Die Omegastelle* hat gehustet

Pontius Pilatus hat gegrüsst, sie machen sich alle die Hände nach ihrer Vorstellung nicht schmutzig und werden dadurch in meinen Augen zu Pontius Pilatus Neuauflagen:

Die Omegastelle hat schriftlich gehustet. Es liest sich total entsetzt: Wie kann ich es wagen, über meinen Blog anonym Whistleblowerin sein zu wollen und die öffentliche Omegastelle namentlich zu erwähnen. Fast ebenso entsetzt: Unsere jeweiligen Meinungen würden nicht übereinstimmen. – Ich würde an meiner Intelligenz zweifeln, wenn es anders wäre.

Vielleicht verstehe ich schon wieder alles falsch, aber der Omegastelle scheint die Aussicht, evtl. von den Medien kontaktiert zu werden, nicht sonderlich zu gefallen. Rechtlich interessant ist für mich, wer, wem, was kundtun darf. JedeR WhistleblowerIn muss den Medien persönlich bekannt sein oder wie Mia mit einem hieb- und stichfesten Anonym ausgestattet sein. Mir wäre nicht bekannt, dass sie geoutet wäre, Mia ist Mia und gut ist.

Meiner Meinung nach sagt das sehr viel über die gegenwärtige CH aus, behindertenpolitische Arbeit per anonyme Blogs in einem sich selbst als demokratischen Rechtsstaat verstehenden Land. Diese Begriffe bedürfen der Erklärung. Entweder verstehen wir Betroffenen alles falsch oder wir schätzen richtig ein, dass wir uns gut, sehr gut schützen müssen, weil wir in einem übertragenen Minenfeld arbeiten. Ja, das ist genau meine persönliche Einschätzung, dass ich bei dieser, meiner Blogarbeit, mein Leben riskieren könnte, einige Risiken bereits bestanden und überwunden habe, aber längst nicht alle: Solange ich lebe, ist das lebensgefährlich, sogar in einem demokratischen Rechtsstaat wie der CH. (8-tung doppelbödig: Jedes menschliche Leben endet mit dem Tod. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass frau gängige Tabus nur auf eigenes Risiko brechen darf, muss oder will. Wie immer die Sachlage gerade ist.)

Und die permanente Warnung ist mir fest im Ohr: Es wird alles verdreht werden und du wirst dabei drauf gehen, realiter oder im übertragenen Sinn. Kriegszustand in Friedenszeiten: Schweig ja still und stumm oder es geht dir grausam an den Kragen. – Wie versteht sich Meinungsfreiheit rechtlich in der CH? Und warum muss ich schweigen, wie Jesus, während viele andere mich teilweise in aller Öffentlichkeit durch den Dreck gezogen haben und ziehen dürfen? Seinerzeit wurde das im Anzeiger veröffentlicht, als mir die Vorgängerin der heutigen KESB mein Kind wegnahm und nicht dem Kindsvater, sondern meinem ersten Ex zur Pflege übergab. Diese Wahl der Pflegeeltern ist in meinen Augen allein für sich genommen ein Skandal und das Kind hat dabei noch mehr gelitten. Kindswohl? Dass ich nicht ganz laut lache! Kindsleid nenne ich das. Ausnützen eines pubertierenden Teenagers, um mich in den Suizid zu treiben, was auch fast, echt beinahe geklappt hätte. Allerdings war Gott dagegen. Ich war es nicht, meine Kraft war bis zum letzten Quentchen verzehrt.

Kann ich es allein mit den Bern BE aufnehmen? Nie und nimmer! Schweig, still, stumm, leide! – Will ich nicht, habe ich 6 Jahrzehnte Erfahrung damit und das ist definitiv genug für ein einziges Leben.

Das ist wie bei den jungen Wilden: Machen sie nichts, geht die Welt den gewohnten Gang und das könnte ungut enden. Macht frau was oder versucht was zu bewegen, habe ich es wenigstens versucht, ganz gleich ob gescheitert oder, was sehr unwahrscheinlich ist, zufälligerweise den Kairos erwischt.

Was ist eine realistische Lebensbilanz? Das steht doch in jedem Arbeitszeugnis: „Zum CEO hat es nicht gereicht, sie war charakterich leider integer und hat sich stets aufrichtig bemüht.“ – Jetzt ist mir endlich klar, warum mich der erste Arbeitsmarkt ausgespuckt hat! (= 8-tung: trieft vor Ironie!)

 

*Namensgebung von mir frei gewählt, die Erklärung dazu in früheren Posts.