Flashbacks

Gestern habe ich gelernt, dass ich keine Ahnung habe, was alles Flashbacks sind. Natürlich sind die aktiv. Offenbar gibt es sowas wie ein Drängeln um Gesundheit. Ich stelle mir das vereinfacht so vor, dass ich in einem Kochtopf rühre und da sind z. B. Gemüsestückchen drin und je mehr ich rühre desto mehr kommen an die Oberfläche und das kann in der Therapie gleich behandelt und verarbeitet werden.

Ich habe schon mehrfach beschrieben, was der Unterschied zw. meiner Traumabehandlung und gängiger Psychiatrie ist, zumindest wie ich sie erlebt habe.

In der Traumabehandlung werde ich nicht bewertet und ich mache nichts falsch, nein, ich müsste mir nicht etwas mehr Mühe geben, anders denken lernen. Auch wenn dieser Aspekt nicht heil macht, aber es ist eine gewaltige Erfahrung völlig ohne die ewige Schuldfrage arbeiten zu können. Aus der Suchttherapie weiss ich schon lange, dass die Schuldfrage obsolet ist. De facto ist die Gesellschaft anders organisiert.

Also ich habe alles gut gemacht, es war zu erwarten, dass ich mehr Hilfe brauche und dass wieder eine Depression kam, die höchstwahrscheinlich schneller vorbeigeht. Das scheint ein gängiger Gesundheitsverlauf zu sein, dass die Krankheitsphasen kürzer werden.

Die wichtigsten Themen, die hochgekommen sind, haben wir gestern mit EMDR verarbeitet. Falls irgendwas nochmals aktiv wird, werde ich mir Mut machen, dass dieses Thema der Vergangenheit angehört.

Der Psychologe hat auch gesagt, dass meine täglichen Meditationen wieder wirksam werden durch die Therapiesitzungen.

Ich habe es von Anfang an verglichen mit dem Erlernen einer Fremdsprache. Es ist viel Konzentration und viel Übung. Ich soll übrigens sehr schnell sein beim Lernen.

 

Guter Rat teuer

Viele Menschen scheinen zu denken, dass Menschen wie ich ihre Probleme bündeln können, um sie einer Fachperson darzulegen und sich fachlich helfen zu lassen. So läuft es weder bei mir noch bei Traumatisierung in der CH.

Wer nicht mitgelesen hat: Im Alter von zwei Jahren wurde ich medizinisch behandelt, so dass ich unerträgliche Schmerzen erlitt. Das ist meine erste Traumatisierung. Die läuft natürlich völlig unentdeckt mit mir durch meine Lebenszeit. Klar, dass ich damals nie von mir gesagt hätte, dass ich traumatisiert sei. Mit zwanzig wusste ich glasklar, dass ich Nacherziehung brauche, wie ich es für mich nannte, dachte, dass ich das selbst erledigen könne. Mit 22 Jahren kam die erste offizielle Depression, ein klassisches Symptom von Traumatisierung. Die ging vorbei, dann war einige Jahre Ruhe etc. etc. bis zu dem Punkt als ich pro Jahr 2 bis 4 Depressionen bekam.

Ich erinnere mich genau, wie ich in einer Klinik der Physiotherapeutin gegenüber schüchtern formulierte, dass ich als Kind auf die Physio wie auf Folter reagiert hätte. Wie höflich, schüchtern und zurückhaltend war meine Formulierung. Sie stopfte mir meinen Mund für Jahre. Trotzdem blieb in meinem Bewusstsein, dass ich traumatisiert sei auf nicht anerkannte Art. Mir kamen andere Themen in den Sinn, bei denen das Leiden der Betroffenen unter den Tisch gekehrt wurde, jahrzehntelang, möglichst so lang bis die Betroffenen gestorben sind. Tote kosten nichts.

Immer hat sich meine Gesundheit verschlechtert. An irgendeinem Punkt war sie unaushaltbar und die klassische Reaktion der Mediziner war Repression.

Jetzt bin ich erste Schritte mit meinem Traumatologen gegangen. Ich bin in keiner Depression. Mein Alltag ist total unbefriedigend, ich schaue praktisch nur Trash-TV und alle meine Hobbymöglichkeiten stehen und liegen ungenutzt herum. Natürlich kann ich keine Wunder in wenigen Stunden erwarten. Ebenso natürlich ist es für mich schwierig weiter auszuhalten und abzuwarten, bis die Therapie mein Leben hoffentlich zusehends verbessern wird.

Schweigen oder schreiben, Dampf ablassen oder aushalten? Keine Ahnung was richtig ist. Die schlechten Energien der unverarbeiteten Traumatas rasen natürlich ständig in meinem Körper. Kommt mir oft so vor als hätte ich in meinem Oberkörper eine Spielzeugautorennbahn und die Autos rasen wie wild.

Klar ist, dass ich so clever sein muss mit meinen eigenen Resourcen, dass ich überlebe. Das muss frau sich auf der Zunge vergehen lassen: Ich bin 60 Jahre alt und lebe. Dazu gehört, dass ich das, was ich hier schreibe meistens drei-, viermal lese. Schreiben gilt in der Feld-, Wald-, Wiesenpsychiatrie als eine Möglichkeit der Verarbeitung. Keine Ahnung, ob Schreiben kleinere Probleme löst oder grosse etwas verkleinert. Zu wünschen wäre es.

Sich selbst durchschauen

Es macht keine Freude, sich selbst kaum etwas vorlügen zu können. Ich wollte mit dem Rauchen aufhören. Soweit, so gut, so nett. Bloss wie habe ich das getan? Völlig stümperhaft und die Quittung habe ich längst und keine Ahnung, wie ich aus der Nummer einigermassen clever rauskomme.

Blenden wir zurück. Ich war in all diesen Institutionen total unfreiwillig und ganz klar gestresst. Dann kam ich endlich in meine Wohnung und zuerst wollte ich Gewicht zulegen, weil ich ein Notpolster für eine nächste Depression haben möchte. Sobald ich aus dem Altersheim raus war, klappte das und war anfänglich gewollt.

Nun hat sich an der Front die Lage völlig verändert dadurch, dass mein Traumatologe mich innerhalb einer Therapiestunde aus einer Depression herausholen kann. Das konnte ich natürlich weder wissen noch vorhersehen, dass Traumatherapie bei mir so gut anschlägt.

Mit dem Rauchstopp wachse ich nun munter und ungebremst in die Breite und das ist für mich körperlich absolut nicht von Vorteil. Ich sollte dringend in die Liga „Möhrchenknabberer“ wechseln.

Den zweiten Fehler, den ich beim Rauchstopp gemacht habe, ist so klassisch, dass er zum Schreien ist. Nach all den Institutionen in denen Alkohol verboten war oder im Altersheim viel zu teuer, habe ich in meiner Wohnung nachgeholt. Logisch kann ich nicht 1 1/2 Jahre oder wie lange es war Alkohol nachholen. Aber Alkohol hat den Platz der Belohnung(!) eingenommen. So muss ich weiterfahren und dann habe ich irgendwann ein Riesenproblem. Andere saufen sich um Kopf und Kragen und ich schaue mir wenige Monate zu und durchschaue mich.

Jetzt muss ich mir gut zureden, dass ich zuerst den Alkohol weglasse und dann die Kalorien bei der Nahrungsaufnahme reduziere. Ich denke, ich frage meinen Assistenten, der graphisch arbeitet, ob er mir Belohnungsplakate gestaltet für Gewichtsverlust, so alle zwei Kilos oder so.

2019

Zum erstenmal seit geraumer Zeit gucke ich neugierig in ein Neues Jahr. Was könnte es bringen?

  • Weitere Arbeit an den Traumatas
  • Weiteres Wohlbefinden
  • Alltag und Freizeit mit Jonathan, weiteres Zusammenwachsen
  • Lernen mir peinliche Wünsche zu formulieren und anzuleiten, dass sie so ausgeführt werden, wie ich möchte. Ich muss nicht alles können. Klassische Probleme Fingernägel schneiden und Wimpern zupfen.
  • Vielleicht die Kletterwand ganz klettern oder bleibt die Höhenangst?
  • Ferein? Werde ich sogar in die Ferien fahren können?
  • Wird sich Spix an den Campingplatz gewöhnen?

Ehrlich, es lebt sich ziemlich einfach, wenn ich darauf vertrauen kann, dass der Traumatologe und ich meine Depression wirklich lindern können, wenn sie denn nochmals auftauchen sollte.

Meine Krankengeschichte ist klassisch für ein Mensch, der in der Kindheit traumatisiert wurde. Was mich erschreckt ist, dass ich all die Jahrzehnte keine Traumatherapie bekam in der medizinisch doch ach so gut dotierten Schweiz. Nein, ich wurde im Gegensatz darauf getrimmt, dieses immense Leiden aushalten zu müssen und die Ärzteschaft und behandelnden Spitäler verdienten sich eine goldene Nase und ich litt und litt und litt und sollte gefälligst NICHT jammern. Ehrlich, ein solches Leben begehre ich Null Sekunden.

Hinter jeder Depression kann eine Traumatisierung stecken und dann gehört dieseR PatientIn in die richtige Behandlung, auch nicht zu einem bzw. einer Traumakurpfuscher. Wenn ich google bieten sich sog. TraumaspezalistInnen mit den unglaubwürdigsten Ausbildungen an. Eine ärgert mich masslos, dabei handelt es sich um eine Psychiaterin deren Patientin ich 8 Jahre lang war. Wenn die von Traumatas was verstehen würde, hätte ich längst keine mehr.

Ich hoffe, dass es mir in diesem Jahr 2019 langsam dämmert und in mein Gefühl übergeht, dass all diese schrecklichen Erlebnisse Vergangenheit sind. Und die Zukunft liegt vor mir. Je freier ich werde, desto mehr.

„Recht“ auf Traumatisierung

8-tung ironisch und sarkastisch und natürlich leider wahr:

Die CH ist ein schönes kleines Land, sauber und adrett, da passiert nun wirklich fast nichts Böses.

Traumatisiert dürfen sein:

  • Allen voran die Flüchtlinge, die in fernen Ländern und auf der Flucht Schreckliches erlebt haben.
  • Sexuelle, weibliche Opfer. Meistens wird ihnen suggeriert, dass sie für den Rest ihres Lebens kämpfen oder leiden müssen.
  • Kinder, die körperlich misshandelt wurden.
  • Katastrophenopfer. Mir sind in Erinnerung Opfer einer wilden Freizeitvergnügung. Ich wundere mich immer, dass immer mehr Freizeitaktivitäten so krass sein müssen, dass der Tod allen im Nacken sitzt. Irgendwas ging gründlich schief, Todesopfer und ein Careteam rückte aus und dieses Ereignis fand Beachtung in den Medien und wurde in verschiedensten Zusammenhängen aufgewärmt.

Das war es dann. Mehr Traumatisierungen gibt es doch nicht oder?

Wer Trauma googelt, liest, dass auch medizinische, gewollte, abgesprochene medizinische Eingriffe traumatisch sein können. Es können auch scheinbar kleine Ereignisse traumatisieren, sie müssen nicht immer die Grössenordnung einer Vergewaltigung haben.

Aber hier in der CH kennen wir Google und die grosse weite Welt nur vom Hörensagen, wir leben hinter den Bergen!

Ärger über Ärzte

Seit 58 Jahren bin ich traumatisiert, seit ich im Alter von zwei Jahren Physiotherapie nach Bobath bekam. Täglich Übungen, die mich schmerzten. Täglich sollten meine Gliedmassen, die nicht der Norm entsprachen, in meiner Erinnerung bildeten meine Füsse ein „T“ beim Gehen, so manipuliert werden, dass sie normierter wurden und normierter aussahen. Der rechte Fuss war der Strich, also gerade und der linke Fuss war dass Dach des Ts, also total im 90° Winkel oder fast in dem Winkel nach innen gedreht. Dieser Fuss und dieses Knie MUSSTEN RAUS. Beim Arm liegt vermutlich eine Misshandlung vor, den kann ich nicht ganz strecken, was atypisch ist für ein CP. Frau muss vermuten, dass einE ErwachseneR falsch zugelangt hat und mein Ellbogen dabei verletzt wurde. Auch die Hand und der Arm sind teilweise gelähmt (=Hemiparese).

Also ich hatte wirklich gewonnen, unnötig zu erwähnen, dass das alles unter dem Schildchen „schöne Kindheit“ segelte. Da ist einem Menschen gründlich die Sprache vergangen, wenn er körperlich spürt, dass er oder sie traumatisiert ist und verbal soll er oder sie für die schöne Kindheit danken.

Schon mit 20 Jahren wusste ich instinktiv, dass sich was grundsätzlich verändern musste und dass das dauern würde. Mit ca. 22 Jahren die erste sog. Depression. Völlige Fehldiagnose, ich war schon damals traumatisiert. Die nächsten 38 Jahre können wir überspringen, die Fehldiagnosen werden immer beleidigender, dreister und falscher.

ICH HABE MEINE DIAGNOSE SELBST GESTELLT, ICH GANZ ALLEIN!

Und es ist nicht das erste und einzige Mal in meinem Leben, dass ich für mich Ärztin spielen muss. Lactoseintoleranz haben die Schulmedizinärzte diagnostiziert, aber da war ich schon über 50 Jahre alt und hatte mindesten 35 Jahre lang völlig unnötig gelitten. Leider kommt mir KEIN anderes Bsp. in den Sinn, wofür ich Ärzte positiv verwenden konnte.

Mit der komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung als Neudiagnose kommt sogar die Neurologische Diagnose ins Wanken. Da lese ich immer, dass ich meine Depressionen und mittlerweilen meine angebliche bipolare Störung haben müsse aufgrund meiner HIRNVERLETZUNG.

Wenn ich mir in Zusammenarbeit mit dem Traumatologen Gesundheit und Lebensqualität erarbeiten kann, dann ist diese neurologische Diagnose einfach falsch und ein Hirngespinst von Hirnärzten. 38 Jahre Leiden, 58 Jahre seit der ersten Folter, manchmal fehlt mir das Verständnis für die Schulmedizin. Ich komme mir vor wie eine politische Gefangene, die jahrzehntelang eingesessen hat und jetzt noch einen unbekannten Teil ihres Restlebens zur Verfügung hat und als einziges das beste daraus machen kann. Die Vergangenheit kann auch ich nicht ändern. Aber ich wünschte, die heutige Schulmedizin würde mehr taugen. So wahnsinnig einmalig sind weder eine CEREBRALE PARESE noch TRAUMATAS. Es gibt aus meiner Sicht keine Entschuldigung für das Versagen der Schulmedizin.

 

Nachtrag: Meine zweite Tochter wurde mit der Hilfe eines sehr guten Frauenarztes geboren. Er ist lobend zu erwähnen. Solche Arbeit erwarte ich von einem Arzt.

Wer sich jetzt über die Geburt meiner ersten Tochter wundert: USA, Narkosefehler, traumatisierend, ich brauchte eine Krücke, um mich zu bewegen, ich war akut erneut hirnverletzt und habe permanente Schäden davon getragen. Eine solche Erfahrung wünsche ich keiner Frau. Damals hatte ich mein Studium noch nicht beendet. Ich war nie tot bei irgendeinem medizinischen Mist, ich musste immer von Niveau x her kämpfen. Dieses ewige Kämpfen ist extrem ermüdend.

 

Straffällig II

Natürlich ist keine Einsicht zu ewarten von einem Menschen, der sich unangreifbar im Recht glaubt. Ich kaufe bei diesem Menschen eine Dienstleistung ein und die muss ich bei irgendeiner Firma einkaufen. Da gibt es VertragsDAUERN. Während ich armes Wesen abklären muss, ob der Firmenvertreter mir gegenüber eine Straftat begangen hat, kann ich die betroffenen Verträge NICHT kündigen. Noch schlimmer: Dieser Mensch belästigt mich mit Mails und dummem Geschwätz, wo ich längst die Agentur gewechselt habe, innerhalb derselben Firma.

Meine Geldforderung habe ich per eingeschriebenem Brief weggesandt. Da ist die Gesetzeslage mehr als offensichtlich. – Wetten, das er nicht bezahlt, zu dumm ist, einzusehen, dass sein Verhalten aussichtslos ist? Das gründet sich nämlich auf zwei Grundsätze.

  • Wieort ist zahlungsfähig und handlungsfähig, wenn es um die Vorteile des Agenten geht.
  • Wieort ist so unendlich psychisch durch den Wind, das ein Agent ihr z.B. heute schreiben darf: Nimm deine Medikamente regelmässig und achte auf deinen Schlaf.

Dieser Mensch hat solchermassen Null Ahnung vom Gesetz, dass meine HandlungsUNFÄHIGKEIT mich vor finanzieller Übervorteilung schützt, das kommt ihm nicht im Traum in den  Sinn. Ich war hospitalisiert, als er mir 2’500.- SFr. abgenommen hat, ohne Vertrag, ohne Rechtsgrundlage.

Sobald die Festtage zu Ende sind, übernimmt mein Anwalt. Und wenn er es nicht endlich tut, dann suche ich mir einen andern. Auf meiner Nase wird nicht mehr rumgetanzt.

Wie immer gilt die Unschuldsvermutung, solange kein Urteil gesprochen ist.

Zur Kenntnis nehmen

Es gibt unendlich  viele Menschen, die haben Null und ich meine echt Null Ahnung, wie bescheiden das Leben sein kann. Mein Wohnungsnachbar hätte gern eine Freundin und so hat er mich zum Apero eingeladen. Heute war er nicht so fit: MS Schub. Ich biete ihm an, ihn zu bekochen, schliesslich ist es Heiligabend. Später klinglt er, um abzusagen. Es ist ihm so schlecht, er weiss sich nicht zu helfen. Er rechnet ständig damit, dass er sich übergeben muss.

Wenn doch Menschen zur Kenntnis nehmen würden, dass das echte Probleme sind, die kaum zu lösen sind und nicht die Nichtigkeiten, die sie zu Grossproblemen aufbauschen. Aber eben, jedeR ist sich selbst die NächsteR und ihr Problemchen ist das GRÖSSTE. Manchmal muss ich deshalb nicht kotzen, aber es kotzt mich an. Meine Geduld ist seit mindestens 40 Jahren zu Ende.

Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung

Meine Leidensgeschichte mit Ärzten ist lang. Meine Leidensgeschichte mit PsychiaterInnen ist noch länger. Aus unerfindlichen Gründen wurde mir die Behandlung meiner kptbs immer vorenthalten. Ich bekam die diffusesten Diagnosen und die abstrusesten Behandlungen und in der Zwischenzeit sind meine schweren Depressionen zyklisch, d. h. ich habe 2 bis 4 Episoden pro Jahr. Einige ganz kluge PsychiaterInnen behaupten ich sei zudem manisch bzw. hypomanisch und entsprechend habe ich dämpfende Medikamente, die einen Elefanten ruhigstellen würden. In den Augen dieser ÄrztInnen ist mein Leiden noch lange nicht gross genug, sie vergrössern es mit einer Leidenschaft, die in meinen Augen krankhaft ist.

Nachdem ich den letzten Psychiater nach fünf Situngen zum Teufel gejagt hatte, googelte ich einmal mehr in meinem Leben nach einem Traumatherapeuten bzw. einer Traumatherapeutin. Kriterien: Schulmedizin, PsychologIn bzw. PsychiaterIn und nicht was Esotherisches oder einE selbsternannte TherapeutIn mit einigen Kursen und ohne fundierte Grundkenntnisse.

Ich fand meinen Traumatherapeuten, schickte ihm ein kurzes Mail, er hatte sofort Zeit, was klar ist, weil er Menschen heilt und dann ziehen sie fröhlich in ihr Leben und danken ihm und er kann neue PatientInnen aufnehmen. Wir haben 6 bis 8 Situngen zusammen erlebt und gestern Abend spürte ich in meinem Körper erste Heilungserfolge. Was bin ich froh und wie hoffe ich, dass ich mit diesen Lernschritten selbst Einfluss auf meinen psychischen Zustand bekomme. Wer sich für Methoden interessiert: EMDR, PITT, Sicherer Ort, Imagination. Mit der angeleiteten Imagination kann ich in meinem Unterbewussten belastende Erfahrungen neu überschreiben und meine Seele damit selbst nähren. Es ist cool, selbst handeln zu können und nicht nur ausgeliefert zu sein.

Zum erstenmal stehe ich in einer Therapie im Mittelpunkt. Was ich sage wird wertfrei verstanden und wiederholt. An einer Stelle ging es um Verrat. Ich hätte mich nicht getraut, Verrat als Wort zu gebrauchen, aber es ist Verrat und das Wort passt und es ist nüchtern, rational, keine Übertreibung. Das tut so gut, in der Art ernst genommen und verstanden zu werden.