich genervt. Die Spiegeleier gestern hatten keinen Plastikgeschmack…wo zum Kuckuck ist das Ding? Ich habe weder eine Ahnung noch ein Suchkonzept. Vielleicht sollte ich die Brille für einen Tag „vergessen“ und dann flutscht sie mir in meine Hände. Wichtig: Sicherstellen, dass der Boden und die Sitzflächen brillenfrei sind. Wenn es gründlich knirschen würde, wäre es definitiv zu spät!


Die Brille war in ein Buch gerutscht, das ich seitenaufwärts neben meinem Bett lagere. Gestern habe ich also meine Brille auf die Seitenkanten des Buches gelegt und in der Nacht ist sie ins Buch gerutscht. Logisch und einfach, wenn frau weiss, was passiert ist!

Sozial total inkompetent…

….so werde ich neurologisch und von der Gesellschaft, den meisten Menschen, tituliert. Da ist irgendwas dumm gelaufen oder warum arbeitet Jonathan gern für mich? Warum fühlt er sich vermutlich sehr gefordert, unsere Arbeit ist Akkordarbeit, aber in meiner Gesellschaft eigentlich wohl? Er ist mit mir freiwillig nach Hamburg ins Musical gereist.

Warum haben hier, in dem Blog, zwei studierte Fachkommentatorinnen laut aufgeheult, zu dem Zeitpunkt als ich mich weigerte, weiterhin ihr Spielzimmerchen zu sein? Ihre psychologisch wertvollen Kommentare habe ich zu 90% bereits gelöscht, weil sie die Kontraindikation zu einem kPTBS darstellen. Im Vorbeigang musste ich Respekt und Anstand mir gegenüber massiv durchsetzen.

Sobald dieser Blog auf den Niveau ist, auf dem ich ihn haben will, kann ich daran gehen, weitere LeserInnen zu motivieren, ihn zu lesen. Die gesamte Durchsicht meiner Posts steht dazu an und ich wette, dass ich mindestens 30% löschen kann, weil thematisch völlig irrelevant, weil nur eine psychologische Antwort auf die psychologischen Kommentare.

Traumatas spielen in einer völlig anderen Liga und Traumatas, auch chronifizierte, wie die meinen, können im Idealfall zu 80% verarbeitet und damit geheilt werden. Idealfall ich komme!

Klar, bin ich sozial inkompetent, sowas von. Wenn die Mitmenschen mit dieser Einsicht glücklich sind, dann sollen sie. Wie immer werden sie dann fröhlich sein, wenn ich will und dann schreien, wenn ich will. Sozial total inkompetent, wie ich bin, habe ich so meine fiesen Tricks:

1. evang.-ref. Pfarrerin der CH

2. 12-Schritteprogramm, 10 Jahre Intensivstudium und -anwendung

Mein Glaube hat mich gelehrt was ich glaube und das 12-Schritteprogramm wie. Mein IQ ist ca. 140, kaum je begegnet mir jemand, der bzw. die mir intellektuell überlegen ist. Ohne diese, meine Rückzugsmöglichkeit in meine Intelligenz wäre ich längst gestorben worden.