Erste Trompetenstunde

Seit Jahren, sind es zwei oder drei, habe ich die erste offizielle Trompetnstd.. Mein neuer Lehrer, den ich im Frühwinter probelektioniert(?) habe, ist von seiner ausgiebigen Reise zurückgekehrt, hat sehr zentral ein Proberaum angemietet, ich kann sogar mit meinem Tram ohne umzusteigen dahin fahren. Da die Stadt Bern breitestens unterkellert ist, muss er mich mit dem Lift abholen, weil nur er den Schlüssel zum Lift hat und ich als Privatperson null Zugang.

Ich habe nicht geübt, ich habe meine Trompete geölt und gefettet, nicht ganz einfach für meine Bewegungen. Natürlich habe ich nicht Null Anspruch an mein Tromptenspiel. Ich habe es zwischen mir und meinem Lehrer als reine Lebensfreude deklariert. Ich will Null Leistungdruck, ich will nur noch Spass haben. Mein vorläufiges Ziel ist, täglich üben zu können.

Pädagogisch wertvoll für meine CP:

  • Unter Druck vermindert sich unsere Leistungsfähigkeit
  • Ein Taktel (= siehe entsprechende Geschichten meines Buches) bzw. Metronom reicht, dass meine Finger auf Kommando steif werden. Da kann ich mir gefühlte zehntausendmal sagen, dass mir nichts Schlimmes passiert, wenn ich einen Taktschlag verpasse. Ich brauche höhere Eigenüberlistung, der Taktschlag, bzw. Notenschlag bringt mich massiv aus dem Takt. – Das ist Zukunftmusik, vorläufig begnüge ich mich übers Ohr zu lernen und mit einfachen Notenwerten: 8-tel, weder 16-tel noch Triolen. Punktierte Noten werde ich mir sukzessive wieder erarbeiten wollen.
  • Notenlesen geht noch verlangsamt, aber ich schaffe es. Da rechne ich mit schneller Erholung, weil ich immer nur die absoluten Notenwerte geübt habe: do, re, mi… veunsichern mich.
  • Einfachste, mir bekannte Stücke konnte ich auf Anhieb ab Blatt spielen.
  • Die Notenbreite wird bald einmal vom untersten Ton bis zum e“ reichen. Das entspricht einer mittelprächtigen Anfängerin, die Literatur muss sorgfältig zus.gesucht werden. Bei der Trompete ist die Höhe entscheidend und muss langsam und gründlich erblasen werden.

Alles in allem, ich bin entzückt, er könnte viel bescheidener sein, mein Wiederanfang.

Irgendwann, irgendann hole ich mir eine Taschentrompete für meine WoWas. Die ist ganz leicht zum Mitnehmen und Rumziehen. Meine grosse Trompete ist für mich schwer. Im WoWa kann ich dann nach Ohr spielen, das ist immer eine gute Übung zu erkennen und lernen, was ein halber Notenschritt ist, eine Triole, etc..