Katzenerziehung

Zu dem heiklen Thema gibt es mehr Meinungen als es lebende Katzen gibt auf der Welt.

Für mich war von Anfang an klar, dass ich Spix analog zu einer Hundeerziehung erziehen werde, immer mit dem vollen Bewusstsein, dass eine Kaze total anders denkt, als ein Hund.

Spix habe ich bisher nicht zuverlässige Abrufbarkeit beigebracht. Da liegt einiges im Argen. Natürlich erkunden wir momentan zusammen die Blockumgebung. Wenn die Temperaturen wärmer werden, wird Spix leinenlos spazieren wollen. Soweit so gut, aber ich wohne in einem Block mit zwei Liften und im 5. Stock. Also muss Spix zwingend auf meinen Ruf zu mir kommen müssen. Vorher gibt es keinen Freigang.

Arbeit ich komme!

Ich vermute, dass ich Spix zu wenig berührt habe. Ich kann sie fast nicht tragen, ohne dass sie mich anfaucht. Eine körperliche Ursache ist auszuschliessen, sie ist jung, kerngesund und hat ihre ärztlichen Termine.

Seit heute wird sie „rücksichtslos“ gestreichelt, wenn sie eine Katzenbelohnung frisst.

Gerade draussen ist es wichtig, dass ich sie auf den Arm nehmen kann, wenn Gefahr droht oder wenn ich kalt habe und an die Wärme will. Ich toleriere nicht, dass ich schlotternd neben meiner Katze stehe, die sich geruhsam die Welt anschaut.

Arbeit ich komme.

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Die Telefonselsorge in der CH ist jämmerlich organisiert. Oft ist sie besetzt oder heute war dreimal der Telefonbeantworter eingeschalten.

Folge für mich: Nach 101 Tagen Rauchfreiheit einen Rauchausrutscher hingelegt. *Piepiiip* = unflätiger Fluch.

Im Internet auf meinem Rauchfreiblog eine riesengrosse Antirauchwerbung hingedruckt. Jetzt hoffe ich, dass sie wirkt und ich sie glaube.

Gegendarstellung zu PZM

Wir erinnern uns, ich hatte mich bei der Ombudsstelle für Spitalwesen gemeldet, um kostenlos meine Reklamation im PZM zu deponieren. Wurde gemacht und seit einigen Tagen liegt die überhebliche Antwort der Oberärzte vor. Eine Steilvorlage um das Messer reinzurammen und dazu habe ich alle Lust.

Faktisch habe ich in der CH das Recht zu einem Arztbericht meine Gegendarstellung zu verfassen und die MUSS den Akten beigelegt werden. Huuurrrrraaaahhhhh ich komme, formulieren, das kann ich.

PZM: „Unklar sind die Differenzen bezüglich der Gehunfähigkeit, die wir nie als derart drastisch gesehen haben, dass wir einen Rollstuhl zur Verfügung stellen müssen.“

Meine Antwort:

2. Gehunfähigkeit

Die Einweisung ins PZM 2017 erfolgte nach einem Cerebralparetischen Schub. Die Patientin war weitgehend gehunfähig, konnte nicht stehen. Oberarzt blablabla… verlangte von ihr auf einen Rollstuhl zu verzichten. Sie musste am Boden rumkriechen, welcher schmutzig und völlig ungepflegt ist. Um an Essen zu kommen, musste die Patientin ein zu schweres Tablett aus einem Wärmeschrank würgen und immer die Heizelemente weglegen. Die Oberärzte nennen das die eigenen Ressourcen mobilisieren. Die Patientin verlangt Menschenwürde und Inklusion.

 

Für unsereins, b. hatte mich besucht und die Zustände dort gesehen. Sie wies und weist mich darauf hin, dass die Nahrungsaufnahme für mich unzumutbar war. Sie hat mich ermuntert, ein Tablett fallen zu lassen, um permanente Hilfe zu bekommen bei der Essensausgabe. Die Pflegeleute pflegten sich in die Sofas hinzuflätzen während wir assen. Also die personelle Kapazität wäre absolut vorhanden gewesen, mir stets das Tablett auf den Tisch zu stellen. Ihre Faulheit pflegten sie mit diesem Ressourcensatz zu begründen. Voll ätzend.

Das ist nur ein Bsp. der ganze Text ist länger. Auf Englisch heisst dieser Prozess: „Eat your own words.“ Tja, wer Disteln sät, kann keine Sonnenblumen ernten!

Ich habe meine Gegendarstellung in dieser Nacht verfasst, weil ich armes Kerlchen nicht schlafen konnte. So wie sich mein Körper anfühlt, kriege ich kein Mittagsschläfchen. Wer hat ein Schlafhämmerchen?


 

Ich stelle bei diesem Thema fest, wie schlimm Traumatisierung und Retraumatisierung sind: All diese Zwangsmassnahmen sind traumatisierend und retraumatisierend, weil ich in meiner Kindheit schlecht behandelt wurde.

Sex: Natürlich hat es mich genau einmal erwischt. An dem Tag war ich leider nicht bei drei auf den Bäumen, sondern in einer kompromittierenden Situation. Auch wenn mir rational absolut nichts Schlimmes passiert ist, bin ich von der Situation, aus der ich mich befreien und retten konnte, ich kam nicht unter die Räder, traumatisiert.

Der ständige Druck zu wissen und zu spüren, da will mann etwas, egal von welcher frau, auch eine wieort kommt in die engste Auswahl, das war nur grässlich. Einerseits verstehe ich die zu lange weggesperrten Männer und andererseits verstehe ich mich, die sowas partout nicht will.

Mit dem einen Mann, dem ich lehrte mich als Mutter anzuschauen, hatte ich sehr guten Kontakt. Er war in einem gewissen Bereich der Schwächste und ich im körperlichen. Wir waren viel beisammen und streiften durch die Gegend, in dem engsten Rahmen, der uns gesetzt war. Gern hätte ich ihm geholfen, wenn ich gekonnt hätte. Aber in der Situation kann sich frau nicht einmal selbst helfen.

Was ich nicht weiss, ob ich meine gesamte Gegendarstellung anonymisiert hier einstellen will. Ich wäge pro und contra ab, bin grundsätzlich stolz über meine Formulierungen, weil ich mich wehre und nicht unterbuttern lasse.

Schreien

Zum Schreien finde ich auch Menschen, die mich als Psychotante behandeln, mit dem mittleren Tonfall von „bitte um schonendes Anhalten“. Das tut z.B. mein Anwalt. Eigentlich geht der mir total auf den Geist. Ich hatte ihn früher schon und war unzufrieden. Weil er auf der Liste für PatientInnen mit Hirnverletzung steht, habe ich ihn wieder gewählt und bin unzufrieden. Er kann Brieflein an die Invalidenversicherung schicken und dann kommen deren Verfügungen mit Ach und Krach in Ordnung.

Was er daneben erledigen sollte, schleppt er terminlich dahin bis zum geht-nicht-mehr. Dank der Konsumentenzeitschrift Beobachter konnte ich ihm in einem Fall Beine machen und es war der letzte Augenblick gewesen vor der Verjährung. Für die Angelegenheit Umzugsfirma, will er Zeugenaussagen. Mein Wort reicht ihm nicht fürs erste.

Was die Enterbung meiner ersten Tochter betrifft, hat er bis heute nicht das Gesetzbuch aufgeschlagen und nachgelesen, ob die Grausamkeiten meiner ersten Tochter reichen für eine vollständige Enterbung oder ob sie mich zuerst erschiessen muss. Die Bedingungen für eine Totalenterbung sind in der CH sehr hoch. Das ist auch mir klar. Trotzdem, wenn ich wissen will, ob es reicht, kann ein Fachmann rasch nachschlagen, ob es reicht.

So habe ich gerade gegoogelt, ob ich in der CH den Umgang mit meinem Enkelkind einklagen kann. Antwort: Nein, kann ich in der CH nicht. – In den Fernsehshows ist das möglich. Ob das deutschem Recht entspricht?

Der Ehemann meiner Skilehrerin hat mich auch in dem Tonfall behandelt. Über 25´000.- SFr. hat meine Skilehrerin in den fast 20 Jahren an mir verdient und mir natürlich eingetrichtert, ich könne nicht ohne sie fahren, weil ich mein Tempo unzureichend einschätzen könne, was Mumpitz ist. Aber weil ich nun nicht mehr in die Lenk gehe, der WoWa ist bekanntlich abgezogen und den schreienden Campingplatzbesitzer muss ich nie mehr in meinem Leben sehen, weil die Lenk passe ist, sind Jonathan und ich zu faul, um die Skiausrüstung holen zu gehen. – Ein Weg ist immerhin 5/4 Std. – Wesentlich sind die Skischuhe, weil die innen korrigiert sind. Der Rest ist Allgemeinware und die Skis eh uralt. Jetzt, da frau an mir nicht mehr verdienen kann, muss ich wieder und wieder bitten, mir die Skischuhe doch bitteschön zuzusenden. – Fussboden ich lecke dich mit Todesverachtung.

Zerrissenheit

Warum ist es so schwierig ruhig zu bleiben? Warum platzt mir der Kragen irgendwann immer, auch wenn ich mich noch so anstrenge? Mit b. haben wir darüber nachgedacht.

  • Sicher ist, dass mir der Kragen platzt, wenn ein Trauma dahinter steckt. – Wenn ich rumschreie, muss ich mir nur überlegen, was das Trauma ist. Das ist so praktisch wie das Bluten einer Fleischwunde. Intensität etc. geben Auskunft über die Schwere der Verletzung. – Darum nützt der Hinweis nichts, ruhig zu bleiben. Ruhig bleiben habe ich zu dem Zeitpunkt schon bis zum Ekzess versucht und leider hat es nicht geklappt. NOT-wendend ist die Traumabehandlung. Die senkt den Stresspegel von Behandlung zu Behandlung.
  • Schreie ich auch, wenn Meine Erwartungen nicht erfüllt werden? – Das will ich beobachten.
  • Sicher schreie ich bei Überforderung, soweit ich nicht verstumme, weil ich total überfordert bin.
  • Sicher schreie ich nie manipulativ oder aus Lust am Kravall.
  • Früher habe ich mich wahnsinnig geschämt. In der Zwischenzeit stehe ich mehr zu mir und gut ist.
  • Was mich auch zerreisst sind Dinge die mir so offen und klar sind und NTs wissen noch nicht einmal, dass ein Problem im entferntesten entstehen könnte. Ich erinnere an die Situation, die von einer Gruppe PatientInnen erlebt wurde und nur ich wusste SOFORT das gleich jmd. geschlagen wird und eilte dazwischen. Mit einer anderen Patientin habe ich gesprochen, sie hat die drohende Gefahr nicht realisiert, hätte gern geholfen den Gewaltausbruch zu verhindern oder die Parteien so zu trennen, dass niemand zu Schaden kommt. Solche Beispiele gibt es viele und die Verständigung ist schwierig, weil was für den einen so selbstverständlich ist für den andern nicht existiert.

 

Soviel kommt mir gerade zu diesem meinem Dauerbrennerthema in den Sinn. Ich habe mich oft gefragt, wie dieses heikle Thema ausschauen würde, wenn ich ein Hitzkopf und nicht so selbstbeherrscht wäre, wie ich bin. Dann wäre vermutlich Dauerkrieg. Ich weiss, dass Menschen im Dauerkrieg leben müssen, nicht weil sie es wollen, sondern weil das Schicksal ihnen so übel mitgespielt hat. Sie haben meine Empathie, weil es meiner Meinung nach etwas vom behindertsten ist, so leben zu müssen. Es ist einfach nur grausam.

Gruselig

Ich habe sowas, was sich Familie nennt. Gruselig, einfach gruselig. Jetzt ist der Fall eingetreten, dass die älteste Person ins Altersheim ging. Ich bin in einer Erbengemeinschaft, natürlich völlig unfähig gesundheitlich irgendwas, irgendwie zu helfen.

Das wird mir dann genüsslich um die Ohren gehauen. Heute bin ich reingerasselt: Ich sollte ein Lager räumen bei einer dummdreisten Firma. Jetzt kommts: Beim ersten Versuch hatte ich keinen Zugang zum Lager, weil ich nicht auf dem Mietvertrag stehe. Wohlgemerkt meine eine Schwester ist Notarin und alle drei Frauen behaupten in diesem doofen Lager stehe mein Erbanteil! Halleluja Notarin, Dummheit steh dir bei. Es ist völlig klar, dass ich via Erbe bestimmt anteilsmässig an das Lager mitbezahle.

Okay, Rückmeldung an die holden Damen und jetzt heute, 1 1/2 Monate später der zweite Versuch. Lagerfirma: Ja das sei nur ausnahmsweise möglich eine solche Besichtigung, da müsse Wachpersonal mit, dass müsse ICH bezahlen….bla, bla, bla…… mich hat es verblasen und ich habe nur noch heulend geschrien, dass ich gewiss nicht dieses Lager anschauen wolle.

Rückmeldung an meine ältere Schwester: Mach mit dem Lager, ich kann das nicht. Ich habe ein solch bescheuertes Lager nicht gemietet noch gewollt, noch bin ich bereit den Boden zu lecken vor irgendeiner Lagerfirma, nur weil die Flausen im Kopf hat.

Was ich als Ausweg könnte: Der Umzugsfirma meines Vertrauens den Auftrag geben, das Lager zu räumen ohne meine Anwesenheit. Die Frage ist einfach, ob solch ein Firmenbesitzer Wertgegenstände angemessen einschätzen kann. Irgendwie habe ich ein diffuses Gefühl, da müsse eine Fachperson her, damit frau nicht übers Ohr gehauen wird.

Übrigends gratis abzugeben, gruselige, bescheuerte Famillienmitglieder, ausschliesslich weiblich, Männer sind eingeheiratet, von mir aus gebe ich die auch äusserst bereitwillig weg.

Stressabbau

Meine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung war am Schluss nicht mehr zum Aushalten noch zu Kontrollieren. Die Stressspirale drehte immer schneller und es wurde immer wilder. Ich bin froh, dass ich aus lauter Not z. B. keine Straftat begangen habe oder sonst was wirklich Dummes. Ich hätte einen Autounfall provozieren können. Ich hätte einen Suizid oder Suizidversuch machen können. Trotzdem führte sie zu grässlichen Szenen, die wiederum zu den altbekannten Fehlbehandlungen führten. Die CH ist ein Anfängerland, was den Umgang mit traumatisierten Menschen betrifft. Ich war Patientin von x Arztpraxen, da rechne ich mindestens die drei letzten Jahrzehnte mit und nicht einmal wurde ich an eine Traumabehandlung angemeldet. Dafür wurde gepfuscht was das Zeug hält und mir ging es immer schlechter. Das sei halt so, wurde ich belehrt. Eine Frechheit sondergleichen, wenn ich bedenke, dass es mindestens seit den 90er Jahren anerkannte Traumabehandlung gibt.

Ich wundere mich noch immer, wie Menschen Mitmenschen behandeln dürfen und es ist keine Straftat. Nur an einem einzigen kleinen Punkt wird ein Mensch mit der Hilfe meines Anwalts zur Rechenschaft gezogen. Ansonsten kann man Mitmenschen ausnutzen, veräppeln, verarschen, übervorteilen und nichts, gar nichts davon ist anklagbar. Wenn ich dadurch unter einem immensen Leidensdruck stehe, dann bin ich der Depp im Umzug, für mich unverständlich.

Jetzt endlich habe ich mir eine Traumabehandlung selbst organisiert. Letztlich draufgekommen bin ich durch eine Reaktion meinerseits, die ich als glasklares Flashback identifizierte und die auszuhalten ich nicht bereit war. Also eigentlich ist es ein kleiner, blöder Zufall, der mich aus der vollendeten Misere rauskatapultiert.

In solch einer Extremsituation ist es sehr wichtig, Stress abzubauen. Jedes Trauma, das nicht verarbeitet ist, kann getriggert werden und schon läuft es auf Hochtouren, Stress pur. Die begleitenden Depressionen sind nicht ohne und von A bis Z Stress. Heute habe ich z. B. das schmutzige Geschirr stehen lassen, weil es mir egal ist. Sonst habe ich immer mit äussester Not aufgeräumt, weil ich mich schämte, nicht einmal fähig zu sein, das bisschen Geschirr wegzuräumen.

Wenn der Stresspegel dann gehörig gesunken ist, wenn zwischen 30 und 50 Traumatas verarbeitet sind, erhoffe ich mir, nicht mehr so schreckhaft zu sein. Das wäre toll: Jemand kommt ungesehen von hinten und ich hopse nicht einen halben Meter in die Luft. Oder ich muss nicht mehr gereizt auf alles Unvorhergesehene reagieren, ich könnte z. B. neugierig sein. Das wäre doch einfach genial.

Heute hat mich mein genialer Assistent umarmt. Er hat sofort gesehen, dass ich aus der Depression raus bin, weil ich ihn angelacht habe. Wir haben wie Kinder rumgetollt und anderes Essen eingekauft, das worauf ich gerade Lust habe. Nächsten Montag machen wir ein Festessen mit dem Silberbesteck, das ich flicken liess, einer zweier Garnitur.

Das Silber ging kaputt als ich zum erstenmal zwangshospitalisiert wurde. Ein Schaden von über 10’000.- SFr. Die Spitex war in der Wohnung. Der Schaden egal. Damals habe ich in diesem bescheuerten Spital gelitten wie ein Hund allein wegen des Silbers und dieses entstehenden Schadens. Wäre ich abgedreht gewesen, wie die Ärzte noch heute behaupten, hätte ich sowas nicht realisiert.

Ich habe nur flicken lassen, was ich brauchen kann und will. Ein Zweierset z. B. für mich und Jonathan oder mich und Eliane oder….

Falsch gedacht

Ich denke einfach falsch, weiss es und verstehe trotzdem nicht, warum mein Denken nicht normal sein soll. Das gibt ein ziemliches Durcheinander und geht folgendermassen:

Aus meiner Sicht ist gute Gesundheit keine Selbstverständlichkeit. Also versuche ich, soweit ich gesundheitlich kann, gute Erlebnisse zu sammeln, damit ich mich an schöne Zeiten erinnern kann, wenn ich nicht mehr so gut kann. Ein Bsp. ist die Wanderung in die Gspaltenhornhütte. Diese schöne Erinnerung gehört mir und niemand kann sie mir wegnehmen. Oder jetzt die Zeit mit Jonathan. Seine Arbeitsweise ist excellent und überhaupt nicht alltäglich. Da gilt es jeden Augenblick möglichst zu geniessen.

Andere Menschen scheinen es selbstverständlich zu nehmen, dass gesundheitlich alles gut läuft. Wenn diese Zeit irgendwann vorbei ist, scheinen sie keinen Notvorrat zu haben. Je nachdem staune ich Bauklötze, weil sie soviel konnten und sich dessen überhaupt nicht bewusst sind. Guter Rat ist dann teuer. Solidarität hilft am meisten und Klappe zu, wenn ich staune. Ich kriege regelmässig Saures, wenn ich meine vorlaute Denke nicht halten kann und sage: Du konntest so lange dieses, jenes und überhaupt sehr vieles.

So denke ich falsch und kriege regelmässig auf die Ohren.

2019

Zum erstenmal seit geraumer Zeit gucke ich neugierig in ein Neues Jahr. Was könnte es bringen?

  • Weitere Arbeit an den Traumatas
  • Weiteres Wohlbefinden
  • Alltag und Freizeit mit Jonathan, weiteres Zusammenwachsen
  • Lernen mir peinliche Wünsche zu formulieren und anzuleiten, dass sie so ausgeführt werden, wie ich möchte. Ich muss nicht alles können. Klassische Probleme Fingernägel schneiden und Wimpern zupfen.
  • Vielleicht die Kletterwand ganz klettern oder bleibt die Höhenangst?
  • Ferein? Werde ich sogar in die Ferien fahren können?
  • Wird sich Spix an den Campingplatz gewöhnen?

Ehrlich, es lebt sich ziemlich einfach, wenn ich darauf vertrauen kann, dass der Traumatologe und ich meine Depression wirklich lindern können, wenn sie denn nochmals auftauchen sollte.

Meine Krankengeschichte ist klassisch für ein Mensch, der in der Kindheit traumatisiert wurde. Was mich erschreckt ist, dass ich all die Jahrzehnte keine Traumatherapie bekam in der medizinisch doch ach so gut dotierten Schweiz. Nein, ich wurde im Gegensatz darauf getrimmt, dieses immense Leiden aushalten zu müssen und die Ärzteschaft und behandelnden Spitäler verdienten sich eine goldene Nase und ich litt und litt und litt und sollte gefälligst NICHT jammern. Ehrlich, ein solches Leben begehre ich Null Sekunden.

Hinter jeder Depression kann eine Traumatisierung stecken und dann gehört dieseR PatientIn in die richtige Behandlung, auch nicht zu einem bzw. einer Traumakurpfuscher. Wenn ich google bieten sich sog. TraumaspezalistInnen mit den unglaubwürdigsten Ausbildungen an. Eine ärgert mich masslos, dabei handelt es sich um eine Psychiaterin deren Patientin ich 8 Jahre lang war. Wenn die von Traumatas was verstehen würde, hätte ich längst keine mehr.

Ich hoffe, dass es mir in diesem Jahr 2019 langsam dämmert und in mein Gefühl übergeht, dass all diese schrecklichen Erlebnisse Vergangenheit sind. Und die Zukunft liegt vor mir. Je freier ich werde, desto mehr.

Straffällig II

Natürlich ist keine Einsicht zu ewarten von einem Menschen, der sich unangreifbar im Recht glaubt. Ich kaufe bei diesem Menschen eine Dienstleistung ein und die muss ich bei irgendeiner Firma einkaufen. Da gibt es VertragsDAUERN. Während ich armes Wesen abklären muss, ob der Firmenvertreter mir gegenüber eine Straftat begangen hat, kann ich die betroffenen Verträge NICHT kündigen. Noch schlimmer: Dieser Mensch belästigt mich mit Mails und dummem Geschwätz, wo ich längst die Agentur gewechselt habe, innerhalb derselben Firma.

Meine Geldforderung habe ich per eingeschriebenem Brief weggesandt. Da ist die Gesetzeslage mehr als offensichtlich. – Wetten, das er nicht bezahlt, zu dumm ist, einzusehen, dass sein Verhalten aussichtslos ist? Das gründet sich nämlich auf zwei Grundsätze.

  • Wieort ist zahlungsfähig und handlungsfähig, wenn es um die Vorteile des Agenten geht.
  • Wieort ist so unendlich psychisch durch den Wind, das ein Agent ihr z.B. heute schreiben darf: Nimm deine Medikamente regelmässig und achte auf deinen Schlaf.

Dieser Mensch hat solchermassen Null Ahnung vom Gesetz, dass meine HandlungsUNFÄHIGKEIT mich vor finanzieller Übervorteilung schützt, das kommt ihm nicht im Traum in den  Sinn. Ich war hospitalisiert, als er mir 2’500.- SFr. abgenommen hat, ohne Vertrag, ohne Rechtsgrundlage.

Sobald die Festtage zu Ende sind, übernimmt mein Anwalt. Und wenn er es nicht endlich tut, dann suche ich mir einen andern. Auf meiner Nase wird nicht mehr rumgetanzt.

Wie immer gilt die Unschuldsvermutung, solange kein Urteil gesprochen ist.