Neurologische Zusatzuntersuchungen…

…. sind jetzt von der KESB verordnet worden und das PZM muss sie per sofortiger Dringlichkeit ausführen lassen. Ich bleibe derweil im Knast, könnte evtl. auf eine andere Station verlegt werden, wo das Leben freier ist.

Mein Anwalt wir entsprechend informiert und Berufung einlegen müssen, was er schon kommen sah.

Ich selbst soll höflich lächeln, mich über sämtliche Minustemperaturen freuen, die keinem Camping allzu bekömmlich sind.

Ich vermisse meine Katze!

Der Psychologe langweilt mich zu Tode

Er hat noch immer nicht begriffen, welche Funktionsstörungen meines Gehirns NEUROLOGISCH sind. Er findet sich und seine Behandlungsart an mir gut. Mit dem Medikamentencoktail intus darf ich nicht einmal Auto fahren. – Ist ihm selbstredend egal, mir als CP überhaupt nicht.

Wer Autofahren können muss, muss entsprechend vermedikamentiert werden. Ich werde einen Teufel tun und auf eigenes Risiko……. da habe ich gleich wieder die 2 am Rücken. Zudem sind die Strassen schneebedeckt und gefroren, keine Zeit um nach monatelanger Autoabstinenz erste Fahrversuche zu machen.

Neurorehabilitation? Der Psychologe ist mehr als erstaunt, dabei verlangt das auch die KESB! Und vielleicht sollten ALLE NOT-WENDENDEN Tests gemacht werden und nicht nur irgendwelche. Der Arzt in Tschugg konnte nicht richtig Deutsch! Es werden nicht die Probleme der Patientin gelöst, sonderrn eine Klinik bietet möglichst ihre teuersten Produkte an. Ich bin doch nicht blöd!!!

Tage zählen

Natürlich verliere ich den Überblick beim Tage zählen. An einem Sonntag bin ich hier eingetreten, dann sind sechs Wochen an einem Samstag, nämlich dem übernächsten, fertig.

Zahlenmenschen bitte mitzählen: Heeute ist Montag, also ist das mein 13. letzter Tag. Danach muss ich unbedingt in einen Gasthof neben der Autowerkstatt und Druck auf die Zügelfirma machen, damit sie endlich meie beiden Autos rausrückt. Die Umzugsfirma hat noch nicht begriffen, wo mein Fall liegt und ihr Name steht auf der Liste. Paralell dazu muss mein kleiner WoWa auf Dichtigkeit geprüft werden und ich bin mi einem Campingplatz in Luzern in freundlichem Gespräch. Luzern ist nicht weit von Nottwil entfernt, dem letzten Neurorehabilitationszentrum in der CH, das mich artgerecht untersuchen und mir medizinisch helfen könnte.

Bitte Daumen drücken, dass ich NICHT nach DE auswandern MUSS. Ich habe in DE Null Erfahrung mit Neurorehabilitationszentren und ihrem jeweiligen Ruf.

Für jeder Daumendrücken ein höfliches Dankeschön.

 

Nächte

Nächte sind manchmal lang und gut, ich erwache meistens viel zu früh. Dagegen gibt es benzoähnliche Medis, die ich jahrelang nehmen musste, aber sicher nicht nehme, um durch den Tag von meinen GefängniswärterInnen noch länger und intensiver gedemütigt und isoliert zu werden. – Menschen nehmen sich unglaublich wichtig, die gegenwärtige Nachtwache gehört dazu.

  • Zimmertüre offen
  • Küche natürlich geschlossen
  • Morgenmedis werden un 3 Uhr irgendwas eingenommen
  • Lithiumspiegel wird angepeilt, völlig zu Unrecht bei meiner CP
  • Ich erwarte meine spontane Sofortheilung, sobald ich nur dem/der Staatsanwaltschaft erzählen konnte, wie schändlich mich meine Familie,die Gesamte behandelt und behandelt hat.
  • Mein direkter Cousin, Stapi von Bern wird nicht wiedergewählt werden, weil das Volk „die gnädigen Herren“ nicht mag. Die Bernburgergemeinde hat sich durch meine schlechte Behandlung einen weiteren Todesstoss verliehen. Auch ich werde versuchen an ihre Milliarden zu kommen. – Wer kannte mich nicht 60 Jaahre lang? Alle haben sie weggeschaut und ich hae Überlebt, eine Glanzleistung!

Gerade hat die Polizei das Gebäude verlassen, die Nachtwache ist gewinnbringend mit einem lärmenden Patienten beschäftigt. Ich habe um 4.00 Uhr heissen Kaffee und genehmige mir demnächst ein verbotenes Zigarettchen. Himmlische Ruhe ninnt sich sowas in meinem Knast.

Mich erwischt die Nachtwache mit zu lauter Musik. Trompete halt, Alison!

Falls ich die Addi meiner Folterkammer noch nicht bekannt gegeben habe: PZM (=Psyciatriezentrum Münsingen), Hunzikenallee 1, CH (PLZ unbekannt, googeln) Münsigen, Z.H. von mir, Haus P (Psychose!) 46 Zi 2. _Logisch kommt hier nur Eingeschriebenes an. Dieser Betrieb ist ineffizient und höchst schlampig geführt. Fehlende Ausbildung wird durch übergrosse Einbildung kompensiert. Junge Dinger im Alter meiner Töchter belehren mich und ich darf weder laut lachen noch ausrasten!

Offene Tür

Heute Morgen bin ich mit der erstmalig offenen Tür buchstäblich in den Gang gestolpert, Augen zu wie bei einem Hundewelpen. Ich habe mich im Stationsbüro eine Runde hingesetzt.

  • Frau muss in meinem biblischen Alter die Flüssigkeit in den Gelenken anlaufen lassen.
  • Räumliche Totaldesorientiertheit, bei unerwarteter Situation
  • Rauchen verboten, wenn die Zimmertüre offen im PatientInnenzimmer und je nach Pflege gibt es erst nach 06.00 Uhr Kaffee.

Alles mit Bravour gemeistert. Mein einziges Langarmtshirt muss gewaschen werden und das geliehene Männerhemd ist zugeknöpft. Darüber Trainer, voll okay.

Privatsphäre ist in dieser Institution ein völliges Fremdwort, ausser es ist frühmorgens, da hat niemand Zeit oder während der ewigen Pausen.

Jetzt mit offener Zimmertür kann ich meinen tiefen Blutdruck mit Kaffee in die Höhe treiben und nicht mit Dauerzigaretten……… Trompete, ich komme!!!

Abschied

Lange habe ich sie nicht mehr gesehen, am 7. Januar 2017 ist sie ihrer Krankheit erlegen.

Begegnet ist sie mir als Kommunikationsbeauftragte einer Behindertendachorganisation. Ihr Lebenswille und ihr Humor waren ansteckend. Schon damals hat sie sich für Mensachen mit ihrer Erkrankung politisch eingesetzt, innovativ, frech und überzeugend. Sie verstand es, die Massern zu mobilisieren, sie machte auf ein bekanntes, ungeliebtes Thema überzeugend aufmerksam.

Gleichzeitig stellte sie ihre Fähigkeiten in den Dienst von Menschen mit Behinderungen, krempelte die Ärmel hoch und unsere Begegnungen waren stets interessant und unterhaltend, nie war Aufgeben ihr Thema.

Meine Lebenssituation war anfänglich viel eingeschränkter als ihre, ich war tief unten auf der Leiter, ich war im IV-Verfahren angekommen, welches sich über qualvolle Jahre hinzog, mit den logischen gesundheitlichen Folgen für mich. Sie, ein Jahrzehnt jünger als ich, war im ersten Arbeitsmarkt berufstätig. Meine Ideen und Anliegen unterstützte sie, sie versicherte mir glaubhaft, dass ich trotz fehlender Orthographie und ohne die Fähigkeit, die Kommaregeln korrekt anzuwenden, mich schriftlich äussern konnte und meine Fehler von einer Fachperson mit Leichtigkeit zu eliminieren seien.

Wenn ich für die Zeitschrift ihrer Organisation schrieb, kamen meine Texte rot eingefärbt zurück, was sie mit einem Lachen wegwischte. Selten stritten wir uns um Inhalte und ich lernte einige journalistische Regeln. Viel habe ich ihr zu verdanken, sie führte mich gekonnt zu meinen Stärken und ermunterte mich, meiner Wahrnehmung, die sie stets als  Bereicherung menschlicher Wahrnehmungsmöglichkeiten empfand, treu zu bleiben und sie gekonnter auszudrücken.

Ihre Krankheit führte sie an den Punkt, den ich Jahre zuvor durchschritten hatte, IV-Verfahren. Im letzten Jahr waren ihre Krankheitstage aufgebraucht, sie verlor ihre Arbeitsstelle, für ihr Arbeitsteam muss das eine qualvolle Erfahrung und Belastung gewesen sein. an irgendeinem Punkt ging es gesundheitlich rasant abwärts.

Hin- und hergerissen zwischen dem Dank für die Erlösung, die ihr früher Tod bedeutet und dem Verlust, sie als Person und Fachfrau jetzt vermissen zu müssen, bewegen sich meine Gefühle.

Es bleibt die Dankbarkeit für die gemeinsamen Begegnung, für die Bereicherung, die sie für uns beide bedeuten und für mich den Auftrag, weiterhin den Weg, den sie mir bereitet hat, zu beschreiten. In Dankbarkeit und Erinnerung an dich,

Wie Ort

 

 

 

 

 

Jahresrückblick

Was hat dieses Jahr gebracht, konnte ich meine Lebensjahr verbessern? Die Antwort lauter: „Ja, definitiv.“ Ich habe den Ruf nie aufzugeben. Diese Fähigkeit wurde mir in die Wiege gelegt und habe ich, Behinderung sei Dank, ein Leben lang eingeübt. Resulat: Ich bin ausserordentlich gut darin.

Das hat sich im vergangenen Jahr so ausgewirkt, dass ich eine zentrale ärztliche Fachperson in meinem Leben nach acht Jahren Zusammenarbeit fristlos entlassen habe, mir der Konsequenzen dieser Entscheidung woll bewusst war. Ich weiss, dass medizinisches Fachpersonal, NeurologInnen ausgeschlossen, keine Ahnung hat, was eine Hirnverletzungen praktisch für Konsequenzen hat. Geduld gehört da zu meinen Stärken, als Patientin bilde ich meine medizinischen Fachkräfte aus und der Geldfluss geht von mir via Krankenkasse an sie, eine elendigliche Ungerechtigkeit, die ich nicht ändern kann.

Als meine Psychiaterin nach acht Jahren ein klassisches neurologisches Symptom psychiatrisch verstand und mir damit eine weitere medizinische Fehlbehandlung bevorstand, habe ich die Reissleine gezogen.

Konsequenz: Sämtliche Medikamente aus dem Behandlungsbereich wurden auf Null zurückgefahren. Neurologisch komme ich medikamentenlos nicht zurecht, das kommt stets mit einigen Monaten Verzögerung an den Tag. So auch in diesem Jahr. Ende August erlebte ich wiedermal einen Nullpunkt, Symptom: schwere Depression. Ich wollte wieder einmal sterben und habe einmal mehr überlebt. Die neue neuropsychiatrische Fachperson schaute mich im Wartzimmer sitzend an, in jämmerlichem Zustand, die neuen Medikamente wurden besprochen und langsam heraufgefahren. Eines vertrage ich, das andere, wie sich wiederum schmerzvoll zeigte, nicht. Mit diesem einen Medikament habe ich eine Lebensqualität mit einer Leichtigkeit wie schon lange nicht mehr. Manchmal frage ich mich, ob mir Hirnzellen nachgewachsen sind, was medizinisch nicht möglich ist.

Rückblickend war der Behandlungswechsel mehr als überfällig und ich bin froh, habe ich ihn mit allen Konsequenzen vorgenommen. Zuversichtlich blicke ich in meine Zukunft und fasse kurzfristige und langfristige Pläne. 25mg der richtigen Chemie und mein Gehirn kriegt die Substanz, die andere Gehirne selbst produzieren können. Ich bevorzuge somatische medizin, weil sie von meinen Gegebenheiten, Hirnverletzungen ausgeht, sie in ihre Überlegungen einbezieht und nicht von mir verlangt, Leistungen zu erbringen wie wenn ich keine Hirnverletzung hätte.

Ich fühle mich rundum ernst genommen. medinen Anteil, mit meiner Behinderung zurecht zu kommen, habe ich ein Leben lang voll erbracht. Mehr will und kann ich nicht.

 

 

 

Schreckhaft

Wenn ich von den Vorteilen berichte, die meine Wahrnehmung mit sich bringt, dann möchte ich ehrlicherweise die Nachteile nicht vergessen. Die Schreckhaftigkeit ist momentan zuerst zu erwähnen. Sprich mich niemals, NIEMALS von hinten an. Ich erschrecke, das immer und in einem unerträglichen Ausmass.

Es ist mir völlig egal, dass es durchaus üblich ist, Menschen ohne SICHTKONTAKT anzusprechen. Dieses gängige Verhalten taugt für mich nicht. Wenn ich erschrecke, dann zieht dieses Erschrecken mir sehr viel Energie ab. Im einfachen Fall muss ich meine Tätigkeit für Sekunden, Minuten einstellen, bis ich mich gesammelt habe. Meine Ressourcen sind so knapp, dass ich mir diesen „Luxus“ nicht leisten kann.

Eine klassische Situation, in der ich als Mensch mit einer Behinderung, mein Problem so kommunizieren muss, dass Menschen ohne Behinderung eine faire Chance bekommen, nicht in dieses Fettnäpfchen zu treten. Die Krux an der Angelegenheit ist das „Vorher“. Um einen langen Lernprozess abzukürzen, hier mein vorläufiges Resultat: Ich habe viele Stücke meiner Garderobe mit „meinem“ Signet bedrucken lassen oder bügle dieses Signet, glänzende selbstreflektierende Silberfolie auf. – Die letzte Bestellung in einem Druckfachgeschäft hat zu einem ruinierten, neuen Wintermantel geführt und noch weiteren beschädigten Textilien. Ich berücksichtige bei meinen Einkäufen gern das lokale Gewerbe, aber so nicht.

Internet, Google, CH-Anbieter, einen neuen Wintermantel auf eigene Rechnung kaufen…..das Übliche halt.

Mein Signet, auch das im Internet zu finden stellt ein „Pssst…. Zeichen“ dar. Jeder Erwachsene braucht diese Geste, ausgestreckter Zeigefinger vor die Lippen, begleitet mit dem Laut „psst…..“ und in hiesigen Breitengraden lernt das Kind, möglichst still zu sein.

Interessanterweise kennen ALLE dieses Zeichen, sind aber auf Anhieb überfordert, wenn es auf dem Rücken eines Kleidungsstückes aufgedruckt ist. Die übliche Reaktion: „Ah ja….“ und auf dem baue ich auf. Wenn ich mich in den wöchentlichen Runden bewege, die ich in meinem Alltag ziehe, verknüpft sich mein Signet mit einem Lerneffekt. Wenn die Menschen es sehen „ah, ja….“ bitte nicht ansprechen. Stressabbau auf beiden betroffenen Seiten. Sehr oft ist es Menschen, die mich kennen und eigentlich um mein Problem wissen, ungemein peinlich, wenn sie in dieses Fettnäpfchen treten. Das will ich ihnen und mir ersparen.

 

 

Darf ich bitten….

In einem der ersten Kommentare zu meiner erneuten Bloggerei, wir die Frage gestellt, was der Unterschied sei, zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen.

Zuvorderst und zuerst sind wir alles Menschen und zeigen menschliche Verhaltensweisen.  Kaum je wiehern Menschen mit Behinderungen wie ein Esel. (=Witz: Pferde wiehern und ein Esel macht J-A. Also ein Ding der Unmöglichkeit, dass ein Esel wiehert.)

Das frage ich mich innerlich, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, dass ich mich nicht gross unterscheide, ob ich wie ein Esel wiehern solle, damit mein Anderssein greifbarer würde oder zumindest hörbar.

Praktisches Beispiel: Ich wollte schon lange tanzen gehen, Standard Tanzausbildung für Amateure habe ich bis zum Level Goldstar. Im Winter Muskeltraining zu finden, vor dem Klettern in der Kletterhalle, war ein stehender Versuch verschiedenste sportlicher Betätigungen. Tanzen mit dem Bewegen im Idealfall von allen vier Extremitäten gilt als neurologisch wertvoll.

Meine doch eher ungewöhnlich Lösung für meinen Wunsch: Ich rief meinen ehemaligen Tanzlehrer an und bat ihn eine Std. mit ihm tanzen zu können, natürlich bezahle ich ihn im Stundentarif „Privatunterricht“.

Es war ein stimmungsvoller Abend, Ruedi tanzt durchaus erotisch, sein Körper ist gespannt wie der Körper eines Profikletterers. Noch traue ich ihm nicht ganz zu, mein Gewicht in jeder Lage zu halten. Natürlich versuche ich die Körperspannung, die ich im Klettern gelernt habe, mitzunehmen und anzuwenden. Natürlich habe ich Ruedi angestrahlt, weil mir Bewgung und Tanzen Spass machen. – Ein anderer Tänzer hat mich vor meiner Tanzstunde sogar geholt. Das ist sehr ungwöhnlich. Vermutlich strahlte ich die Sicherheit aus, die mir die Vorfreude für mein Tanzabenteuer, ein Erstversuch in dieser Angelegenheit, gab.

ich mache es wieder, das Datum ist reserviert.

Einziger Wermutstropfen. Auf dem Rückwerg zu meinem Auto stolperte ich und habe mir ziemich weh getan, zum Glück nichts gebrochen oder Muskeln überdehnt. – In Zukunft nehme ich mein Silberstöckchen mit für diesen Rückweg im Dunkeln über unebenes Geläde, wie die Beäugung der Unfallstelle ergab.

Gefühle

Eigentlich ist mein Läppi noch nicht geflickt, frühstens morgen ist laut Quittung im besten Fall der Schaden behoben.

Gestern habe ich intensive Gefühle erlebt, sowohl Angenehme wie auch andere. Ich war bei meiner Lektorin im Geschäft zur Kaffeepause. Sie hat mein erstes Buch durchlektoriert, nach zwei gescheiterten Versuchen: Der erste Lektor, den ich im Rahmen einer Weiterbildung, bezahlt von AGILE.CH für fünf Stunden anstellen durfte, den konnte ich auf meine Finanzen zurückgeworfen, natürlich nicht halten, auch wenn er im Verhältnis zu seinem Fachwissen einen bescheidenen Stundenansatz mir in Rechnung gestellt hätte.

Die fünf Stunden waren ergiebig, ich habe ein Buchkonzept schriftlich mit drei Erzählbeispielen, die er lektoriert hatte, die in einem zweiten Durchgang, im Zusammenhang des ganzen Buches nochmals lektoriert wurden.

Eine Erzählung war besonders schwierig und wurde von Lektor Nummer 2 unter die Lupe genommen, was ihr sicherlich gut bekam und zeigte, dass sie nicht die erste der Geschichten im Buch sein würde, ein zwar, aber nicht der Auftakt. Allerdings war ich als Autorin mit dem Warten überfordert und ich maile keines meiner Bücher einem Menschen, mit dem ich nur Mailkontakt habe, der mir nicht einmal seine Adresse und Telefonnummer gibt.

Jungautorinnen lernen beim Schreibprozess viel, manchmal mehr, als ihnen lieb ist.

Und jetzt geht es darum,  einen Verlag zu finden, dachte ich. Fehlanzeige! Um zu wissen, was im Buch steht, bedarf ich des Inhalts dessen, was mein Chefneurologe schreiben wird. – Für mich ein wesentlicher Bestandteil meiner Erstlings. Ich darf nochmals vor den Spiegel rennen, mit den Wimpern klimpern und wenn ich dieses Vor- oder Nachwort habe, habe ich erst mein ganzes Manusskript zusammen.

Ich verzapple gleich und muss ruhig bleiben. So anspruchsvoll  ist mein Leben. Wer kann seine Gefühle im Griff halten? Ich kann Haltung bewahren, aber meine Gefühle, die bedrängen mich tüchtig.