Unrecht

Der sog. Rechtsstaat CH pflegt und hätschelt Unrecht. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich, wenn ich so behindert und krank bin, wie ich bin vieles erleben musste. Meine Familie hilft mir nicht. Allem voran die Ärztefehler eines PZM. Tja, Pech gehabt: WelcheR TraumatologIn schreibt mir ein Parteigutachten? Machen sie nicht in einem Fall, der andere ist mit dem PZM beruflich verbandelt und Nummer drei ist in den Ferien.

Es ist auch im Internet sehr schwierig jmd. zu finden nur für eine Traumabehandlung. Klar, dass sich gute TherapeutInnen mit niemandem anlegen wollen. Eine Krähe hackt der andern nicht die Augen aus.

Ein Jurist hat am Donnerstag ernsthaft behaupet, dass zwei Jahre nach dem am Boden rum kriechen die Welt wieder in Ordnung sei. Solche Menschen sollten direkt der entsprechenden Erfahrung zugeführt werden. Ich schätze, dass ich 4 – 6 Wochen am Boden rumgekrabbelt bin, weil ich viel zu schlecht gehen konnte. Die Muskulatur hat eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis nur ein bisschen Gehfähigkeit erreicht war.

Also rein theoretisch sollte ich den Rechtsweg begehen können. Faktisch scheitert dieser Wunsch an der vorgefundenen Realität. Laut Aussage des Juristen ist die Verjäghrungsfrist ein Jahr. Wer Unrecht tut,  hat immer die Zeit auf seiner Seite. Wer Unrecht erleidet, fasst lebenslänglich. Der Täter bzw. die Täterin müssen sich in den wenigsten Fällen Sorgen machen: Die Verjährung ist bald erreicht.

Im Fall des Versicherungsvertreter der AXA, der sich an meinem Konto bedient hat, steht es nicht besser: Ich habe ihn via Jurist betreiben lassen und er soll Rechtsvorschlag gemacht haben. Begreiflicherweise möchte ich meine Versicherungen anderswo abschliessen und nicht mehr bei der AXA, die ihren Mitarbeiter voll deckt. Was für doofe Sprüche ich mir da anhören muss und echt: Die AXA scheint nur eine Kundin zu haben und die bin ich und sie braucht MEINE Versicherungsprämien bis ins Jahr 24. Die AXA Mitarbeiter können sich benehmen wie sie wollen, ich bin an die Laufzeit der Versicherungen gebunden. Ich müsse beweisen……Das ich nicht lache: Wegen solch einem Mitarbeiter werde ich KEIN Strafverfahren anzetteln: Das kostet viel und bringt mir nichts: Ich will meine Versicherungen umplazieren und vom Mitarbeiter möglichst viel Geld. Aber ob er nun auch straffällig ist oder knapp nicht, ist mir wurscht. So oder so will ich mit dem Menschen nichts mehr zu tun haben. Und ich gehe davon aus, dass er sein mir gegenüber gezeigtes Geschäftsgebahren auch bei anderen Versicherten zeigt. Ich gehe nicht davon aus, dass ich ein Einzelfall bin, wie die AXA behauptet. Und wenn ein Mitarbeiter sich unter dem Schutzmantel der AXA so verhalten darf, dann sind hoffentlich alle andern nicht so geldgierig. Hoffen darf frau.

3 von 1000

3 von 1000 Babies trifft meine Art der Behinderung. Eine geringe Zahl, eine medizinisch so geringe Zahl, dass wir medizinisch völlig uninteressant sind, einige wenige DinosaurierInnen in unserer modernen Welt. Abzuziehen sind nämlich sämtliche RollifahrerInnen und die geistig Behinderten. RollifahrerInnen sind auch Menschen mit anderen Behinderungen, Para- und TetraplegikerInnen, PoliopatientInnen, MS…… damit haben sie eine vergleichsweise starke Lobby und profitieren davon. Geistig behindert sind oft Menschen mit Down Syndrom und anderen Behinderungen. Auch hier segeln CPs im Windschatten.

Und irgendeine kleinste Restmenge ist so wie ich Fussgängerin und HochschulabsolventIn. – Geht doch einfach zum Teufel ihr ewigen RebellInnen. Es gibt Tabus in dieser Gesellschaft, merkt euch das!

Kopf ärztlich unzumutbar

Nööööööööööö, ich kriege keine Kopftransplation.

Gestern war ich bei meiner Hausärztin, wie immer einmal pro Monat. Nachdem ich den neusten und letzten Psychiater genau nach einer Sitzung geschasst habe, ist klar: Ich lasse mich NIE mehr ins Wachkomma vermedikamentieren, wie das CH üblich ist, Spardruck etc., Baslerchemie als schwergewichtige Geldmaschine, Medizin ein riesiger Arbeitssektor und genau eines nämlich gewinnorientiert. – Fast 40 Jahre habe ich das erlitten und erduldet.

Mit zwei vollgeschriebenen Rezeptzetteln bin ich heimgekehrt. Bekanntlich hat das Altersheim völlig widerrechtlich meine gesamte Hausapotheke weggeworfen mit Ausnahme von zwei Benzos. Ironisch: DIE sind suuuupergesund.

Schlafen: Melatonin = Schlafhormon. Das war in meiner Hausapotheke und taugt für mittelschwere Schlaflosigkeit.

Spastizität: Medi, das Fahrtauglichkeit NICHT einschränkt.

Frauenmedi für…..na wir reiferen Frauen jenseits der Wechseljahre wissen, wos happert.

Ginkosan: Endlich kriegt mein Gedächtnis die seit Jahren dringend benötigte Hilfe.

Aminosäure: Mein Gehirn als Ganzes braucht eine Aufmunterung. Seit dem Blechschaden erholt es sich nicht.

Ich weiss nicht auswendig, ob da noch mehr war. Für mich ist es sehr viel.

 

KeineR wird mir je wieder unterjubeln können, geh zum Psychiater. Da war ich und ich habe die verschiedensten frequentiert. Sie taugen für mich allesamt nichts. Ich und meine Krankenkasse haben 100´000.- e von SFr. bei ihnen verloren. Wäre die Rechtslage in der CH so, wie in den USA, würde ich sie allesamt verklagen und gewinnen und dann flöge ich mit meinem schnuckeligen Privatflugzeug in jene Stadt hinter dem Bodensee und weil das so viel Spass macht gleich noch an andere Orte. 🙂

 

Exit

In der CH ist Exit legal. In D (=Deutschland) und in Ö (=Österreich) nicht. Das heisst wir CHs müssen im Internet einen Affentanz vollführen, weil Exit tabu ist und das gleich zweifach, inhaltlich und 8-tung Werbung für eine Firma.

Ich versuche nun, den Artikel von gestern der Gratiszeitung 20 Min. direkt zu verlinken: Tara!!! (Bitte auf Tara!!! klicken und der gesuchte Artikel öffnet sich während einer mir unbekannten Zeit. Danach ist das Zeitungsarchiv online nicht mehr verfügbar.)

Inhaltlich geht es um die Zustände in Altersheimen in der CH, grässlich, Massenabfertigung bis zu menschenunwürdig und menschenverachtend. Der Preis, um im Altersheim zu wohnen, ist sehr teuer. In vielen Fällen muss die öffentliche Hand einspringen.

Das betrifft gegenwärtig meine Vätergeneration. Durchschnittsalter in dem Altersheim, in dem ich ca. 5 Monate war: 87 Jahre alt. Mit meinen 60 Jahren war ich das Heimkücken, eine Sensation, für viele eine willkommene Abwechslung in ihrem eintönigen Heimalltag.

Das Altersheim für höhere Ansprüche, gebaut und betrieben von den Bernburgern, sehr, sehr wohlhabend,  verfügt über einen behindertenuntauglichen ÖV Anschluss, Busse sind mit dem Rollator kaum zu erklimmen und als Sahnehäubchen muss das Ticket selbständig, im fahrenden Bus, gelöst werden.

Meine Generation ist bestens informiert über diese prekären Verhältnisse. Mir und vielen andern graut  zudem vor Altersdemenz. Da ist es für CH Denken naheliegend, über einen Bilanzsuizid laut nachzudenken. Eigenmethoden sind illegal, Exit u.a. Sterbeorganisationen sind legal, so legal, dass es bei Exit neulich eine Warteschlange gab, langjährige Mitglieder wurden zuerst berücksichtigt und dann denke ich mir, die Leidensintensität der Diagnosen.

D kommt in der CH oft so an, z.B,  rauchfrei-info, als seien sie der gesamte deutsche Raum. Mitnichten, es gibt noch Ö und CH, nicht zu vergessen s Ländle, Lichtenstein.

Rauchfrei abgestürzt

Meine liebe Freundin und Mentorin hat meinen Autfritt auf dem Forum Info-rauchfrei durchgesehen und zum  Absturz empfohlen. Menschen mit dem grössten Problem NichtraucherInnen zu werden, sind vielleicht nicht der pfleglichste Umgang.

Mein kleines Problem, ich möchte stabil rauchfrei werden, um Puste für meine Trompete zu haben. Der Schreck, mein Auto kaputt gefahren zu haben und das genau aus zwei Gründen: Schlafmangel und diesem Info-rauchfreiforum, in dem sich eine Meute zusammenrottete…….und den Rest kennen wir alten Häsinnen längst. Die LaienlotsInnen und insbesondere die Admins griffen viel zu spät und unprofessionell ein:

Mir wurde ein Trösternick mit PNs gegeben. Eklektisch wurden einige meiner Themen aufgegriffen. In Windeseile wurde mein Blog hier gescant, dass sehe ich als Admin auf meiner Dashboard. – Ich bin doch nicht blöd!!!!!!!

Ein Post der Admins in meinem Thread – viiiiiieeeellll zu spät. Andernorts wird mein Nick Elexier munter weiter zur Sau gemacht.

Per sofort, betrachte ich meinen Faden, mein sog. Wohnzimmer für mich als Tagebuch.

Meine Aufgabenliste:

  • Warten bis mein Kopf wieder normal arbeitet und nicht andauernd Fehlleistungen produziert, betroffen Kurzzeitgedächtnis.
  • Die Gehfähigkeit ist deutlich reduziert.
  • Die regelmässige Ernährung ist nicht gewährleistet.
  • Nicht einmal die Medis werden von meiner Fehlleistung verschont.
  • .
  • .
  • .
  • Neues Weglassen der Zigaretten. Gegenwärtig bin ich im Rückfallmodus. Klar, ich tune mein Gehirn zu Leistungen und glasklar, wenn ich nicht essen kann, leide ich mit Zigi weniger.

Der Trösternick findet mich bääähhh….. und hat sich empfohlen. Ich zeige diesem Scheinheiligen den Stinkefinger und er mag bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ist für mich  eh einfacher, in meiner Situation nicht einen Nick zu trösten, der sich in aller Bescheidenheit einbildet, mich zu trösten. – Wir alle hier lassen ihn gnädig in dem Irrglauben. 🙂

 

Zu Schrott gefahren

Gestern fuhr ich in die Massage. Ich war so übermüdet, dass ich auf der Liege einschlief. Als ich vom Parkplatz wegwollte, habe ich eine niedrig Mauer nicht sehen können und bin reingerammt. Das Auto nicht mehr fahrbar. Ich musste das ganze Karusell anwerfen, Versicherung, Abshleppdienst, Nummer hinterlassen beim Lagerhausbesitzer, der die nun beschädigt Mauer besitzt  und die Zeit lief.

Um halb fünf hatte ich mit meinem besten Assistenten der Welt abgemacht und ich nehme NIE mein Smartphone mit. Das dooofe Ding ist so ätzend zu bedienen, ich denke mein Assistent und ich brauchen eine Chefleitung mit einem behinderungsgerechten guten alten Handy. Schliesslich ist er mein royaler Prinz.

Also Stress, Zeit drängt, viele freundliche Hilfe am Unfallort, ich zu Tränen gerührt alleine deshalb weil ich nicht zur Sau gemacht werde, trotzdem schlüpfe ich so rasch wie möglich auf meinen Autoitz. Da fühle ich mich in Sicherheit.

Lastwagen kommt mit jungem freundlichen Fahrer, Skoda rasch draufgehoben, ich schaffe es knapp  in die Führerkabine, mein Autohaus liegt am Weg.

Meine Bezugsperson dort beäugt die Kombination, die vorfährt, guckt ganz streng, welcher Kunde hat…… Dann setzt das grosse Gelächter ein, easy, ich: He Jungs so komm ich doch alle 14 Tage bei euch vorbei.

In Windeseile bekomme ich einen Ersatzwagen und spurte zu meinem leidenden Asistenten.

Er will mir ganz aufgeregt erzählen, wie er gelitten hat und ich armer Teufel muss streng sein: Wir legen jetzt den Notfallschalter ein und machen ganz langsam unser Programm.

Jonathan wird stumm, wir ziehen uns an und laufen los Richtung Tram. Wir kommen ins Kino, der Hauptfilm hat noch nicht begonnen. Super. Thema „Luther“ ein CH Film mit viel Resonanz in der CH Presse, Jonathan hat in zu meiner Verwunderung vorgeschlagnen. Ich erschrecke beim geringsten Lärm auf der Leinwand. Wir haben Null Ahnung, wie lange der Film dauern wird und wollen noch Nachtessen. Ich weiss natürlich, dass Zwingli im Krieg umkommt und mir ist klar, dass der Film für mich vorher zu Ende ist.

Auf der Lienwand wir die Auseinandersetzung ref. kath.  immer heftiger. Ich stehe auf und gehe an die Kasse um mich über die Dauer zu informiern. Es ist 19.00 Uhr. Ich informiere Jonathan, dass wir jetzt den Film der ernster und trauriger werden wird, verlassen.

Der Rest ist easy, Nachtessen, geniessen und Jonathan begleitet mich nach Hause.

DANKESCHÖN JONATHAN DASS ES DICH GIBT DASS ICH EINE SOLCH BGLÜCKENDE ERFAHRUNG IN MEINEM LEBEN MACHEN DARF.

Für alle die LeserInnen unter uns, die Jonathan noch nicht begegnet sind, er ist 22 Jahre jung, will im Herbst studieren und ist ein Menscch, der an seine Bedürfnisse deenkt und die seiner Mitmenschen. Easy? Nein, eine Riesenausnahme.

 

Gegendarstellung zu PZM

Wir erinnern uns, ich hatte mich bei der Ombudsstelle für Spitalwesen gemeldet, um kostenlos meine Reklamation im PZM zu deponieren. Wurde gemacht und seit einigen Tagen liegt die überhebliche Antwort der Oberärzte vor. Eine Steilvorlage um das Messer reinzurammen und dazu habe ich alle Lust.

Faktisch habe ich in der CH das Recht zu einem Arztbericht meine Gegendarstellung zu verfassen und die MUSS den Akten beigelegt werden. Huuurrrrraaaahhhhh ich komme, formulieren, das kann ich.

PZM: „Unklar sind die Differenzen bezüglich der Gehunfähigkeit, die wir nie als derart drastisch gesehen haben, dass wir einen Rollstuhl zur Verfügung stellen müssen.“

Meine Antwort:

2. Gehunfähigkeit

Die Einweisung ins PZM 2017 erfolgte nach einem Cerebralparetischen Schub. Die Patientin war weitgehend gehunfähig, konnte nicht stehen. Oberarzt blablabla… verlangte von ihr auf einen Rollstuhl zu verzichten. Sie musste am Boden rumkriechen, welcher schmutzig und völlig ungepflegt ist. Um an Essen zu kommen, musste die Patientin ein zu schweres Tablett aus einem Wärmeschrank würgen und immer die Heizelemente weglegen. Die Oberärzte nennen das die eigenen Ressourcen mobilisieren. Die Patientin verlangt Menschenwürde und Inklusion.

 

Für unsereins, b. hatte mich besucht und die Zustände dort gesehen. Sie wies und weist mich darauf hin, dass die Nahrungsaufnahme für mich unzumutbar war. Sie hat mich ermuntert, ein Tablett fallen zu lassen, um permanente Hilfe zu bekommen bei der Essensausgabe. Die Pflegeleute pflegten sich in die Sofas hinzuflätzen während wir assen. Also die personelle Kapazität wäre absolut vorhanden gewesen, mir stets das Tablett auf den Tisch zu stellen. Ihre Faulheit pflegten sie mit diesem Ressourcensatz zu begründen. Voll ätzend.

Das ist nur ein Bsp. der ganze Text ist länger. Auf Englisch heisst dieser Prozess: „Eat your own words.“ Tja, wer Disteln sät, kann keine Sonnenblumen ernten!

Ich habe meine Gegendarstellung in dieser Nacht verfasst, weil ich armes Kerlchen nicht schlafen konnte. So wie sich mein Körper anfühlt, kriege ich kein Mittagsschläfchen. Wer hat ein Schlafhämmerchen?


 

Ich stelle bei diesem Thema fest, wie schlimm Traumatisierung und Retraumatisierung sind: All diese Zwangsmassnahmen sind traumatisierend und retraumatisierend, weil ich in meiner Kindheit schlecht behandelt wurde.

Sex: Natürlich hat es mich genau einmal erwischt. An dem Tag war ich leider nicht bei drei auf den Bäumen, sondern in einer kompromittierenden Situation. Auch wenn mir rational absolut nichts Schlimmes passiert ist, bin ich von der Situation, aus der ich mich befreien und retten konnte, ich kam nicht unter die Räder, traumatisiert.

Der ständige Druck zu wissen und zu spüren, da will mann etwas, egal von welcher frau, auch eine wieort kommt in die engste Auswahl, das war nur grässlich. Einerseits verstehe ich die zu lange weggesperrten Männer und andererseits verstehe ich mich, die sowas partout nicht will.

Mit dem einen Mann, dem ich lehrte mich als Mutter anzuschauen, hatte ich sehr guten Kontakt. Er war in einem gewissen Bereich der Schwächste und ich im körperlichen. Wir waren viel beisammen und streiften durch die Gegend, in dem engsten Rahmen, der uns gesetzt war. Gern hätte ich ihm geholfen, wenn ich gekonnt hätte. Aber in der Situation kann sich frau nicht einmal selbst helfen.

Was ich nicht weiss, ob ich meine gesamte Gegendarstellung anonymisiert hier einstellen will. Ich wäge pro und contra ab, bin grundsätzlich stolz über meine Formulierungen, weil ich mich wehre und nicht unterbuttern lasse.

Stressabbau

Meine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung war am Schluss nicht mehr zum Aushalten noch zu Kontrollieren. Die Stressspirale drehte immer schneller und es wurde immer wilder. Ich bin froh, dass ich aus lauter Not z. B. keine Straftat begangen habe oder sonst was wirklich Dummes. Ich hätte einen Autounfall provozieren können. Ich hätte einen Suizid oder Suizidversuch machen können. Trotzdem führte sie zu grässlichen Szenen, die wiederum zu den altbekannten Fehlbehandlungen führten. Die CH ist ein Anfängerland, was den Umgang mit traumatisierten Menschen betrifft. Ich war Patientin von x Arztpraxen, da rechne ich mindestens die drei letzten Jahrzehnte mit und nicht einmal wurde ich an eine Traumabehandlung angemeldet. Dafür wurde gepfuscht was das Zeug hält und mir ging es immer schlechter. Das sei halt so, wurde ich belehrt. Eine Frechheit sondergleichen, wenn ich bedenke, dass es mindestens seit den 90er Jahren anerkannte Traumabehandlung gibt.

Ich wundere mich noch immer, wie Menschen Mitmenschen behandeln dürfen und es ist keine Straftat. Nur an einem einzigen kleinen Punkt wird ein Mensch mit der Hilfe meines Anwalts zur Rechenschaft gezogen. Ansonsten kann man Mitmenschen ausnutzen, veräppeln, verarschen, übervorteilen und nichts, gar nichts davon ist anklagbar. Wenn ich dadurch unter einem immensen Leidensdruck stehe, dann bin ich der Depp im Umzug, für mich unverständlich.

Jetzt endlich habe ich mir eine Traumabehandlung selbst organisiert. Letztlich draufgekommen bin ich durch eine Reaktion meinerseits, die ich als glasklares Flashback identifizierte und die auszuhalten ich nicht bereit war. Also eigentlich ist es ein kleiner, blöder Zufall, der mich aus der vollendeten Misere rauskatapultiert.

In solch einer Extremsituation ist es sehr wichtig, Stress abzubauen. Jedes Trauma, das nicht verarbeitet ist, kann getriggert werden und schon läuft es auf Hochtouren, Stress pur. Die begleitenden Depressionen sind nicht ohne und von A bis Z Stress. Heute habe ich z. B. das schmutzige Geschirr stehen lassen, weil es mir egal ist. Sonst habe ich immer mit äussester Not aufgeräumt, weil ich mich schämte, nicht einmal fähig zu sein, das bisschen Geschirr wegzuräumen.

Wenn der Stresspegel dann gehörig gesunken ist, wenn zwischen 30 und 50 Traumatas verarbeitet sind, erhoffe ich mir, nicht mehr so schreckhaft zu sein. Das wäre toll: Jemand kommt ungesehen von hinten und ich hopse nicht einen halben Meter in die Luft. Oder ich muss nicht mehr gereizt auf alles Unvorhergesehene reagieren, ich könnte z. B. neugierig sein. Das wäre doch einfach genial.

Heute hat mich mein genialer Assistent umarmt. Er hat sofort gesehen, dass ich aus der Depression raus bin, weil ich ihn angelacht habe. Wir haben wie Kinder rumgetollt und anderes Essen eingekauft, das worauf ich gerade Lust habe. Nächsten Montag machen wir ein Festessen mit dem Silberbesteck, das ich flicken liess, einer zweier Garnitur.

Das Silber ging kaputt als ich zum erstenmal zwangshospitalisiert wurde. Ein Schaden von über 10’000.- SFr. Die Spitex war in der Wohnung. Der Schaden egal. Damals habe ich in diesem bescheuerten Spital gelitten wie ein Hund allein wegen des Silbers und dieses entstehenden Schadens. Wäre ich abgedreht gewesen, wie die Ärzte noch heute behaupten, hätte ich sowas nicht realisiert.

Ich habe nur flicken lassen, was ich brauchen kann und will. Ein Zweierset z. B. für mich und Jonathan oder mich und Eliane oder….

Nur Angst

Ende Woche habe ich diesen Facharzttermin. Ich muss Dienstleistungen von ihm haben, was meine Medikamente betrifft und diese sollte er bitteschön gut erbringen. Daneben habe ich elementare Angst und Traumatas, die noch voll aktiv sind. Ich gehe zum Arzt und überlege mir, was ich wie sagen soll, damit ich die Dienstleistung bekomme, die ich so dringend benötige. Eigentlich sollte ein Arzt mich behandeln und nicht ich ihn.

Aber so läuft es nicht. Wenn ich irgendeinem Arzt in die Finger gerate, dann habe ich genau die Symptome seiner Fachrichtung: Der Neurologe findet neurologische, der Psychiater psychiatrische und der Traumatologe traumatische. Ich sitze auf irgendeinem Stühlchen, kratze mich am Kopf und denke, was stimmt nun? Nicht zu vergessen, dass ich mit knapp drei Monaten Rauchentzug von dem Geschehen auch noch Symptome haben kann wie Schlafschwierigkeiten, Gereiztheit, Depression, Übellaunigkeit.

Das macht das Ganze nicht einfacher. Es war ein ungünstiger Moment mit dem Rauchen aufzuhören nach dem Motto, es ist alles zu viel, also schmeisse ich noch einen Rauchstopp drauf. Der geht dann in der Totalüberforderung unter und fällt nicht weiter auf.

Am Freitag dieser Termin und ich habe echt Schiss. Was wenn dieser Facharzt wieder nichts taugt und ich nochmals einen anderen suchen muss? Ich verstehe nicht, warum diese Fachärzte nicht einfach ihren Beruf ausüben mit ihren Kompetenzen und wenn es über ihr Fachgebiet geht, die PatientInnen weiterleiten. Aber nein, es wird behandelt, was das Zeug hält, ich nenne es verwaltet und die PatientInnen wie in meinem Fall leben mehr schlecht als recht und werden retraumatisiert und neu traumatisiert ohne Ende.

Wenn ich heute schon so fest Angst habe vor einem Termin, der am Freitag kommt, dann ist da was im Busch, was dort nicht sein sollte.

Was auffällt

In der letzten Therapiestunde war ein für mich schwieriges Thema an der Reihe, total aktiv durch ständige Flashbacks in Form von vorgestellten Gesprächen. Natürlich geht die Therapie nicht von Pontius zu Pilatus und wieder zurück, weil es eine lange Verkettung von traumatisierenden Situationen gab. Also wird die schlimmste Erinnerung hervorgeholt. Ich weiss nicht wie das genau geht, aber es funktioniert bei mir bestens. Sofort sehe ich ein Bild, eine Situation und das allerschlimmste daran ist das vermeintlich höfliche Lächeln.

Mit einem Federstrich und einem Gedankenblitz ist all der Schein entlarvt. Es wird sehr oft gelehrt, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist als psychische. Nicht einmal die Zwangschemie ist so grässlich wie dieses falsche, verlogene, professionelle Lächeln oder soll ich unterstellen, dass es ein freudiges Lächeln des Herrn des Hauses ist?

Beim anderen Kandidaten war es auch der Gesichtsausdruck: Überfordert, sprachlos, verständnislos. Die oben beschriebene Bösartigkeit war nicht vorhanden. Interessant, wie differenziert die Zuordnung der erlebten Eigenschaften ist. Auch hier ist das Körperliche grässlich, ich war viele Male geschlagen worden und kroch wochenlang zeitweise auf dem Boden rum. Eigentlich schlimm genug, aber das Seelische ist schlimmer.

Interessant finde ich, wie ich mich entfernen kann nach der Verarbeitung der Traumatas: Nach dem ersten Durchgang war ich in Eingangshalle des betroffenen Gebäudes. Nach dem Zweiten mitten auf dem Rasen und ich konnte so hoch springen, dass ich wegfliegen konnte. Diese Möglichkeit zu haben, mich selbst zu entfernen, war genial.

Die Gedankenraserei ist zu 95% weg und ich kann die Restaktivität stoppen. Das finde ich sehr angenehm.