Grosser Klamauk um nichts

Bei rauchfrei-info haben sich einige Nicks vorübergehend mit Riesengetöse abgemeldet frei nach dem bescheidenen Motto: Ohne uns, die Stützen dieses Forums, geht es ein……

Nun ja, das Leben ist gemein, ich mein sowas von gemein: Sämtliche Posts dieser Nicks gehen mit ihnen. Eine Flut von Bildern und weitgehend unlesbaren Gedichten verschwand. In den letzten Tagen war die Lesbarkeit des Forums einfach viel, viel besser. Die Admins könnten schreiben, dass die Bilder sorgfältig eingesetzt werden sollen. Könnten sie, wenn sie wöllten.

Und heute sind zwei Nicks zurück,  der ewige Bildchennick, ein Riesenvorbild, COPD, vermutliche Bewegungsfreiheit seine Wohnung. Der andere noch etwas zögerlich: Er muss seine Verse schmieden, das dauert etwas länger…..

Was wetten wir, auch die andern kommen zurück. Weil dieses Forum in sich selbst eine Sucht ist, lebt da keineR lange abstinent…..

Ich selbst kämpfe mit meinem Rauchstopp: Ich habe zu wenig acht gegeben, mich heute tierisch aufgeregt und geraucht. Mist aber auch!

Chefin?

Spix und ich diskutieren täglich darüber, wer von uns die Oberkatze und wer die Unterkatze ist. Das geht z.B. so: Ich hole mir Leckerlis, verstecke mich in der Wohnung an verschiedenen Orten. Das Spiel beginnt, wenn Spix mir gerade nicht nachläuft. Mit hoher Stimme rufe ich: „Spiiix komm zu miiiiir.“ Wenn Spix kommt, dann gibt es eine kleine Belohnung. Sofort läuft Spix mir nach. Ich erhöhe den Einsatz und sie muss etwas hochhüpfen WC-Deckel z.B.

Je nach Laune will Spix oder sie will nicht. Kommt sie nicht ……..zu miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiir, wechsle ich subito das Kommando. Ich will, dass sie lernt, dass komm zu mir, nicht irgendwas heisst, sondern sie solle zu meiner Person kommen. Sie kann nur Freigängerin werden, wenn ich ihr rufen kann und sie zu mir kommt. Ich wohne im 5. Stock, pro Etage 5 Wohnungen. Eigenartigerweise kennt Spix die Lage unserer Wohnung, sie unterscheidet aber nicht unsere Wohnung von den Wohnungen auf den anderen Stockwerken, die die gleiche Eingangstür haben.

Mehrfach ist mir aufgefallen, dass ich Spix auch Gudeli direkt unter ihr Näschen halten muss, damit sie durch ihr Näschen motiviert wird. Riecht Spix schlecht oder riechen alle Katzen schlecht? Noch habe ich Null Ahnung. Es fällt mir auf und ich bin verwirrt. Vielleicht funktionieren Katzen nur übers Auge und über die Ohren. Vielleicht müssen sie eine Maus auf dem Feld nicht riechen können.

Königin von und zu Spix

Immer habe ich gedacht, Katzen mögen mich nicht. Spix mag mich. Sie bringt mich zum Lachen oder ich lache auf den Stockzähnen. So heute Abend. Müde wie ich bin, will ich nur noch schlafen. Spix kommt nach gebührender, königlicher Einladung zu mir auf mein Bett und später räumt sie mit Akribie das Wohnzimmer auf. Heute steht sie vor meinem Bett, ich hebe sie hoch, was unüblich ist. Sie stolziert gemächlich zum Bettrand und springt runter.

Während ich mir überlege, was  ich falsch gemacht habe, weiss sie, dass ich die Tür zum Puzzlezimmer nicht richtig verschlossen habe und für sie jetzt der Zeitpunkt gekommen ist zu puzzlen, ihre Chefin ist für Stunden versorgt. Hoch erhobenen Schwanzes stolziert mein 3 kg Kätzchen davon und ist zu ungeschickt, um seine Dummheit zu verbergen. Als ich nochmals aufstehe und sie rufe, sehe ich, wo sie war. Selbstredend stolziert sie ganz Katzenkönigin aus dem Raum und ich kämpfe um nicht offensichtliches Griiiiiiiiiiiinsen. Wäre ich das Kätzchen Spix würde ich alles das, was sich mir das Leben so bietet in vollen Zügen auskosten……..

Am Morgen ist die beklagte Tür wieder offen. Ich versperre sie mit dem Schlüssel.  – Spix holt bestimmt den Schlüsseldienst. 🙂

Zu Schrott gefahren

Gestern fuhr ich in die Massage. Ich war so übermüdet, dass ich auf der Liege einschlief. Als ich vom Parkplatz wegwollte, habe ich eine niedrig Mauer nicht sehen können und bin reingerammt. Das Auto nicht mehr fahrbar. Ich musste das ganze Karusell anwerfen, Versicherung, Abshleppdienst, Nummer hinterlassen beim Lagerhausbesitzer, der die nun beschädigt Mauer besitzt  und die Zeit lief.

Um halb fünf hatte ich mit meinem besten Assistenten der Welt abgemacht und ich nehme NIE mein Smartphone mit. Das dooofe Ding ist so ätzend zu bedienen, ich denke mein Assistent und ich brauchen eine Chefleitung mit einem behinderungsgerechten guten alten Handy. Schliesslich ist er mein royaler Prinz.

Also Stress, Zeit drängt, viele freundliche Hilfe am Unfallort, ich zu Tränen gerührt alleine deshalb weil ich nicht zur Sau gemacht werde, trotzdem schlüpfe ich so rasch wie möglich auf meinen Autoitz. Da fühle ich mich in Sicherheit.

Lastwagen kommt mit jungem freundlichen Fahrer, Skoda rasch draufgehoben, ich schaffe es knapp  in die Führerkabine, mein Autohaus liegt am Weg.

Meine Bezugsperson dort beäugt die Kombination, die vorfährt, guckt ganz streng, welcher Kunde hat…… Dann setzt das grosse Gelächter ein, easy, ich: He Jungs so komm ich doch alle 14 Tage bei euch vorbei.

In Windeseile bekomme ich einen Ersatzwagen und spurte zu meinem leidenden Asistenten.

Er will mir ganz aufgeregt erzählen, wie er gelitten hat und ich armer Teufel muss streng sein: Wir legen jetzt den Notfallschalter ein und machen ganz langsam unser Programm.

Jonathan wird stumm, wir ziehen uns an und laufen los Richtung Tram. Wir kommen ins Kino, der Hauptfilm hat noch nicht begonnen. Super. Thema „Luther“ ein CH Film mit viel Resonanz in der CH Presse, Jonathan hat in zu meiner Verwunderung vorgeschlagnen. Ich erschrecke beim geringsten Lärm auf der Leinwand. Wir haben Null Ahnung, wie lange der Film dauern wird und wollen noch Nachtessen. Ich weiss natürlich, dass Zwingli im Krieg umkommt und mir ist klar, dass der Film für mich vorher zu Ende ist.

Auf der Lienwand wir die Auseinandersetzung ref. kath.  immer heftiger. Ich stehe auf und gehe an die Kasse um mich über die Dauer zu informiern. Es ist 19.00 Uhr. Ich informiere Jonathan, dass wir jetzt den Film der ernster und trauriger werden wird, verlassen.

Der Rest ist easy, Nachtessen, geniessen und Jonathan begleitet mich nach Hause.

DANKESCHÖN JONATHAN DASS ES DICH GIBT DASS ICH EINE SOLCH BGLÜCKENDE ERFAHRUNG IN MEINEM LEBEN MACHEN DARF.

Für alle die LeserInnen unter uns, die Jonathan noch nicht begegnet sind, er ist 22 Jahre jung, will im Herbst studieren und ist ein Menscch, der an seine Bedürfnisse deenkt und die seiner Mitmenschen. Easy? Nein, eine Riesenausnahme.

 

Filippas Idee…..

………finde ich so gut, dass ich sie hier von den Kommentaren ans Licht hole.

Die Sachlage: Spix will ich im Frühjahr auswildern. Sie wird entscheiden, ob sie wie im Altersheim über Nacht draussen bleiben will oder stundenweise über Tag.

Als Vorbereitung auf dieses Ziel, machen Spix und ich Vorübungen: Die Wohnung verlassen (pfuipfuioberpfui), den Lift betreten (unzumutbar), Lift fahren (wenn es den sein muss), den Lift verlassen (jeaaaahhh), die „falsche“ Wohnng rechts liegen lassen (dumme Katzenmama marschiert stramm und stur) eeendlich die beiden Schiebetüren passieren und hurraahhhhh wir sind draussen.

Für diese Vorübungen habe ich ein Katzengstältli und eine federleichte Katzenleine. Das Gstältli hat  zwei Schnappverschlüsse, die ich nicht immer sicher öffnen  kann. Das ist extrem nervenaufreibend, weil selbst ein wohlerzogenes Kätzchen wartet nicht 30 Minuten, bis ich meine Bewegungen geschafft habe.

Filippa nun hat die geniale Idee, dass ich den Verschluss des Gstältlis an meine Bewegungsmöglichkeiten anpassen lassen könnte. DANKE filippa.

Eine Woche

Eine ganz Woche dauert die Nichtdepression an. Heute Abend sehe ich meinen Psychologen wieder. Da bin ich mal gespannt, wie er weiterarbeiten will. Ich bin fürs Stabilisieren. Heute ist die letzte Sitzung und dann hat er drei Wochen Ferien. Deshalb möchte ich nichts beginnen und ich weiss die Wirkung nicht und vielleicht ist sie unangenehm und das muss ich dann einen Monat aushalten.

Ich finde, dass ich genug gelitten habe und meine Probleme möglichst sorgfältig und pfleglich aufarbeiten will. Wie auch immer, diese Therapie wirkt und das in rasantem Tempo und genauso, wie es vorausgesagt wurde: Ein verarbeitetes Trauma mit EMDR verarbeitet, ist verarbeitet und kommt nicht zurück. Da habe ich noch einige von der Sorte, um sie in den Bodensee an der tiefsten Stelle zu werfen mit dem üblichen Schild: Fischen verboten!

Rache ist süss II

Offensichtlich ist es Erntezeit. Gerade habe ich an anderer Stelle Rache genommen. Die Hintergrundsgeschichte: Ich wollte vor einigen Jahren einen Wohnwagen für Wintercamping kaufen, weil ich gern skifahre. Durch mein Alter kann ich nicht mehr täglich fahren, sondern brauche Erholungszeiten. Im kleinen Wohnwagen hatte ich eine Saison Wintercamping gemacht. Der kleine Wohnwagen ist zum Ziehen gedacht und ist nicht spezialisiert auf winterliche Temperaturen im Berneroberland.

Also habe ich mich klug gemacht, welche WoWa Marke ich kaufen wollte. Es gab Superduperluxus oder Mittelklasse oder JEKAMI. Ich entschied mich für Mittelklasse für einen Dethleffs. Ich ging zum nächsten CH Händler. Der schwatzte lange, wusste besser als ich, was ich vermögen würde und hielt sich nicht an Abmachungen.

Also wich ich auf DE als Einkaufsland aus. Dort fand ich ein Ausstellungsmodell, Innenausbau hell und legte sofort meine Hand darauf. Es war völlig klar, dass dieser WoWa ins Berneroberland kommt und dort stehen bleibt. Mir war bewusst, dass ich reparaturmässig ein Risiko einging.

Dann stand der WoWa in der Lenk, Camping Seegarten. Die Fernsehantenne fror ein, irgendwann hatte ich Wasserschaden, die Kühlschrankabdeckung fiel immer aus der Verankerung, das Kochen dauerte eine halbe Ewigkeit…… dieser WoWa war eine helle Freude und die Schadenfreude der CampingmitbewohnerInnen und des Platzwartes war mit Händen zu greifen.

Diese Chose musste ein Ende haben, am 13. Dez. wurde der WoWa samt Überdachung abgebaut und jetzt ist der WoWa in Reparatur. Heute hatte ich Besichtigung. Was, die Gasleitung ist kaputt? Wie wäre es damit, den Leitungshahn zu öffnen? Reparaturdauer 3 Sek.. Diese Erkenntnis habe ich dem betroffenen Mann per E-Mail zukommen lassen und habe mich genial gefreut: Rache ist so süüüüüss!

Mein nächster Campingplatz ist so nahe von Bern, dass mir mein IV-Assistent helfen kann, wenn Not am Mann sein sollte. Ich freue mich, Spix an diesen Ort so intensiv zu gewöhnen, dass sie dort in die Natur kann. Da, wo ich jetzt wohne kann ich sie nicht rauslassen, weil sie nicht zurückkommt, wenn ich sie rufe.

Auf die Katze gekommen

Sie hatte einige Jahre lang einen Hund gehabt, einen treuen, verspielten Jungspund, bis sie krank und arm wurde und dieses Tier gemäss dem Vertrag dem Züchter zurückgeben musste.

Der Versuch, bei einer Blindenführhundeschule einen neuen, schon etwas erzogenen Spielkameraden zu bekommen, war ein schmerzhafter Fehlschlag. Zurück blieb der Traum und viel Verunsicherung.

Die Jahre gingen ins Land, sie lebte mal recht und schlecht, bis zu dem Tag, als sie aus Verzweiflung die behandelnde Fachärztin entliess samt ihren falsch wirkenden Medikamenten. Das brachte wie erwartet, einige Monate Ruhe und dann das übliche gesundheitliche Prozedere, unangenehm wie immer. Die neue Fachperson guckte sich die desolate Situation wenige Sekunden an und bereits das erste Medikament brachte die erlösende Hilfe.

Hilfe kam von unewarteter Seite, diesmal bei dem Wunsch, eine Schmusekatze zu bekommen. Ja, sie lebten schon, die beiden, kleinen Katzen, die sofort reserviert wurden. – Eine Fellnase zog ein in ihrem Heim ein, jung, neugierig, schmusegewohnt und eine Glückskatze.

Sie sitzt ruhig und glücklich da, während das Katzenkind auf ihrem Schoss schläft. – Endlich, denkt sie für sich, endlich ein Weseen, das zu mir passt und mich erfreut, hoffentlich der Anfng eines langen gemeinsamen Weges.