20 Jahre Skilehrerin

Seit ca. 20 Jahren bis ca. 2017 begleitete mich die immer gleiche Skilehrerin am immer gleichen Skiort. Sie hat mir befohlen, auf welchem Campingplatz ich meinen WoWa zu stellen habe. Nun, irren ist menschlich und meine Exskilehrerin hat sich massiv getäuscht. Als Ortsansässige hat sie selbstredend die Ortsbevölkerung mit ihren jeweiligen Eigenschaften in- und auswendig gekannt und offensichtlich nicht zu ihrem eigenen Gewinn einsetzen können.

Der von ihr empfohlene Campingplatz war für mich die Vorhölle. Der andere Campingplatz vor Ort war etwas vergammelt, mit definitiven Nachteilen, aber weil spezielle Menschen sammelnd für mich durch und durch machbar.

Meine Skilehrerin war zu faul, um mich mit dem Auto dort abzuholen. Dieser Campingplatz liegt 5 km ortsfern, aber nahe an der Luftseilbahn fürs interessante Skigebiet.

Weil das AnfängerInnenskigebiet für meine Skilehrerin einfacher zu erreichen war, behauptete sie stets, ich müsse dort die Skisaison eröffnen. Höflich wie ich bin, dachte ich mir jeweils meine Sache und schwieg. Ehrlich, eine Skilehrerin ist nicht billig und tja, suche ich im Gesetz, dann kann ich als Gast wählen, wo ICH fahren will.

Klar konnte ich die angegebene Halbtageslehrzeit NICHT durchfahren. Klar brauchte ich Pausen. Darauf ging meine Skilehrerin ein, sie nahm sich länger für mich Zeit als gemäss Skischulstd.plan vorgesehen ist. Nun, Behindis verschwinden in den für sie vorgesehenen Skilagern und mich gibt es wohl als CH in meiner Ausprägung nur einmal.

Suche im Gesetz und ich garantiere dir, ich bin darin nicht vorgesehen.

Mit meinem CP-Schub 2017 habe ich mich skimässsig selbst erledigt. Meinen WoWa habe ich aus dem ungemütlichen Campingplatz abziehen lassen von einer entsprechenden Fachfirma. Meine Skischuhe rückt meine Skilehrerin bis heute nicht raus und klar, das CH Recht ist auf ihrer Seite, ich müsste laut Gesetz meine Ware bei ihr abholen gehen, 2 1/2 Std. reine Autofahrzeit, bei meinem miserablem Fitnessstand macht das drei volle Arbeitstage für mich. – Nach der Geschichte, die mich mit WoWa um die 100’000 SFr. gekostet hat, bin ich leider nicht motiviert. Zudem weiss ich, wie meine Skilehrerin denkt und auf ihre Denkart habe ich nach einigen Monaten Traumatherapie keine Lust. Meine Schmerzgrenzen sind um ein x-faches enger geworden. Ich schütze mich, was völlig normal ist. Was andere seit Geburt können, lerne ich mit jugendlichen 60 Jahren in Windeseile.

Sie ist zu faul(?, eine andere Verstehensart kommt mir nicht in den Sinn. – Vielleicht ist sie auch beleidigt, weil ich eine CP und ein kPTBS habe. Eine meiner Grunderfahrungen: Weil ich ein durch und durch schwieriges Leben habe, sind ZuschauerInnen beleidigt. Sie begegnen meinen Einschränkungen für kürzeste Zeit und sie finden das, was ich sieben Tage pro Woche 24 Std. lang habe für nur wenige Stunden auszuhalten, unzumutbar!), um mir die Skischuhe, die auf meine Behinderung korrigiert sind, zu senden. Sie hat genial bestens funktionierende Hände und kann Lasten schleppen mit 70 Jahren, wie ich es in meiner gesamten Lebenszeit nie konnte und nie können werde. Meine Skischuhe zur Post zu tragen, bietet ihr kein körperliches Problem. Meine entsprechende Bitte ist sei 8 Monaten formuliert.

Das verstehe ich auf Anhieb,  dass sie nur mehrere 10- tausend SFr. an mir verdient hat und diese Arbeit zu einem würdigen Abschluss zu bringen für sie eine unzumutbare Zumutung darstellt: Klar, meinen CP-Schub habe ich als bösartige Wichtin geplant, um sie und nur sie zu ärgern. – Gewisse Menschen überschätzen sich total!

Ein solcher CP-Schub, wie ich ihn vor zwei Jahren erlitten habe, grenzt meine Lebensmöglichkeien massiv ein. Dieser CP-Schub ist auf massives ärztliches Versagen zurückzuführen und leider für mich irreversibel, Nö, dafür habe ich noch keinen Humor. Den werde ich mir in nächster bzw. mittlerer Zukunft erarbeiten: Unglücklich sein, ist genau für MEINE Lebenszeit schädlich und das mute ich mir auf Dauer nicht zu. Ich werde das verarbeiten.  Allen andern ist es mehr oder weniger egal. Jonathan eher weniger, weil er mich echt mag. Er freut sich ehrlich, wenn es mir gut geht und er nimmt mir Widrigkeiten ab.

Auch hier ein klassischer Fall einer Skilehrerin, die gesundheitlich vom Schicksal verschont geblieben ist und sich allen Ernstes einbildet, das sei ihr eigenes Verdienst. Nur weil ihre Mutter nicht magersüchtig war und sie im Mutterleib keine Gehirnverletzung erlitt, ist sie kein besserer Mensch als ich. Welcher Irrtum, grässlich anzuschauen für mich und extrem weit verbreitet!

Warum ich meine Skischuhe brauche? 40 Min. von meinem Wohnort gibt es ein schnuckelig kleines Skigebiet. Da hätte ich diesen Winter mit meinem IV-Assistenten, Jonathan samt seinem Skiboard, hingekonnt, wenn ich meine Schuhe gehabt hätte und mir den Rest der Ausrüstung hätte mieten können. 1 Std. ist die kleinste Zeiteinheit fürs Liftbillette, gerade recht für mich, mit Beizenstopp maximal 2 Std. Mein IV-Assistent kostet um die 30.- SFr. pro Stunde und danke der Nachfrage, ich kann bestens skifahren, wenn ich umfalle, was kaum je geschieht, muss mann bzw. frau mir wieder auf die Beine helfen. Echt total schwierig diese Nichtarbeit! Bezahlte  Freizeit bei zügigem Skifahrtempo, nix von Schneckentempo und nix von Skirennen, mittleres, gut mutterländisches Tempo, darauf mann und frau sich leichtestens einigen kann. Was mir fehlt ist die Kraft, darum nur kurz skifahren. Meine Bewegungen kann ich selbst bestens einschätzen. Das übe ich alle zwei Wochen beim Klettern.

Übrigens Sonnencreme habe ich noch, die stelle ich gratis zur Verfügung!