Brille bitte kommen!

Da habe ich mir ein Nestei gelegt, meine Brille ist heute Morgen unauffindbar seit Stunden. Gestern Abend war ich so müde und erschöpft, dass ich meine Brille vor mir selbst versteckt habe. Sie muss irgendwo in den 6 Quadratmetern sein, in denen ich gegenwärtig wohne. Einzige Aussenmöglichkeit, dass sie aus unerfindlichen Gründen in meinem Auto liegt. Gestern bin ich damit gefahren. Gestern hatte ich wie üblich meine Brille den ganzen Tag auf meinem Näschen.

Seit Stunden suche ich nun und ärgere mich, wie bedeppert kann frau mit 60 Jahren eigentlich sein? Alterdemenz wurde bei mir bisher nicht diagnostiziert. Da es regnet, kann ich in aller Ruhe den ganzen Tag suchen, ich habe ein Dach über dem Kopf, ich habe zu essen, alle irdischen Bedürfnisse für mich kann ich brillenlos erledigen. Autofahren fällt nun weg, was gerade noch wurscht ist. Meine Gehfähigkeit schätze ich heute auf maximal 15 bis 30 Min., mit dem Trottinett komme ich nicht weiter, das war früher anders.

Wer etwas suchen will, muss zuerst seinen Ärger wegstecken können, sonst wird das nix. Da ich die Runde meiner üblichen Fehlleistungen schon abgearbeitet habe, bin ich genervt. Die Spiegeleier gestern hatten keinen Plastikgeschmack…wo zum Kuckuck ist das Ding? Ich habe weder eine Ahnung noch ein Suchkonzept. Vielleicht sollte ich die Brille für einen Tag „vergessen“ und dann flutscht sie mir in meine Hände. Wichtig: Sicherstellen, dass der Boden und die Sitzflächen brillenfrei sind. Wenn es gründlich knirschen würde, wäre es definitiv zu spät!


Die Brille war in ein Buch gerutscht, das ich seitenaufwärts neben meinem Bett lagere. Gestern habe ich also meine Brille auf die Seitenkanten des Buches gelegt und in der Nacht ist sie ins Buch gerutscht. Logisch und einfach, wenn frau weiss, was passiert ist!