Rauchfrei abgestürzt

Meine liebe Freundin und Mentorin hat meinen Autritt auf dem Forum Info-rauchfrei durchgesehen und zum  Absturz empfohlen. Menschen mit dem grössten Problem NichtraucherInnen zu werden, sind vielleicht nicht der pfleglichste Umgang.

Mein kleines Problem, ich möchte stabil rauchfrei werden, um Puste für meine Trompete zu haben. Der Schreck, mein Auto kaputt gefahren zu haben und das genau aus zwei Gründen: Schlafmangel und diesem Info-rauchfreiforum, in dem sich eine Meute zusammenrottete…….und den Rest kennen wir alten Häsinnen längst. Die LaienlotsInnen und insbesondere die Admins griffen viel zu spät und unprofessionell ein:

Mir wurde ein Trösternick mit PNs gegeben. Eklektisch wurden einige meiner Themen aufgegriffen. In Windeseile wurde mein Blog hier gescant, dass sehe ich als Admin auf meiner Dashboard. – Ich bin doch nicht blöd!!!!!!!

Ein Post der Admins in meinem Thread – viiiiiieeeellll zu spät. Andernorts wird mein Nick Elexier munter weiter zur Sau gemacht.

Per sofort, betrachte ich meinen Faden, mein sog. Wohnzimmer für mich als Tagebuch.

Meine Aufgabenliste:

  • Warten bis mein Kopf wieder normal arbeitet und nicht andauernd Fehlleistungen produziert, betroffen Kurzzeitgedächtnis.
  • Die Gehfähigkeit ist deutlich reduziert.
  • Die regelmässige Ernährung ist nicht gewährleistet.
  • Nicht einmal die Medis werden von meiner Fehlleistung verschont.
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  • Neues Weglassen der Zigaretten. Gegenwärtig bin ich im Rückfallmodus. Klar, ich tune mein Gehirn zu Leistungen und glasklar, wenn ich nicht essen kann, leide ich mit Zigi weniger.

Der Trösternick findet mich bääähhh….. und hat sich empfohlen. Ich zeige diesem Scheinheiligen den Stinkefinger und er mag bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ist für mich  eh einfacher, in meiner Situation nicht einen Nick zu trösten, der sich in aller Bescheidenheit einbildet, mich zu trösten. – Wir alle hier lassen ihn gnädig in dem Irrglauben. 🙂

 

Katzentauglicher Balkon

Spix und ich wohnen im 5. Stock. Ich kriege die Herzbaracke, wenn Spix sich zu weit hoch auf die Brüstung wagt und für mein empfinden lugt, wohin sie springen könnte.

Bis gestern dachte, das sei nur der Boden und ab un zu lehre ich ihr, dass ein Sprung auf den Boden „Auaaa“ ist. Gester spazieren Spix und ich. Eine Frau am Rollator nähert sich von weitem und scheint in die Luft zu sprechen. Spix katzenstarre, irgendwann lockert sich die Leine etwas. Die Frau ist auf meiner Höhe, hat die ganze Zeit mit mir gesprochen. Wir näheren uns, Spix willig und leicht neugierig.

Die Dame hat auch eine Katze, wohnt einen hauseingang neben mir, im zweiten oder dritten Stock. Ihre Katze scheint regelmässig den Balkon nach draussen zu verlassen und auf einem Bauelement zu landen und dort sspazieren zu gehen. Nur diese eine Mal ist sie runtergefallen, hat sich Knochen gebrochen. – Sollche Drahtseilnerven habe ich nicht und Tierarztkosten sind in der CH hoch.

Zu meiner grosseen Verblüffung möchte diese Dame gelegentlich mit Spix spazieren gehen. Wir habeen Duzis gemacht und jede ging ihres Weges, Spix ist für mich eine geniale Möglichkeit meine Nachbarschaft kennen zu lernen.

Zu Schrott gefahren

Gestern fuhr ich in die Massage. Ich war so übermüdet, dass ich auf der Liege einschlief. Als ich vom Parkplatz wegwollte, habe ich eine niedrig Mauer nicht sehen können und bin reingerammt. Das Auto nicht mehr fahrbar. Ich musste das ganze Karusell anwerfen, Versicherung, Abshleppdienst, Nummer hinterlassen beim Lagerhausbesitzer, der die nun beschädigt Mauer besitzt  und die Zeit lief.

Um halb fünf hatte ich mit meinem besten Assistenten der Welt abgemacht und ich nehme NIE mein Smartphone mit. Das dooofe Ding ist so ätzend zu bedienen, ich denke mein Assistent und ich brauchen eine Chefleitung mit einem behinderungsgerechten guten alten Handy. Schliesslich ist er mein royaler Prinz.

Also Stress, Zeit drängt, viele freundliche Hilfe am Unfallort, ich zu Tränen gerührt alleine deshalb weil ich nicht zur Sau gemacht werde, trotzdem schlüpfe ich so rasch wie möglich auf meinen Autoitz. Da fühle ich mich in Sicherheit.

Lastwagen kommt mit jungem freundlichen Fahrer, Skoda rasch draufgehoben, ich schaffe es knapp  in die Führerkabine, mein Autohaus liegt am Weg.

Meine Bezugsperson dort beäugt die Kombination, die vorfährt, guckt ganz streng, welcher Kunde hat…… Dann setzt das grosse Gelächter ein, easy, ich: He Jungs so komm ich doch alle 14 Tage bei euch vorbei.

In Windeseile bekomme ich einen Ersatzwagen und spurte zu meinem leidenden Asistenten.

Er will mir ganz aufgeregt erzählen, wie er gelitten hat und ich armer Teufel muss streng sein: Wir legen jetzt den Notfallschalter ein und machen ganz langsam unser Programm.

Jonathan wird stumm, wir ziehen uns an und laufen los Richtung Tram. Wir kommen ins Kino, der Hauptfilm hat noch nicht begonnen. Super. Thema „Luther“ ein CH Film mit viel Resonanz in der CH Presse, Jonathan hat in zu meiner Verwunderung vorgeschlagnen. Ich erschrecke beim geringsten Lärm auf der Leinwand. Wir haben Null Ahnung, wie lange der Film dauern wird und wollen noch Nachtessen. Ich weiss natürlich, dass Zwingli im Krieg umkommt und mir ist klar, dass der Film für mich vorher zu Ende ist.

Auf der Lienwand wir die Auseinandersetzung ref. kath.  immer heftiger. Ich stehe auf und gehe an die Kasse um mich über die Dauer zu informiern. Es ist 19.00 Uhr. Ich informiere Jonathan, dass wir jetzt den Film der ernster und trauriger werden wird, verlassen.

Der Rest ist easy, Nachtessen, geniessen und Jonathan begleitet mich nach Hause.

DANKESCHÖN JONATHAN DASS ES DICH GIBT DASS ICH EINE SOLCH BGLÜCKENDE ERFAHRUNG IN MEINEM LEBEN MACHEN DARF.

Für alle die LeserInnen unter uns, die Jonathan noch nicht begegnet sind, er ist 22 Jahre jung, will im Herbst studieren und ist ein Menscch, der an seine Bedürfnisse deenkt und die seiner Mitmenschen. Easy? Nein, eine Riesenausnahme.

 

Traurig

Okay, ich möchte mit Rauchen aufhören, ich gehe in die passenden Internetforen und schreibe, was frau dort so schreibt über Sucht und aufhören.

Was passiert? Der Insiderkreis unter uns weiss es längst und ist genau dagegen immun.

Ein solches Internetforum ist natürlich virtuell und ich kann irgendwen von meinen Leuten bitten, rasch nachzuschauen, ob ich mich wirklich daneben benommen habe, wie die Meute der ForumsteilnehmerInnen behauptet. Die Antwort meiner Vertrauensperson war: ich habe es i. O. gemacht. Die Meute vom Forum rauchfrei-info ist noch schlimmer als anderswo. Mein Nick heisst Elexier und mein Thread „Die süchtig Handtasche“. Das letzte was mir an den Kopf geworfen wurde ist, ich sei ein Troll und……

Muss ich hier speziell erwähnen, dass mich niemand, nicht eineR gefragt hat, welche Leistung kannst du überhaupt erbringen. Nein, die NichtwisserInnen wisssen alles besser und ih solle doch noch diese oder jene Leistung erbringen, und, und, und….

Die DeppInnen haben keine Ahnung, dass ihr Unwissen mich in den To treiben könnte, wenn da nicht meine Lieben wären, die meine bescheuerte Behinderung getreulich mittragen.

GOTT ICH HABE DIESE BESCHEUERTE BEHINDERUNG NICHT SELBST GEWÄHLT.

AB UND ZU ERDRÜCKT MICH DIESE LAST.

 

 

Filippas Idee…..

………finde ich so gut, dass ich sie hier von den Kommentaren ans Licht hole.

Die Sachlage: Spix will ich im Frühjahr auswildern. Sie wird entscheiden, ob sie wie im Altersheim über Nacht draussen bleiben will oder stundenweise über Tag.

Als Vorbereitung auf dieses Ziel, machen Spix und ich Vorübungen: Die Wohnung verlassen (pfuipfuioberpfui), den Lift betreten (unzumutbar), Lift fahren (wenn es den sein muss), den Lift verlassen (jeaaaahhh), die „falsche“ Wohnng rechts liegen lassen (dumme Katzenmama marschiert stramm und stur) eeendlich die beiden Schiebetüren passieren und hurraahhhhh wir sind draussen.

Für diese Vorübungen habe ich ein Katzengstältli und eine federleichte Katzenleine. Das Gstältli hat  zwei Schnappverschlüsse, die ich nicht immer sicher öffnen  kann. Das ist extrem nervenaufreibend, weil selbst ein wohlerzogenes Kätzchen wartet nicht 30 Minuten, bis ich meine Bewegungen geschafft habe.

Filippa nun hat die geniale Idee, dass ich den Verschluss des Gstältlis an meine Bewegungsmöglichkeiten anpassen lassen könnte. DANKE filippa.

Rauchentzug

Ich schlafe enorm schlecht und habe alle Zeit der Welt nachzudenken.

Mit 35 Jahren bin ich in die Selbsthilfegruppe Al-Anon gegangen. Das ist die Parallellgruppe zu den AAs den Anonymen Alkoholikern. Logischerweise sitzen in Al-Anongruppen die Angehörigen von nassen bzw, trockenen AlkoholikerInnen. Gründlich wie ich bin, ging ich 10 Jahre lang in diese Gruppe.

Daher habe ich ein enormes Suchtwissen. Heute Morgen habe ich gerechnet, 25 Jahre sind es, ein viertel Jahrhundert. Gegenwärtig habe ich mit Rauchen aufgehört, bin im Internet in einem entssprechenden Forum und einmal dürfen die beiden Damen raten, wer mir fehlt. Ich drehe buchstäblich durch. Ich habe genau einen Nick mit dem ich auf Augenhöhe, vergnüglich kommunizieren kann. Natürlich sind auch andere liebevoll und hilfsbereit und meinen es gut, packen es ungeschickt an. Mit meiner Gesundheit habe ich immer weniger Toleranzgrenze, bin immer schneller auf der Palme oder an der Decke.

Und die Insiderinnen unter uns wissen, dass das Umfeld von mir so dumme Dinge verlangt, wie Anstand, wenn mir der Kragen geplazt ist. Das liest sich nicht wörtlich zitiert so: Bei aller Rücksicht auf deine Behinderung……..blablabla

Ich habe dann zurückgeschrieben, frau könnte fragen, warum mir der Kragen geplatzt sei. Ich lass mir doch nicht von irgendwelchen Nicks vorschreiben, was ich fühlen darf. Seit langen 60 Jahren immer der gleiche Mist, den ich schon mit 20 sooooooooooooo satt hatte.

In der Zwischenzeit, es ist noch nicht 10.10 Uhr komme ich nicht mehr auf besagtes Forum mit meinem Laptop. Das  letzte, was ich mitbekommen habe, ist, dass mein Nick öffentlich denunziert wurde. Ach du schöne, heile, kleine Welt. Entweder ist das ganze Forum abgestürzt oder bin ich gesperrt.

Nun muss ich mit meinem weiteren Rauchentzug selbst klar kommen oder wieder anfangen zu rauchen. Ich ziehe es nicht in Betracht, in ein nächstes Forum umzuziehen.

143

Die Telefonselsorge in der CH ist jämmerlich organisiert. Oft ist sie besetzt oder heute war dreimal der Telefonbeantworter eingeschalten.

Folge für mich: Nach 101 Tagen Rauchfreiheit einen Rauchausrutscher hingelegt. *Piepiiip* = unflätiger Fluch.

Im Internet auf meinem Rauchfreiblog eine riesengrosse Antirauchwerbung hingedruckt. Jetzt hoffe ich, dass sie wirkt und ich sie glaube.

Schattenseite

Es gibt Menschen, die sind auf der Schattenseite des Lebens. Z. B. hatte ich vor einem Jahr Angst auf der Strasse zu landen, weil ich keine Wohnung mehr hatte und mein Wohnwagen nicht bewohnbar war. Da lernte ich eine Frau kennen, die auf der Strasse lebte. Natürlich half ich ihr finanziell und für meine Verhältnisse grosszügig, damit sie weg von der Strasse kam.

JedeR lebt sein Leben, ich auch. Jetzt heute Morgen früh, habe ich erstmalig wieder mit ihr Kontakt gehabt und mich in der Sonne meines Ruhms gewälzt. – Ich wusste gar nicht, dass ich ein so liebenswertes Kerlchen bin.

Natürlich haben wir uns nach einem Jahr Unterbruch viel zu erzählen gehabt. Leider verstummte irgendwann die Leitung und ich war zu müde um nochmals einen Anruf zu starten, ich bin seit 02 Uhr wach. Aber gelegentlich könnte ich ihr wieder anrufen und wir könnten zusammen einen Kaffee trinken, wenn sie mag. Uns verbindet einiges.

Bescheuertes Lager

Etliche haben mir geschrieben, wie ich mir ein Möbellager vorstellen könnte. Dazu ist folgendes zu ergänzen:

  • Die Ware ist wertvoll, es handelt sich, wenn korrekt gearbeitet wurde, ausschliesslich um Stilmöbel, wertvolle Bilder, wertvolles Geschirr und ehemals wertvolle Teppiche, wertlose Ware wie Küchengeräte, Küchengeschirr etc. würde kein vernünftiger Mensch einlagern wollen. Daher sollte es sich nicht um irgendeinen Container als Lagerraum handeln, sondern um einen wohltemperierten Raum, der die kostbare Ware nicht beschädigt.
  • Rumhantiererei sollte absolut vermieden werden. Wenn jmd. sein Lager hinter diesem Lager hat, dann sollte das so zugänglich sein, dass nichts verrückt werden muss. Jede Bewegung schadet alten Möbeln und Kosbarkeiten.
  • Muss ich erwähnen, dass ich nicht gefragt wurde, was mir von der Ware meiner Eltern am Herzen liegt, was mich interessieren könnte, was ich gerne hätte? Natürlich nicht!!!!
  • Zu der Zeit als ich nach der Meinung meiner beiden Schwestern beim Räumen der Wohnung helfen sollte, hatte ich gerade meinen Cerebralparetischen Schub gehabt und kroch am Boden rum, weil mir niemand einen Rollstuhl gab. – Ja, genauso doof ist meine sog. Familie: Leistung fordern und fordern und leider, leider kann ich sie beim besten Willen nicht erbringen. Ich verrate ein völlig überraschendes, nigelnagelneues Geheimnis: Ich habe eine CP, Invaliditätsgrad 100%, leichte Hilflosigkeit, 26 Std. pro Monat Assistenz. – Kein Wunder bittet mich meine Hausärztin immer inständig einen grossen Bogen um diese Menschen zu machen, sie tun mir nicht gut.

Zerrissenheit

Warum ist es so schwierig ruhig zu bleiben? Warum platzt mir der Kragen irgendwann immer, auch wenn ich mich noch so anstrenge? Mit b. haben wir darüber nachgedacht.

  • Sicher ist, dass mir der Kragen platzt, wenn ein Trauma dahinter steckt. – Wenn ich rumschreie, muss ich mir nur überlegen, was das Trauma ist. Das ist so praktisch wie das Bluten einer Fleischwunde. Intensität etc. geben Auskunft über die Schwere der Verletzung. – Darum nützt der Hinweis nichts, ruhig zu bleiben. Ruhig bleiben habe ich zu dem Zeitpunkt schon bis zum Ekzess versucht und leider hat es nicht geklappt. NOT-wendend ist die Traumabehandlung. Die senkt den Stresspegel von Behandlung zu Behandlung.
  • Schreie ich auch, wenn Meine Erwartungen nicht erfüllt werden? – Das will ich beobachten.
  • Sicher schreie ich bei Überforderung, soweit ich nicht verstumme, weil ich total überfordert bin.
  • Sicher schreie ich nie manipulativ oder aus Lust am Kravall.
  • Früher habe ich mich wahnsinnig geschämt. In der Zwischenzeit stehe ich mehr zu mir und gut ist.
  • Was mich auch zerreisst sind Dinge die mir so offen und klar sind und NTs wissen noch nicht einmal, dass ein Problem im entferntesten entstehen könnte. Ich erinnere an die Situation, die von einer Gruppe PatientInnen erlebt wurde und nur ich wusste SOFORT das gleich jmd. geschlagen wird und eilte dazwischen. Mit einer anderen Patientin habe ich gesprochen, sie hat die drohende Gefahr nicht realisiert, hätte gern geholfen den Gewaltausbruch zu verhindern oder die Parteien so zu trennen, dass niemand zu Schaden kommt. Solche Beispiele gibt es viele und die Verständigung ist schwierig, weil was für den einen so selbstverständlich ist für den andern nicht existiert.

 

Soviel kommt mir gerade zu diesem meinem Dauerbrennerthema in den Sinn. Ich habe mich oft gefragt, wie dieses heikle Thema ausschauen würde, wenn ich ein Hitzkopf und nicht so selbstbeherrscht wäre, wie ich bin. Dann wäre vermutlich Dauerkrieg. Ich weiss, dass Menschen im Dauerkrieg leben müssen, nicht weil sie es wollen, sondern weil das Schicksal ihnen so übel mitgespielt hat. Sie haben meine Empathie, weil es meiner Meinung nach etwas vom behindertsten ist, so leben zu müssen. Es ist einfach nur grausam.