Zigarettenfund in Handtasche

Vorbemerkung: Meine Anonymität zwischen Raucherforum und diesem, meinem Blog wurde geknackt. Wie das geht und warum das geht, keine Ahnung. Ich muss noch besser auf die Anonymität achten.

 

Gestern war mein ultimatier Ausgang im 2018. Rote Lederjacke und passende rote Handtasche waren gefragt. Und genau bei der roten Handtasche, die ich kaum je benutze, ist es passiert, dass ich zufällig 1 1/2 Päckchen Zigaretten fand. Ich wurde blitzartig unausstehlich hibbelig. Ich rauche meine Zigis zu Boden, bevor ich mit dem Rauchen aufhöre. Nö, ich entsorge nicht stangenweise Zigaretten im Müll.

Also hatte ich gestern ein Problem und ich beschloss, eine zu rauchen, weil ich es mir durchaus zutraue, 1 1/2 Päckchen zu rauchen und dann zu stoppen. Aaaaaaaaaaaaaber gemäss dem erwähnten Forum ist das ultimativ pfui. Da mir die erste nicht schmeckte, fragte ich Jonathan, ob er Verwendung habe. Hat er, ja klar. Er hat auch diskret meinen  Aschenbecher gereinigt und nö, er hatte es nicht nötig, mich zur Schnecke zu machen. Den ganzen Abend sind wir ca. 2 mal rausgegangen, um eine, genau eine zu rauchen, die er geraucht hat. Immer ist er so hingestanden, dass ich nicht vom Rauch eingehüllt wurde.

Ich bin so froh, um vernünftige Menschen, soooooooo unendlich froh. Warum andere mich piesacken wollen, keine Ahnung. Danke der Nachfrage, mein Leben ist schwierig genug, ich brauche NULL zusätzliche Belastungen.

Wie…..

…..soll ich euch vom Fest berichten mit montierten Fenchnails? Es war genial und der Assistent sehr hilfreich. In vielen Menschen werde ich unruhig und gereizt. Der Asssistenz kann mir Infos geben, z. B. wenn das Essen so lange nicht kommt, ob es zum Essen reicht, zeitlich oder nicht. Er hat mit Tanzenden besprochen, wenn sie mich fast von meinem Stühlchen gefegt haben. Der Schlüssel für die Behindertentoilette musste von uns beiden gleichzeitig benutzt werden, Typ hinhalten und gleichzeitig drehen. Alleine hätte ich an dieser Tür nur rumgezappelt. Bewegungstechnisch völlig chancenlos.

Das Konzert war genial, einige Stücke kenne ich in- und auswendig. Das Publikum ging im Konzert voll auf, der Boden vibrierte (1. Stock). Einzig mit Stephan Eicher konnten wir beide nicht allzu viel anfangen. Klar, Eicher ist berühmt. Wir sind Traktorkestarfan.

So und ultimativ sponti, wie ich bin, habe ich heute Abend doch Besuch zum Nachtessen eingeladen. Einer meiner Nachbarn. Zum Glück hat mein Assistent heute alles vorbereitet.

Nächte

Nächte sind manchmal lang und gut, ich erwache meistens viel zu früh. Dagegen gibt es benzoähnliche Medis, die ich jahrelang nehmen musste, aber sicher nicht nehme, um durch den Tag von meinen GefängniswärterInnen noch länger und intensiver gedemütigt und isoliert zu werden. – Menschen nehmen sich unglaublich wichtig, die gegenwärtige Nachtwache gehört dazu.

  • Zimmertüre offen
  • Küche natürlich geschlossen
  • Morgenmedis werden un 3 Uhr irgendwas eingenommen
  • Lithiumspiegel wird angepeilt, völlig zu Unrecht bei meiner CP
  • Ich erwarte meine spontane Sofortheilung, sobald ich nur dem/der Staatsanwaltschaft erzählen konnte, wie schändlich mich meine Familie,die Gesamte behandelt und behandelt hat.
  • Mein direkter Cousin, Stapi von Bern wird nicht wiedergewählt werden, weil das Volk „die gnädigen Herren“ nicht mag. Die Bernburgergemeinde hat sich durch meine schlechte Behandlung einen weiteren Todesstoss verliehen. Auch ich werde versuchen an ihre Milliarden zu kommen. – Wer kannte mich nicht 60 Jaahre lang? Alle haben sie weggeschaut und ich hae Überlebt, eine Glanzleistung!

Gerade hat die Polizei das Gebäude verlassen, die Nachtwache ist gewinnbringend mit einem lärmenden Patienten beschäftigt. Ich habe um 4.00 Uhr heissen Kaffee und genehmige mir demnächst ein verbotenes Zigarettchen. Himmlische Ruhe ninnt sich sowas in meinem Knast.

Mich erwischt die Nachtwache mit zu lauter Musik. Trompete halt, Alison!

Falls ich die Addi meiner Folterkammer noch nicht bekannt gegeben habe: PZM (=Psyciatriezentrum Münsingen), Hunzikenallee 1, CH (PLZ unbekannt, googeln) Münsigen, Z.H. von mir, Haus P (Psychose!) 46 Zi 2. _Logisch kommt hier nur Eingeschriebenes an. Dieser Betrieb ist ineffizient und höchst schlampig geführt. Fehlende Ausbildung wird durch übergrosse Einbildung kompensiert. Junge Dinger im Alter meiner Töchter belehren mich und ich darf weder laut lachen noch ausrasten!

Offene Tür

Heute Morgen bin ich mit der erstmalig offenen Tür buchstäblich in den Gang gestolpert, Augen zu wie bei einem Hundewelpen. Ich habe mich im Stationsbüro eine Runde hingesetzt.

  • Frau muss in meinem biblischen Alter die Flüssigkeit in den Gelenken anlaufen lassen.
  • Räumliche Totaldesorientiertheit, bei unerwarteter Situation
  • Rauchen verboten, wenn die Zimmertüre offen im PatientInnenzimmer und je nach Pflege gibt es erst nach 06.00 Uhr Kaffee.

Alles mit Bravour gemeistert. Mein einziges Langarmtshirt muss gewaschen werden und das geliehene Männerhemd ist zugeknöpft. Darüber Trainer, voll okay.

Privatsphäre ist in dieser Institution ein völliges Fremdwort, ausser es ist frühmorgens, da hat niemand Zeit oder während der ewigen Pausen.

Jetzt mit offener Zimmertür kann ich meinen tiefen Blutdruck mit Kaffee in die Höhe treiben und nicht mit Dauerzigaretten……… Trompete, ich komme!!!

Traktorkestar

Manchmal brauchen Menschen mit einer Hirnverletzung erfeuliche Ereignisse in ihrem Leben. Am Freitag genoss ich solch einen in der Mühle Hunziken, Traktorkestar heisst die Band. Durch spezielle Beziehungen waren zwei Plätze für mich vorreserviert. Blitzartig entschied ich, welchen ich wählen wollte. Das war letzten Mai.

Traktorkestar braucht mich längst nicht mehr wiebei der frühen CD. Ihre Erfolgskurve ist exponentiell und ich habe wie sie am Konzert ein Originaltshirt an, leicht abgenutzt durch jahrelangen, innigen Verbrauch.