Katzenrauferei

Spix hatte im Altersheim eine Katzenrauferei, die sich anhörte wie das Ende meines kleinen Dreikilokätzchens. Ich lief in die dunkle Nacht, war vezweifelt, rief nach Spix, aber sie war wohl stinksauer und weg.

Jetzt sind wir nur zu zweit in meiner Wohnung. Sehr oft geht das sehr lange gut, aber manchmal haben wir Streit. So gestern: Ich plage Spix nicht mit übermässigem Bürsten. Eine Kurzhaarkatze schafft die Fellpflege selbst. Aber gestern war ein Tag, an dem ich meine Katze berührte und ein Sprühregen von Katzenhaaren entfaltete sich. Das ging mir auf den Wecker. Also bürsten ist nicht unbedingt Spix Lieblingsbeschäftigung. Sie bekommt nach dem Bürsten Thonparfait, ihr Lieblingsleckerli. Gestern faucht mich diese kleine, freche Katze während des Bürstens an. Ich nicht faul, fauche zurück. So verständigen sich Katzen, wenn sie unzufrieden sind und imponieren wollen und hier im Haus bin ich die Ober- oder Leitkatze. Sofort liess ich Spix los, weil Spix absolut keine Hemmungen hat meine Hände blutig zu kratzen oder blutig zu beissen.

Jetzt auf Distanz fauchte ich ihr nochmals meine Meinung. Dann legte ich die gehasste Bürste und die Parfaittube auf den Boden nach dem Motto: Liebes Kätzchen wir sind noch nicht fertig, aber das schaffen wir umgehend. Es ging nicht lange kam Spix und wir konnten die Arbeit beenden und dann wollte sie wieder auf meinen Schoss und die Nacht hat sie in meinem Bett verbracht. Das ist in der Zwischenzeit ganz easy: Ich habe einen gewissen Singsang, dass ich im Bett liege, gute Nacht wünsche und schlafen wolle. Ich lade Spix dazu ein. Es dauert nicht lange, dann höre ich sie hüpfen, spüre ihre Pfötchen und ihr Gewicht auf meinem Körper, allerliebst.